Zum Inhalt springen

Strahlungsenergie

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 13. Januar 2025 um 11:25 Uhr durch imported>Alnilam (Änderungen von 91.50.175.225 (Diskussion) auf die letzte Version von Docosanus zurückgesetzt).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Die Strahlungsenergie ist eine physikalische Größe der Radiometrie. Sie ist die Energie, die von elektromagnetischen Wellen transportiert wird,<ref name="Stoecker_2010" /> beispielsweise von Licht, oder die Energie elektromagnetischer Wellen, die in einem gegebenen Raumbereich und zu einem definierten Zeitpunkt enthalten ist.<ref>Horst Stöcker (Herausgeber), ebenda, S. 734.</ref> Die SI-Einheit der Strahlungsenergie ist das Joule.

Datei:Sonne Strahlungsintensitaet.svg
Strahlungsintensität der Sonne oberhalb und auf der Erdoberfläche

Beschreibung

Betrachtet man elektromagnetische Strahlung als Strom von Photonen, so ist die Strahlungsenergie die in diesem Strom transportierte Energie.

Die Energie eines Photons ist dabei proportional zur Frequenz der elektromagnetischen Welle:

<math>E=h \cdot f</math>

mit der Planck-Konstante <math>h</math> und der Frequenz <math>f</math>.

Im makroskopischen Bereich (sehr viele Photonen) verwendet man für die Strahlungsenergie anstelle von <math>E</math> oft auch die Symbole <math>Q</math> oder <math>Q_\mathrm e</math>. Für monochromatische elektromagnetische Strahlung, zum Beispiel für monochromatisches (einfarbiges) Licht, ergibt sich die Strahlungsenergie als Produkt der Anzahl <math>N</math> der Photonen im Raumbereich und der Energie eines Photons:

<math>Q_\mathrm e \equiv E=N \cdot h \cdot f.</math>

In der Regel besteht elektromagnetische Strahlung jedoch aus Photonen unterschiedlicher Energie. Im Fall des Lichts spricht man dann von polychromatischem (mehrfarbigem) Licht. Zur allgemeinen Beschreibung der Strahlungsenergie muss man daher die spektrale Verteilung berücksichtigen, die angibt, wie viele Photonen <math>\mathrm d N</math> in einem Frequenzbereich von <math>f</math> bis <math>f+\mathrm df</math> sind:

<math>n(f) = \frac{\mathrm{d}N}{\mathrm{d}f}</math>

Für die Strahlungsenergie ergibt sich somit:

<math>Q_\mathrm e \equiv E = h \int_0^{\infty} n(f) \cdot f \ \mathrm{d}f</math>,

Zusammenhang mit anderen Größen

Strahlungsleistung

Betrachtet man die Zeit, in der eine gewisse Strahlungsenergie transportiert wird, ergibt sich die Strahlungsleistung <math>\Phi_\mathrm{e}</math> (auch Strahlungsfluss genannt): <math>\Phi_\mathrm{e} = \frac{\mathrm{d}Q_\mathrm e}{\mathrm{d}t}</math>.

Lichtmenge

In der Photometrie wird zusätzlich die Empfindlichkeit des menschlichen Auges berücksichtigt, die von der Frequenz bzw. Wellenlänge abhängt. Die derart gewichtete Größe ist die Lichtmenge <math>Q_\mathrm{v}</math>. Die Indices e und v stehen dabei für energetisch und visuell.

Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.

Einzelnachweise

<references> <ref name="Stoecker_2010"> Horst Stöcker (Herausgeber): Taschenbuch der Physik: Formeln, Tabellen, Übersichten. 6., korr. Auflage. Deutsch, Frankfurt am Main 2010, ISBN 978-3-8171-1861-8, S. 369 (XXIV, 1079). </ref> </references>