Robert-Havemann-Gesellschaft
Die Robert-Havemann-Gesellschaft e. V. (RHG) wurde am 19. November 1990 als politischer Bildungsverein des Neuen Forums in Berlin gegründet. Zum ersten Beirat gehörten Bärbel Bohley, Katja Havemann und Jens Reich.
Archivarbeit
Im Mai 1992 wurde das Robert-Havemann-Archiv eingerichtet, welches 1994 eröffnet wurde. Neben Robert Havemanns (1910–1982) Nachlass verfügt es über Unterlagen der im Herbst 1989 gegründeten Vereinigungen, Initiativen, Parteien und oppositionellen Gruppen, ergänzt durch private Sammlungen dort Engagierter, und dokumentiert die Bürgerbewegung in der DDR.
Das aus der Umwelt-Bibliothek hervorgegangene Matthias-Domaschk-Archiv, das Dokumente zur Geschichte der Opposition sammelt, ist seit 1994 ebenfalls Bestandteil der Robert-Havemann-Gesellschaft.
Außerdem verfügt die Robert-Havemann-Gesellschaft seit 2003 auch über das Archiv Grauzone mit seiner Sammlung zur ostdeutschen nichtstaatlichen Frauenbewegung.
Mit ihren inzwischen auf insgesamt 700 laufende Meter Schriftgut angewachsenen Beständen bilden die drei Teilarchive das umfangreichste Archiv der DDR-Opposition, darunter auch Samisdat-Materialien.
Sonstige Aktivitäten
In Zusammenarbeit mit der Bundeszentrale für politische Bildung wurde das Multimedia-Bildungsangebot Jugendopposition in der DDR<ref>Jugendopposition in der DDR</ref> erstellt, das 2005 mit dem Grimme Online Award ausgezeichnet wurde<ref>Grimme Online Award geht an www.jugendopposition.de.</ref> und seit 2010 auch auf DVD vorliegt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Information zur DVD Jugendopposition in der DDR ( vom 8. Oktober 2011 im Internet Archive)</ref>
Am 7. Mai 2009 eröffnete die Robert-Havemann-Gesellschaft eine Open-Air-Ausstellung zur Friedlichen Revolution<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Kulturstaatsminister Bernd Neumann zur Eröffnung der Ausstellung der Havemann-Gesellschaft in Berlin ( vom 22. Oktober 2013 im Internet Archive), Rede gehalten am 7. Mai 2009.</ref>, die von einer Internetseite<ref>Friedliche Revolution 1989/1990</ref> begleitet wird. Die Ausstellung wurde mit dem Einheitspreis 2009 gewürdigt<ref>Preisträger Kategorie Kultur – Profil der Einheit.</ref> und war bis zum 3. Oktober 2010 auf dem Alexanderplatz zu sehen.<ref>AUSSTELLUNG VERLÄNGERT: Friedliche Revolution. In: taz.de. 23. Oktober 2009, abgerufen am 7. März 2024.</ref> In diesem Zusammenhang erfolgte auch die Aufstellung von sogenannten Revolutionsstelen an 18 Orten im Osten und Westen Berlins, die eng mit der Friedlichen Revolution verbunden sind.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Friedliche Revolution 1989/90 – Revolutionsstelen in Berlin.] , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 2. September 2011.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
Weblinks
- Literatur von und über Robert-Havemann-Gesellschaft im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Literatur von und über Robert-Havemann-Gesellschaft im SUDOC-Katalog (Verbund französischer Universitätsbibliotheken)
- Angaben zu Robert-Havemann-Gesellschaft in der Datenbank der Bibliothèque nationale de France.
- Robert-Havemann-Gesellschaft
- Bausoldaten-Kongress 2004
- Startseite jugendopposition.de
- Friedliche Revolution 1989/1990
- Havemann-Gesellschaft auf YouTube
Einzelnachweise
<references />