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Carla Bruni

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Carla Bruni bei den Filmfestspielen in Cannes 2021

Carla Bruni <phonos file="LL-Q150 (fra)-Exilexi-Carla Bruni.wav">anhören</phonos>/? (* 23. Dezember 1967<ref>Carla Bruni. Abgerufen am 22. Oktober 2025.</ref> als Carla Gilberta Bruni Tedeschi in Turin), seit ihrer Heirat Carla Gilberta Bruni Sarkozy,<ref>French President Nicolas Sarkozy Marries Carla Bruni. People.com (englisch), 2. Februar 2008</ref> ist eine in Italien geborene französische Musikerin und ehemaliges Model. Als Lebensgefährtin und Ehefrau von Nicolas Sarkozy erfüllte sie von 2007 bis 2012 Aufgaben der Première dame. Bekannt wurde Carla Bruni in den 1990er Jahren als Model der Pariser Modewelt. Im Jahr 2002 veröffentlichte sie ihr erstes Musikalbum, Quelqu’un m’a dit, mit eigenen Chansons, die insbesondere in Frankreich und der Schweiz großen Erfolg hatten. Charakteristisch ist ihre leise, etwas rauchig und teilweise brüchig klingende Stimme.

Leben

Herkunft und Jugend

Carla Bruni Tedeschi wurde offiziell als Tochter der Schauspielerin und Konzertpianistin Marisa Borini und des italienischen Großindustriellen Alberto Bruni Tedeschi geboren. In einem Interview räumte sie später ein, dass ihr leiblicher Vater Maurizio Remmert sei, der Liebhaber ihrer Mutter.<ref>Purepeople: Marisa Bruni Tedeschi évoque sa liaison avec le père biologique de Carla. 28. April 2016, abgerufen am 26. September 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Maureen Orth: Paris Match. https://www.vanityfair.com/, 28. Juli 2008, abgerufen am 25. September 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Vom fünften Lebensjahr an wuchs Bruni in Frankreich auf, wohin ihre Familie – nach eigenen Angaben aus Angst vor der Bedrohung italienischer Großindustrieller durch die Roten Brigaden – emigriert war. Als weiterer Grund werden die damaligen Schwierigkeiten des familieneigenen Unternehmens, dem Reifenhersteller CEAT, der später an Pirelli verkauft wurde, angenommen. Nach dem Umzug der Familie nach Frankreich besuchte Bruni das Mädchenpensionat Château Mont-Choisi in Lausanne. Ihr Halbbruder war der Fotograf Virginio Bruni Tedeschi (1960–2006),<ref>Carla Bruni became Aids ambassador because brother died from disease. telegraph.co.uk – Bruder von Carla Bruni stirbt an AIDS (englisch, Paywall)</ref> ihre Halbschwester ist die Schauspielerin Valeria Bruni Tedeschi (* 1964). Bruni Tedeschi nahm 2008 die französische Staatsbürgerschaft an.<ref>Polit-Promi-Trauung: Sarkozy und Bruni haben geheiratet. In: Der Spiegel. 2. Februar 2008, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 2. Oktober 2025]).</ref><ref>„Bruni froh Französin zu sein: Italiens Politik empört“. Kleine Zeitung, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 13. November 2008; abgerufen am 10. November 2008.</ref>

Die Jahre als Model (1987–1998)

Im Alter von 19 Jahren brach Carla Bruni ihr Kunst- und Architekturstudium ab und begann als Model zu arbeiten. Zunächst zierte sie die Cover von Modemagazinen und arbeitete für große Auftraggeber wie L’Oréal und Christian Dior. Zwischen 1995 und 1997 war sie für Valentino, Yves Saint Laurent und John Galliano auf dem Laufsteg. Bruni gehörte mit einem Jahresgehalt von bis zu 7,5 Millionen Dollar zu den bestbezahlten Fotomodellen. In dieser Zeit wirkte sie in mehreren Spielfilmen mit, darunter Catwalk (1995) und Paparazzi (1997). Im Jahr 1998 endete ihre hauptberufliche Modeltätigkeit.

Ende der 1980er Jahre war Bruni mit dem Musiker Eric Clapton liiert. 1989 begann sie eine Liebesaffäre mit Mick Jagger.<ref>Marc Spitz: Mick Jagger. Rebell und Rockstar. (Originaltitel: Jagger. Rebel, Rock Star, Rambler, Rogue, 2011) Aus dem Englischen von Sonja Kerkhoffs. Edel Germany, Hamburg 2012, ISBN 978-3-8419-0122-4, S. 238 und 240–241.</ref>

Als Sängerin und Komponistin (ab 2000)

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Carla Bruni, 2008

Seit 2000 widmet Bruni sich dem Chanson. Einen ersten Erfolg feierte sie mit Julien Clerc, für den sie sechs Liedtexte für dessen Album Si j’étais elle schrieb. Das Album erreichte Platz 1 der französischen Musik-Charts.

Bruni gab 2002 mit dem Album Quelqu’un m’a dit ihr Debüt als Sängerin. Die darin enthaltenen Lieder hatte sie selbst komponiert und getextet; in einigen der Stücke begleitete sie sich auf der Gitarre. Von dem Album wurden mehr als eine Million Exemplare verkauft, es machte Bruni europaweit als Musikerin bekannt. In Frankreich erreichte es Platz 1 der Musik-Charts, in Deutschland stieg es in die Top 20 auf. Für das Album Longtemps von Louis Bertignac, dem Produzenten von Quelqu’un m’a dit und früheren Mitglied der Popgruppe Téléphone, schrieb sie 2005 zehn Liedtexte, einen davon in Zusammenarbeit mit Marine Delterme. Auch ihr früherer Lebensgefährte, Raphaël Enthoven, dem in Quelqu’un m’a dit das Lied Raphaël gewidmet war, steuerte einen Text für Bertignac bei. Bruni sang 2006 im Duett mit Aldo Romano auf dessen Album Chante. Ferner ist sie auf dem Album Oceana des deutschen Jazz-Trompeters Till Brönner zu hören. Ihr Lied Le plus beau du quartier fand 2006 in einer H&M-Werbung Verwendung.

Brunis zweites eigenes Album, No Promises, erschien 2007. Es enthält vertonte englischsprachige Lyrik von William Butler Yeats, Wystan Hugh Auden, Emily Dickinson, Christina Rossetti, Walter de la Mare und Dorothy Parker.

Ihr drittes Album, Comme si de rien n’était, das in Deutschland 2008 erschien, sorgte für Aufregung, da Bruni in dem Stück Tu es ma came („Du bist meine Droge“) ihren Liebhaber mit kolumbianischem Kokain verglich. Der kolumbianische Botschafter berief deswegen eine Pressekonferenz ein, da er einen Imageschaden für sein Land befürchtete.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Musik-News (Memento vom 10. Februar 2009 im Internet Archive) bei musik-base</ref>

2003 erhielt sie den französischen Orden Chevalier de l’ordre des Arts et des Lettres,<ref>Carla Bruni et Zazie chevaliers des Arts et Lettres. 24. Juni 2003, abgerufen am 2. Oktober 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 2020 den Rang Officier de l'ordre des Arts et des Lettres.<ref>Nomination dans l'ordre des Arts et des Lettres – hiver 2020 | Ministère de la Culture. 1. Juli 2020, abgerufen am 2. Oktober 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Ehe mit Nicolas Sarkozy

Kurz vor Weihnachten 2007 berichteten Medien, der französische Staatspräsident, Nicolas Sarkozy, sei mit Bruni liiert.<ref>Arm in Arm in Disneyland: Liebesgerüchte um Sarkozy und Carla Bruni. In: Der Spiegel. 17. Dezember 2007, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 2. Oktober 2025]).</ref> Beide hätten sich bei einem Besuch von Disneyland Paris von Pressefotografen begleiten lassen. Einige Journalisten erkannten darin eine gezielte PR-Aktion, eine „offensive Inszenierung“.<ref>Alex Rühle: Brunisconi, der Omnipräsident. 10. Mai 2010, abgerufen am 2. Oktober 2025.</ref>

Zu Weihnachten 2007 flog Bruni mit Sarkozy nach Ägypten. Ihr Aufenthalt dort war umstritten; der Fernsehsender n-tv vermutete einen „Urlaub auf Milliardärskosten“.<ref>n-tv Nachrichten: Urlaub auf Milliardärskosten. Abgerufen am 2. Oktober 2025.</ref><ref>Süddeutsche Zeitung: Sarkozy und Bruni in Ägypten. In: Süddeutsche.de. (sueddeutsche.de [abgerufen am 2. Oktober 2025]).</ref><ref>Turteln wie die Ägypter. 17. Mai 2010, abgerufen am 2. Oktober 2025.</ref> Ein ägyptischer Parlamentsabgeordneter warf seiner Regierung vor, durch den offiziellen Empfang des unverheirateten Paares ein schlechtes Beispiel zu geben und die „offizielle Prostitution durch Staatsoberhäupter zu akzeptieren“.<ref>Turtel-Tour mit Bruni: Ägyptische Politiker werfen Sarkozy Prostitution vor. In: Der Spiegel. 28. Dezember 2007, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 2. Oktober 2025]).</ref> Vor einem Besuch Sarkozys in Saudi-Arabien wurde Bruni von der saudischen Regierung explizit ausgeladen.<ref>Carla Bruni offiziell ausgeladen. In: Tagesspiegel. 7. Januar 2008 (Online).</ref><ref name="welt-1527955">AP: Liebespause: Bruni darf nicht mit Sarkozy nach Saudi-Arabien. In: welt.de. 7. Januar 2008, abgerufen am 7. Oktober 2018.</ref> Nachdem Bruni Anfang Januar 2008 Sarkozy auf einen Besuch bei König Abdullah II. von Jordanien begleitet hatte,<ref>Süddeutsche Zeitung: Sarkozy und Bruni in Jordanien. In: Süddeutsche.de. (sueddeutsche.de [abgerufen am 2. Oktober 2025]).</ref> teilte der französische Präsident mit, dass er zur offiziellen Einladung zum Nationalfeiertag Indiens am 26. Januar mit Bruni anreisen werde. Laut indischen Presseberichten sorgte diese Ankündigung für Verwirrung, da das Protokoll den Umgang mit nicht verheirateten Begleiterinnen von Staatsbesuchern nicht vorsehe.

Am 2. Februar 2008 heirateten Bruni und Sarkozy im Élysée-Palast in Paris.<ref>L'Amour: Nicolas Sarkozy und Carla Bruni haben geheiratet - WELT. Abgerufen am 2. Oktober 2025.</ref> Am 19. Oktober 2011 brachte Bruni eine Tochter, Giulia,<ref>Familie Sarkozy : Die Kleine heißt Giulia. In: Der Spiegel. 20. Oktober 2011, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 2. Oktober 2025]).</ref> zur Welt.<ref>Nachwuchs bei Sarkozys: Carla Bruni bringt Mädchen zur Welt. In: Der Spiegel. 19. Oktober 2011, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 22. Oktober 2025]).</ref> Aus ihrer früheren Beziehung mit Raphaël Enthoven hatte sie bereits einen Sohn, Aurélien (* 2001).

Darstellungen von Bruni in Literatur und Film

Sonstiges

Diskografie

Alben

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Singles

  • 2002: Quelqu’un m’a dit
  • 2003: Qu’est-ce que tu crois?
  • 2007: Those Dancing Days Are Gone
  • 2008: L’amoureuse
  • 2013: Chez Keith et Anita
  • 2013: Dolce Francia
  • 2013: Le pingouin
  • 2013: Mon Raymond

Gastbeiträge

Auszeichnungen für Musikverkäufe

Goldene Schallplatte

2× Platin-Schallplatte

Platin-Schallplatte

Diamantene Schallplatte

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Filmografie (Auswahl)

Literatur

  • Gilles Bensimon (Fotograf), Carla Bruni (Vorwort): Beauty, Spirit and Style. Ein Fotobuch. Mitchell Beazley, London 2003, ISBN 1-84000-914-4 (englisch).
  • Silke Burmester: Das geheime Tagebuch der Carla Bruni [Ein fiktives Tagebuch]. KiWi 1081, Köln 2008, ISBN 978-3-462-04066-1. Auch als (gekürztes) Hörbuch: Silke Burmester; Oliver Versch (Hrsg.): Das geheime Tagebuch der Carla Bruni. Gesprochen von Esther Schweins. Random House, 2008, ISBN 978-3-8371-0014-3 (Audio-CD).
  • Michaël Darmon, Yves Derai: Carla et les ambitieux. Paris 2010, ISBN 978-2-35417-072-1.
  • Christine Richard, Édouard Boulon-Cluzel: Carla Bruni. Die Wege der Leidenschaft. Aus dem Französischen übersetzt von Hanna van Laak. Goldmann Taschenbuch 15550, München 2008, ISBN 978-3-442-15550-7.
  • Besma Lahouri: Carla – une vie secrète. Verlag Flammarion, Paris 2010, ISBN 978-2-08-122649-4.<ref>Chamäleon im Elysée-Palast. 15. September 2010, abgerufen am 2. Oktober 2025.</ref>
  • Philipp Oehmke: Die Schöne und das Biest. In: Der Spiegel. Nr. 43, 2008 (online – über Carla Bruni).

Weblinks

Einzelnachweise

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