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Koisdorf

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Koisdorf
Verbandsfreie Stadt Sinzig
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(845)&title=Koisdorf 50° 32′ N, 7° 15′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(845) 50° 31′ 50″ N, 7° 14′ 34″ O
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Höhe: 159 m ü. NHN
Einwohner: 845 (31. Dez. 2013)<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Einwohner in den Stadtteilen von Sinzig (Memento vom 4. Februar 2012 im Internet Archive)</ref>
Eingemeindung: 7. Juni 1969
Postleitzahl: 53489
Vorwahl: 02642
Lage von Koisdorf in Rheinland-Pfalz
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Datei:Sinzig Koisdorf.jpg
Blick vom Mühlenberg auf Koisdorf
Datei:Koisdorf-Wendelinuskapelle 4242.jpg
St. Wendelinuskapelle

Koisdorf ist ein Ortsbezirk von Sinzig im rheinland-pfälzischen Landkreis Ahrweiler.

Geographie

Zu Koisdorf gehören die Wohnplätze Heinrichshof und Wendelinushof.<ref name="GV2025p4">Vorlage:GemeindeverzeichnisRP/lang</ref>

Geschichte

1192 als „Connesdorp“ im Zusammenhang mit einer Schenkung des Aachener Liebfrauenstiftes und des St. Adalbert-Stiftes ebenda erstmals erwähnt. Mitte des 19. Jahrhunderts zählte der Ort 42 Häuser mit 233 Einwohnern.<ref>Rheinischer Antiquarius, Mittelrhein, III. Abt., 9. Bd., Koblenz 1862, S. 48</ref> 1301 ist erstmals die Kapelle St. Wendelinus bezeugt, damals noch St. Sebastian geweiht.<ref>Horst Müller: Die St. Wendelinus-Kapelle zu Koisdorf, in: HJbKAhrweiler 1992, S. 101.</ref><ref>Haffke, Geschichte von Koisdorf, S. 513</ref> Von 1560 an gehörte Koisdorf zum jülischen Amt Sinzig-Remagen. 1834 wurde die Braunkohlengrube „Gerechtigkeit“ südlich von Koisdorf auf rund 200 Hektar konzessioniert.<ref>Amtsblatt der Preussischen Regierung zu Koblenz, Nr. 54 vom 1. Oktober 1834</ref> Die dort gewonnene Braunkohle wurde zu Klütten für den Hausbrand geformt und zum Verkauf angeboten.

Im Laufe der Jahrhunderte änderte sich der Ortsname mehrmals. Bis 1750 lautete er unter anderem „Connesdorp“, ab 1750 „Costroff“, um 1830 „Coisdorff“ und ab dem 6. Dezember 1935 nannte sich der Ort „Koisdorf“.<ref>Statistik des Deutschen Reichs, Band 450: Amtliches Gemeindeverzeichnis für das Deutsche Reich, Teil I, Berlin 1939, S. 267.</ref> Nach dem Ersten Weltkrieg wurden zeitweise amerikanische Besatzungstruppen in Koisdorf untergebracht. Die Eingemeindung nach Sinzig erfolgte am 7. Juni 1969.<ref>Vorlage:GemeindeverzeichnisRP/lang</ref>

Politik

Ortsbezirk

Koisdorf ist einer von sechs Ortsbezirken der Stadt Sinzig und umfasst das Gebiet der ehemals selbstständigen Gemeinde. Der Stadtteil wird von einem Ortsbeirat sowie einem Ortsvorsteher politisch vertreten.<ref name="Hauptsatzung">Hauptsatzung der Stadt Sinzig. (PDF) § 4 und 5. 27. Juni 2019, abgerufen am 23. Juli 2020.</ref>

Ortsbeirat

Der Ortsbeirat besteht aus fünf Mitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsvorsteher als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Ortsbeirat:

Wahl SPD CDU Grüne FDP FWG Gesamt
2024 3 1 1 0 5 Sitze<ref>Ortsbeiratswahlen Sinzig: 9. Juni 2024, Koisdorf. Stadt Sinzig, abgerufen am 14. September 2024.</ref>
2019 3 1 1 5 Sitze<ref>Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Ortsbeiratswahl 2019 Koisdorf. Abgerufen am 23. Juli 2020.</ref>
2014 3 1 1 5 Sitze<ref>Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Ortsbeiratswahl 2014 Koisdorf. Abgerufen am 23. Juli 2020.</ref>
2009 1 3 1 5 Sitze<ref>Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Ortsbeiratswahl 2009 Koisdorf. Abgerufen am 23. Juli 2020.</ref>
  • FWG = Freie Wähler – Bürgerliste Sinzig e. V.

Ortsvorsteher

Karl-Heinz Arzdorf (CDU) wurde bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 mit einem Stimmenanteil von 79,47 % für weitere fünf Jahre in seinem Amt als Ortsvorsteher bestätigt.<ref>Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Direktwahlen 2019. Abgerufen am 23. Juli 2020 (siehe Sinzig, verbandsfreie Gemeinde, dritte Ergebniszeile).</ref> Bei der Direktwahl am 9. Juni 2024 setzte er sich mit 50,4 % knapp gegen einen Mitbewerber durch.<ref>Ortsvorsteherwahlen Sinzig: 9. Juni 2024, Ortsteil Koisdorf. Stadt Sinzig, abgerufen am 14. September 2024.</ref>

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Das Wahrzeichen von Koisdorf ist die Filialkirche St. Wendelin mit einem Bleiglasfenster aus dem 13. Jahrhundert, das eine Kreuzigungsgruppe darstellt. Sie steht am neu gestalteten Dorfplatz mit dem Gemeindehaus. 2006 wurde auf dem Dorfplatz ein von Bürgern selbst errichteter Dorfbrunnen eingeweiht. Im Zuge eines Neuausbaus der Ahrentaler Straße im Jahr 2008, wurde die Bäuerin mit Käskömpschen an einer Kreuzung platziert.

Regelmäßige Veranstaltungen

Zu den regelmäßigen Festen in Koisdorf zählen die

  • St. Wendelinus Kirmes
  • Sportfest der Sportfreunde Koisdorf
  • Möhneklaaf des Möhneclubs Koisdorf
  • Karnevalssitzung der Sportfreunde Koisdorf
  • Maiball/Maiumzug des Junggesellenvereins Koisdorf
  • Käskömpchefest der Chorgemeinschaft und der Feuerwehr Koisdorf

Literatur

  • Günter Haffke: Geschichte von Koisdorf. In: Jürgen Haffke, Bernhard Koll (Hrsg.): Sinzig und seine Stadtteile – gestern und heute. Sinzig 1983.

Weblinks

Commons: Koisdorf – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

<references />

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