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Kammquecke

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Kammquecke
Datei:Agropyron cristatum (3738644639).jpg

Kammquecke (Agropyron cristatum)

Systematik
Ordnung: Süßgrasartige (Poales)
Familie: Süßgräser (Poaceae)
Unterfamilie: Pooideae
Tribus: Triticeae
Gattung: Kammquecken (Agropyron)
Art: Kammquecke
Wissenschaftlicher Name
Agropyron cristatum
(L.) Gaertn.

Die Kammquecke (Agropyron cristatum) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Kammquecken (Agropyron) in der Familie der Süßgräser (Poaceae).

Beschreibung

Datei:Agropyron cristatum illustration (01).jpg
Illustration
Datei:Agropyron pectiniforme sl15.jpg
Behaarte Laubblattoberseite
Datei:Agropyron pectiniforme sl17.jpg
Ährchen mit Hüll- und Deckspelzen
Datei:Agropyron pectiniforme sl4.jpg
Ähre von Agropyron cristatum subsp. pectinatum (Syn.: Agropyron pectiniforme)
Datei:Agropyron cristatum 1.jpg
Fruchtstand

Erscheinungsbild und Blatt

Die Kammquecke ist eine ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 20 bis 60, zuweilen bis 80 Zentimetern. Die Halme sind kahl oder spärlich behaart.

Die Blattscheiden sind kahl. Die eingerollte oder flache Blattspreiten ist 5 bis 15, manchmal bis zu 20 Zentimeter lang und 0,2 bis 0,9 Zentimeter breit. Sie sind oberseits an der Spitze kahl, achsennah dagegen leicht flaumig behaart.

Generative Merkmale

Der sehr dichte ährige Blütenstand ist bei einer Länge von 2 bis 6 Zentimetern sowie einer Breite von 0,8 bis 2,5 Zentimetern länglich-oval. Die Ährenäste sind mit 1 Millimeter Länge sehr kurz. Die von der Hauptachse weit in großem Winkel abgespreizten Ährchen sind kammförmig zweiteilig angeordnet. Die 6 bis 18 Millimeter breite Ährenachse trägt drei bis elf Blüten. Die einnervigen Hüllspelzen sind lanzettlich oder länglich-elliptisch, behaart oder unbehaart, selten stachelig behaart. Sie sind begrannt. Die Granne ist etwa so lang wie die Hüllspelze. Die obere Hüllspelze ist etwa 2 bis 3 Millimeter und die untere etwa 3 bis 4 Millimeter lang. Die Deckspelzen sind behaart oder kahl, selten stachelig behaart. Sie sind an der Spitze zweispitzig und auf den Kielen bewimpert. Die Granne der Deckspelze erreicht 2 bis 4 Millimeter Länge. Die Staubbeutel (Antheren) sind etwa 4 Millimeter lang.

Die Blüte- und Fruchtzeit liegt zwischen Juni und September.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 28.<ref name="FOC22"/>

Vorkommen

Die Kammquecke ist in gemäßigten Zonen von Asien, in Nordafrika und in weiten Teilen Europas verbreitet, hier jedoch bevorzugt im westlichen und östlichen Mittelmeerraum und bis nach Mitteleuropa reichend. Sie ist in Nordamerika ein Neophyt.<ref name="WCSP" />

Sie wächst bevorzugt auf trockenen Berghängen, in trockenen Wiesen und in Steppen.

Systematik

Die Erstbeschreibung erfolgte 1753 unter dem Namen (Basionym) Bromus cristatus in Sp. Pl.: 78 (1753) durch Carl von Linné. Die Neukombination zu Agropyron cristatum <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) J.Gaertn. wurde 1770 durch Joseph Gärtner in Novi Comment. Acad. Sci. Imp. Petrop. 14(1): 540 (1770) veröffentlicht. Ein Synonym für Agropyron cristatum <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) J.Gaertn. ist Triticum cristatum <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) Schreb.

Es können folgende Unterarten unterschieden werden:<ref name="GRIN"/><ref name="Euro+Med" />

  • Agropyron cristatum subsp. brachyatherum <templatestyles src="Person/styles.css" />(Maire) Dobignard: Sie kommt in Marokko vor.<ref name="Euro+Med" />
  • Agropyron cristatum subsp. brandzae <templatestyles src="Person/styles.css" />(Pantu & Solacolu) Melderis: Sie kommt nur im östlichen Bulgarien und im östlichen Rumänien vor.<ref name="GRIN"/>
  • Agropyron cristatum <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) J.Gaertn. subsp. cristatum: Sie kommt im europäischen und asiatischen Russland vor, in Zentralasien, in China und in der Mongolei.<ref name="GRIN"/>
  • Agropyron cristatum subsp. kazachstanicum <templatestyles src="Person/styles.css" />Tzvelev: Sie kommt in Armenien und in Russland vor.<ref name="Euro+Med" />
  • Agropyron cristatum subsp. pectinatum <templatestyles src="Person/styles.css" />(M.Bieb.) Tzvelev (Agropyron pectiniforme <templatestyles src="Person/styles.css" />J.J.Roem. & J.A.Schult.): Sie kommt in Europa, Asien und in Marokko vor.<ref name="GRIN"/> In Mitteleuropa hat sie Vorkommen in Deutschland, Österreich (Niederösterreich, Burgenland, Steiermark), in der Schweiz im Kanton Wallis und in Norditalien.<ref name="Schmeil und Fitschen2024" />
  • Agropyron cristatum subsp. ponticum <templatestyles src="Person/styles.css" />(Nevski) Tzvelev: Sie kommt nur auf der Krim vor.<ref name="Euro+Med" />
  • Agropyron cristatum subsp. puberulum <templatestyles src="Person/styles.css" />(Steud.) Tzvelev: Sie kommt im Kaukasusraum und in der Türkei vor.<ref name="Euro+Med" />
  • Agropyron cristatum subsp. sabulosum <templatestyles src="Person/styles.css" />Lavrenko: Sie kommt in der Ukraine und im europäischen Russland vor.<ref name="GRIN"/>
  • Agropyron cristatum subsp. sclerophyllum <templatestyles src="Person/styles.css" />Novopokr.: Sie kommt nur in Georgien und auf der Krim vor.<ref name="GRIN"/>
  • Agropyron cristatum subsp. tarbagataicum <templatestyles src="Person/styles.css" />(Plotn.) Tzvelev: Sie kommt in Kasachstan und in Sibirien vor.<ref name="GRIN"/>

Quellen

Einzelnachweise

<references> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="FOC22"> , (textgleich online auf efloras.org).</ref> <ref name="WCSP">Vorlage:WCSP</ref> <ref name="Euro+Med"> B.Valdés, H.Scholz; with contributions from E. von Raab-Straube & G.Parolly (2009+): Poaceae (pro parte majore). Datenblatt Agropyron cristatum In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. </ref> <ref name="Schmeil und Fitschen2024">Michael Koltzenburg: Agropyron. In: Schmeil-Fitschen: Die Flora Deutschlands und angrenzender Länder. 98. Auflage. Verlag Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2024. ISBN 978-3-494-01943-7. S. 266.</ref> </references>

Weblinks

Commons: Kammquecke (Agropyron cristatum) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien