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Horwagen

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Horwagen
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(57)&title=Horwagen 50° 20′ N, 11° 39′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(57) 50° 20′ 20″ N, 11° 38′ 39″ O
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Höhe: 563 (554–571) m
Einwohner: 57 (25. Mai 1987)<ref name="OV 1987"/>
Postleitzahl: 95138
Vorwahl: 09288
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Horwagen ist ein Gemeindeteil des Marktes Bad Steben im Landkreis Hof (Oberfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Horwagen liegt in der Gemarkung Bobengrün.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 10. Mai 2025.</ref>

Geografie

Das Dorf bildet mit Bobengrün im Nordosten eine geschlossene Siedlung. Im Ort entspringt ein namenloser rechter Zufluss des Bobengrüner Bachs. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Bobengrün zur Staatsstraße 2198 (0,8 km nordöstlich) bzw. nach Ziegelhütte (0,6 km westlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 10. Mai 2025 (Die gemessenen Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>

Marmorbruch in Horwagen

Datei:Marmorbruch Horwagen 1 2011-11-09.JPG
Marmorbruch in Horwagen (2011)

1882 nahm der Marmorsteinbruch Horwagen seinen Betrieb auf. Der Steinbruchbetrieb wurde in den frühen 1990er Jahren eingestellt. Im Juni 2005 verlieh das Bayerische Staatsministerium für Umwelt dem Marmorbruch Horwagen das Gütesiegel „Bayerns schönste Geotope“. Dort war bis Anfang der 1990er Jahre Flaserkalk, bekannt unter dem Handelsnamen Deutsch-Rot, abgebaut worden.

Geschichte

Horwagen gehörte zur Realgemeinde Bobengrün. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Horwagen aus sechs Anwesen (4 Halbhöfe, 2 halbe Gütlein). Die Hochgerichtsbarkeit hatte das bayreuthische Kasten- und Richteramt Lichtenberg. Das bayreuthische Kastenamt Thierbach war Grundherr sämtlicher Anwesen.<ref name="Kö289">M. Körner: Naila, S. 289.</ref>

Von 1797 bis 1810 unterstand Horwagen dem Justiz- und Kammeramt Naila. Infolge des Ersten Gemeindeedikts wurde Horwagen dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Marxgrün<ref name="OV 1820"/> und der zugleich entstandenen Ruralgemeinde Bobengrün zugewiesen. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Horwagen am 1. Mai 1978 nach Bad Steben eingemeindet.<ref>Bad Steben > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 10. Mai 2025.</ref>

Ehemaliges Baudenkmal

  • Haus Nr. 11: Eingeschossiges, verputzt massives Kleinhaus, wohl spätes 18. Jahrhundert, mit Halbwalmdach und verputzten bzw. verschieferten Fachwerkgiebeltrapezen.<ref>K.-L. Lippert: Landkreis Naila, S. 25. Denkmalschutz aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen. Ursprüngliche Hausnummerierung.</ref>

Einwohnerentwicklung

Jahr 1799 1819 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987
Einwohner 38 <templatestyles src="FN/styles.css" /> * 75 58 67 69 61 71 67 52 57
Häuser<ref>Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1799 werden diese als Häuser bezeichnet, von 1871 bis 1987 als Wohngebäude.</ref> 6 10 10 13 11 14 20
Quelle <ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 2, Sp. 773.</ref> <ref name="OV 1820">Vorlage:Ober-Mainkreis 1820</ref> <ref>Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 917, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).</ref> <ref>Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1090, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).</ref> <ref>K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 1038 (Digitalisat).</ref> <ref>K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 1088 (Digitalisat).</ref> <ref>Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 1123 (Digitalisat).

</ref> || <ref>Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 971 (Digitalisat).</ref> || <ref name="OV 1961">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 714 (Digitalisat).</ref> || <ref>Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 155 (Digitalisat).</ref> || <ref name="OV 1987">Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 304 (Digitalisat).</ref>

<templatestyles src="FN/styles.css" />

* 
Ort wird zu Bobengrün gerechnet.

Religion

Horwagen ist evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Walburga (Untersteben) gepfarrt (seit 1910 ist die Lutherkirche (Bad Steben) die Hauptkirche).<ref name="Kö289"/><ref name="OV 1961"/>

Literatur

Weblinks

Commons: Horwagen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten

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