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Mely Kiyak

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Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 27. Februar 2026 um 08:34 Uhr durch imported>X2liro (Ihre Berliner-Zeitung-Kolumne endete 2013. Auf die Schlussfolgerung, dass die Kritik der Auslöser für das Ende der Zusammenarbeit war, kann man beim Lesen gut kommen. Aber in diesem Abschnitt ist bisher korrekterweise alles belegt. Ich habe ohne Erfolg versucht einen Beleg für den Zusammenhang zu finden. Deshalb entfernt und stattdessen oben explizit das Ende der Berliner-Zeitung-Kolumne 2013 geschrieben. Das sind die belegten Fakten.).
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Mely Kiyak (2012)

Mely Kiyak (* 1976 in Sulingen<ref name="koerber">Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Mely Kiyak.] Körber-Stiftung, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 24. Juni 2012.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>) ist eine deutsche Schriftstellerin, Journalistin und Kolumnistin.

Werdegang

Kiyak ist Tochter aus der Türkei stammender kurdisch-alevitischen Einwanderer. Nach ihrem Studium am Deutschen Literaturinstitut Leipzig begann sie, als Journalistin für den Mitteldeutschen Rundfunk und die Leipziger Volkszeitung zu arbeiten;<ref name="koerber" /> 1998 wurde sie deutsche Staatsbürgerin.<ref>Mely Kiyak: Ein gutes Land. In: Frankfurter Rundschau, 22. Mai 2009</ref>

Ihr Diplom erlangte sie in den Fächern Prosa und Neue Medien/Dramatik; für ihre Abschlussarbeit drehte sie einen Film, in dem sie gebürtige Deutsche über ihre Lebenswege reflektieren lässt.<ref name="koerber" />

Seit 2005 ist Kiyak in Berlin als Autorin und freie Journalistin tätig: Ihre Texte erschienen unter anderem in der Zeit, Welt und taz.<ref>Mely Kiyak. Kurzvorstellung bei Hoffmann und Campe. Abgerufen am 29. Dezember 2016.</ref> Von 2008 bis 2013 erschien von Kiyak in der Frankfurter Rundschau, später auch parallel und ebenfalls bis 2013 in der Berliner Zeitung eine politische Kolumne.<ref>Mely Kiyak: Lieber Guido Westerwelle! In: Frankfurter Rundschau, 11. Januar 2008, S. 11.</ref> Seit Ende 2013 schreibt sie auf der Website des Berliner Maxim-Gorki-Theaters eine regelmäßige Kolumne,<ref>Kiyaks Theater-Kolumne</ref> seit 2014 auch auf Zeit online.<ref>Mely Kiyak: Deutschstunde</ref> Im Zentrum ihrer Artikel, Kommentare, Berichte, Rezensionen, Feuilletons, Fernseh- und Diskussionsbeiträge (z. B. auch innerhalb des ARD-Presseclubs) stehen Migrations- und Integrationspolitik sowie Kultur.

„Von den Immigranten zu verlangen, sich mit Haut und Haar einem diffusen Deutschsein auszuliefern, von dem die Deutschen selbst nicht wissen, was das sein könnte, ist vermessen.“

– <templatestyles src="Person/styles.css" />Mely Kiyak: Die Zeit, 2006<ref>Du schlagen Frau? Du Baby in Bauch? In: Die Zeit, 19. Januar 2006.</ref>

Für die Körber-Stiftung arbeitete Kiyak als Co-Autorin mit an dem Buch „über bikulturelles Leben in Deutschland“ Zweiheimisch<ref>2006, Hrsg. Cornelia Spohn, zweiheimisch. 17. Mai 2012, abgerufen am 26. März 2025.</ref> und veröffentlichte 2007 das Buch 10 für Deutschland.

Sie verbringt regelmäßig einige Tage in der Benediktinerinnenabtei zur Heiligen Maria in Fulda, wo sie eine Ausbildung zur Gärtnerin absolvierte, und gibt dort mit Schwester Christa die Zeitschrift Winke für den Biogärtner heraus<ref>Anne Françoise Weber: „Da sind 28 Pionierinnen, Feministinnen, Revolutionärinnen“ In: Deutschlandradio Kultur, 30. April 2011 (Interview)</ref> – in ihrem Buch Dieser Garten (2024) erzählt Kiyak von den Erlebnissen und dem Durchsetzungsvermögen der Nonnen dort;<ref name="freitag-dieser-garten">Alina Saha: „Dieser Garten“ von Mely Kiyak: Wie aus Kompost Humus wird. In: freitag.de. 20. März 2024, abgerufen am 21. März 2024.</ref> die Geschichten beginnen im Zweiten Weltkrieg, als die Nonnen mit Erfindungsreichtum ihr Kloster durch schwierige Zeiten führen und es zu einem erfolgreichen Zentrum für ökologischen Landbau machen.<ref name="freitag-dieser-garten" /> Trotz der Herausforderungen wie der harten körperlichen Arbeit und dem Kampf um den Verkauf ihrer Produkte verlören die Nonnen nie ihren Optimismus.<ref name="freitag-dieser-garten" /> Schwester Laurentia z. B. spiele eine zentrale Rolle bei der Entwicklung des erfolgreichen Humofix-Pulvers, obwohl sie nie praktisch im Garten arbeitete, sondern lediglich Anweisungen gebe.<ref name="freitag-dieser-garten" /> Die persönliche Beziehung der Autorin zu den Nonnen und dem Kloster, die aus einem ursprünglich kurzen Praktikum entstand, zeige die tiefe Verbundenheit und den respektvollen Umgang miteinander unabhängig von kulturellen Unterschieden.<ref name="freitag-dieser-garten" />

Seit 2024 veranstaltet Mely Kiyak am Berliner Maxim-Gorki-Theater regelmäßig den Salon Mely Kiyak hat Kunst, in den sie „ihre Künstlerfreundinnen- und freunde [...] oder solche, die sie verehrt“ zum Gespräch einlädt.<ref>Mely Kiyak hat Kunst | Gorki. Abgerufen am 17. Februar 2025.</ref>

Sarrazin-Kontroverse

Im Mai 2012 bezeichnete Kiyak in ihrer Kolumne für die Berliner Zeitung sowie die Frankfurter Rundschau Thilo Sarrazin, dessen rechte Gesichtshälfte infolge der Operation eines Tumors teilweise gelähmt ist, nach einem Fernsehauftritt als „lispelnde, stotternde, zuckende Menschenkarikatur“.<ref>Mely Kiyak: Liebe Wissensgesellschaft! In: Berliner Zeitung. 19. Mai 2012, S. 4; Dies.: Liebe Wissensgesellschaft! In: Frankfurter Rundschau. 19. Mai 2012, S. 10.</ref> Hierfür wurde sie in der Welt und der Bild kritisiert.<ref>Cora Stephan: Streitet euch, aber richtig. In: Die Welt, 29. Mai 2012.</ref><ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Diese Journalistin muss sich bei Sarrazin entschuldigen.] In: Bild. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 6. Juni 2012.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref><ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Sarrazin hat einen sehr deutschen Nerv getroffen.] In: Die Welt. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 6. Juni 2012.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Eine Woche nach Erscheinen des Beitrags legte Kiyak ihre Intention dar, auf die „nicht körperlich bedingten Unvollkommenheiten in seinem Auftritt hinzuweisen […]. Wenn ich den physiologischen Hintergrund gekannt hätte, hätte ich das Bild nicht gewählt. Ich bedauere das sehr!“<ref>Mely Kiyak: Eine Klarstellung. In: Berliner Zeitung, 25. Mai 2012, S. 5 und Eine Klarstellung. In: Frankfurter Rundschau, 25. Mai 2012, S. 9.</ref> Nach anhaltender Kritik sprachen die Chefredaktionen der abdruckenden Zeitungen von einer „perfiden Hetzkampagne“ gegen die Autorin, welche insbesondere über das Blog Politically Incorrect forciert werde.<ref>Liebe Leserinnen, liebe Leser. In: Berliner Zeitung, 31. Mai 2012, S. 4 und Wider die Hetzkampagne. In: Frankfurter Rundschau, 31. Mai 2012.</ref> Kiyak dokumentierte die Art und Zielrichtung dieser Angriffe in einem kritischen Artikel über das Blog in der Berliner Zeitung.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Vulgär, enthemmt, rassistisch.] In: Berliner Zeitung. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 6. Juni 2012.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Auch die Journalisten-Vereinigung Neue Deutsche Medienmacher und die taz nahmen Kiyak in Schutz.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Rassistische Hatztiraden gegen Journalistin: „Neue Deutsche Medienmacher“ nehmen Kolumnistin Mely Kiyak in Schutz.] In: newsroom.de. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 6. Juni 2012.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref><ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Feindbild der Sarrazin-Fans.] In: die tageszeitung. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 6. Juni 2012.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Der Freitag kommentierte, dass Kiyak „den Shitstorm, den sie gegen [… Sarrazin] in Gang setzen wollte“, am Ende auch selbst zu spüren bekommen habe.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Entgleiste Rhetorik.] der Freitag, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 1. Juli 2012.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Der Deutsche Presserat sah den „Verstoß gegen die publizistischen Grundsätze als so schwerwiegend“ an, dass er eine Missbilligung gegenüber der Berliner Zeitung aussprach. Sarrazin sei „in seiner Menschenwürde verletzt“ worden. Wegen der Entschuldigung Kiyaks wurde jedoch keine Rüge ausgesprochen.<ref>Deutscher Presserat: Entscheidung des Beschwerdeausschusses 2 in der Beschwerdesache 0303/12/2-BA. 2012 (blu-news.org [PDF; 40 kB]).</ref>

„Hate Poetry“

Seit 2012 trat Kiyak zusammen mit den Journalisten Deniz Yücel, Yassin Musharbash, Özlem Topçu, Özlem Gezer, Hasnain Kazim, Doris Akrap und Ebru Taşdemir im Rahmen der „antirassistischen Leseshow“ Hate Poetry auf, bei denen sie im Stile eines Poetry Slams „zornerfüllte Leserbriefe“ vorlasen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Selbstdarstellung der Hate Poetry (Memento vom 26. Dezember 2014 im Internet Archive), abgerufen am 20. Dezember 2014</ref>

Veröffentlichungen

Bücher
  • 2007: 10 für Deutschland. Gespräche mit türkeistämmigen Abgeordneten. Edition Körber-Stiftung Hamburg, ISBN 978-3-89684-068-4
  • 2011: Ein Garten liegt verschwiegen. Hoffmann und Campe Hamburg, ISBN 978-3-455-40349-7
  • 2013: Istanbul Notizen. Shelff Verlagsbureau Berlin, ISBN 978-3-936738-90-2
    • Herr Kiyak dachte, jetzt fängt der schöne Teil des Lebens an. S. Fischer Frankfurt am Main, ISBN 978-3-10-038212-2
    • Briefe an die Nation und andere Ungereimtheiten. Wie vor, ISBN 978-3-596-19619-7
  • 2018: Haltung. Ein Essay gegen das Lautsein. Duden Berlin, ISBN 978-3-411-71765-1
  • 2020: Frausein. Carl Hanser München, ISBN 978-3-446-26746-6
  • 2022: Werden sie uns mit Flix-Bus deportieren?. Wie vor, ISBN 978-3-446-27275-0 (Sammlung von Kiyaks Theater Kolumne für das Maxim-Gorki-Theater)<ref>Mely Kiyak | Gorki. Abgerufen am 26. März 2025.</ref>
  • 2024: Herr Kiyak dachte, jetzt fängt der schöne Teil des Lebens an Carl Hanser Verlag München, ISBN 978-3-446-27946-9
    • Dieser Garten. Die unglaublich fabelhaften Nonnen aus Fulda und ihre genialen Erfindungen. Mikrotext-Verlag Berlin, ISBN 978-3-948-63146-8
Beiträge in Anthologien und Büchern
  • 2011: Warum sich in der Kulturszene nicht bemerkbar macht, was sonst noch los ist. In: Susanne Stemmler (Hrsg.): Multikultur 2.0 – Willkommen im Einwanderungsland Deutschland. Wallstein Verlag Göttingen, ISBN 978-3-8353-0840-4
    • Zwei Briefe. In: Hilal Sezgin (Hrsg.): Manifest der Vielen – Deutschland erfindet sich neu. Blumenbar Berlin, ISBN 978-3-936738-74-2
  • 2012: Elefantenrunde. In: Nicol Ljubić (Hrsg.): Schluss mit der Deutschenfeindlichkeit! Geschichten aus der Heimat. Hoffmann und Campe Hamburg, ISBN 978-3-455-50246-6
  • 2025 In: Thomas Mann: Deutsche Hörer! Vorwort und Nachwort. S. Fischer, ISBN 978-3-10397685-4

Auszeichnungen

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

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