Zum Inhalt springen

Welpe

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 13. April 2026 um 23:59 Uhr durch imported>BurghardRichter (Tabelleneinträge zentriert, Formatierung von Einzelnachweisen).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Vorlage:Hinweisbaustein

Datei:Keeshond Siberian Husky crossbreed puppy.jpg
Ein Mischlingswelpe aus Wolfsspitz und Siberian-Husky. Die Behänge werden sich noch aufrichten.

Als Welpe bezeichnet man einen juvenilen Haushund,<ref>Brockhaus 2004, Welpe (Welf)</ref> aber auch Wolf oder Fuchs, der noch gesäugt wird<ref>Meyers Enzyklopädisches Lexikon. Band 25. Bibliographisches Institut, Mannheim / Wien / Zürich 1979.</ref><ref>Lexikon der Biologie. Band 14. Spektrum Akademischer Verlag (Elsevier), München 2004, ISBN 3-8274-0339-1.</ref> bzw. höchstens zwei bis drei Monate alt ist.<ref>Gerhard K. F. Stinglwagner, Ilse E. Haseder: Das Große Kosmos Jagdlexikon. Franckh-Kosmos, Stuttgart 2010, ISBN 978-3-440-12309-6 (Sonderausgabe).</ref>

Neben den Jungtieren von Hunden werden teilweise auch die des marderartigen Raubwilds als Welpe bezeichnet.<ref>Jagdlexikon. 4. Auflage. BLV Verlagsgesellschaft, München 1987, ISBN 3-405-13469-2.</ref> Darüber hinaus werden darunter auch Neugeborene der Raubtiere allgemein bis zur Entwöhnung verstanden.<ref>Ekkehard Wiesner, Horst Meyer, Günter Steinbach: Welpe. In: Ekkehard Wiesner, Regine Ribbeck (Hrsg.): Lexikon der Veterinärmedizin. 4. Auflage. Enke (Hippokrates), Stuttgart 1999, ISBN 3-7773-1459-5.</ref> Die ursprünglich niederdeutsche Form erscheint seit dem 16. Jahrhundert im Hochdeutschen und hat den lautverschobenen Begriff Welf weitgehend verdrängt.<ref>Deutsches Wörterbuch, begründet von Jacob und Wilhelm Grimm, s. vv. WELP(E), WELF</ref><ref name="DWDS">vgl. auch für Hunde, Füchse u. Wölfe Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache, Stichwort: 'Welpe'</ref>

Haushund

Datei:IMG 8179-640.jpg
Saugende Welpen (Nova Scotia Duck Tolling Retriever)

Sowohl die Zahl der Welpen als auch deren Geburtsgewicht variiert erheblich und ist unter anderem rasseabhängig. Weitgehend einheitlich ist dagegen das Verhältnis aus Gesamtgewicht des Wurfs zum Körpergewicht der Mutter, das bei 11 Prozent (10–15 %) liegt.<ref name="DFP" /> Der größte bekannt gewordene Wurf bestand aus 22 Welpen.<ref name="DFP">Dorit Urd Feddersen-Petersen: Hundepsychologie. Franckh-Kosmos, Stuttgart 2004, ISBN 3-440-09780-3, Wurfgrößen, S. 222.</ref> Beim Haushund wird ein Jungtier über die Säugezeit hinaus bis zu einem Alter von sechs bis neun Monaten als Welpe bezeichnet, spätestens mit dem ersten Verlust seiner Milchzähne beginnt aber die hormonelle Umstellung der Junghundzeit. In dieser Zeit findet auch der erste Fellwechsel vom Welpenfell in das adulte Fell statt.

Datei:Puppiesplaying-tokyoarea-jan7-2020.webm
Ein Chihuahua-Welpe (rechts) und ein Toy-Pudel-Welpe spielen in einer Zoohandlung in Tokio, 2020.

Im ersten Lebensmonat ist die Thermoregulation bei Welpen noch nicht voll entwickelt, weshalb ihre Körpertemperatur deutlich unter der erwachsener Hunde liegt und sie höhere Umgebungstemperaturen benötigen, um nicht auszukühlen.

Körpertemperatur bei Welpen<ref>Peter F. Suter, Barbara Kohn: Praktikum der Hundeklinik. 10. Auflage. 2006, S. 906.</ref>
Alter in Wochen Körpertemperatur in °C optimale Umgebungstemperatur in °C
1 33,3–36,7 32–30
2 36,3–36,9 30–28
3 36,9–37,5 28-26
4 37,5–38,3 26–24

In der so genannten Welpenzeit finden die grundlegenden körperlichen Entwicklungen statt. In dieser Phase kommt es zudem zur charakterlichen Prägung bzw. Sozialisationsphase des Hundes. Es ist daher eine wesentliche Zeit in der Hundeerziehung.

In dem anschließenden Junghundalter entwickelt sich die Geschlechtsreife bei Männchen (Rüden) und Weibchen (Hündinnen). Das heißt, dass die Junghunde während dieser hormonellen Umstellung eine Wesensveränderung durchmachen. Beide Geschlechter werden empfindlicher, unsicherer, ängstlicher und anhänglicher und zeigen oft Fehlreaktionen in ihrem Verhalten, wie Schreckhaftigkeit, Fressunlust oder -gier, Unfolgsamkeit, Unkonzentriertheit, Gereiztheit und Angstbeißen, wenn sie in Bedrängnis kommen.

Literatur

  • Anton Fichtlmeier: Grunderziehung für Welpen. Kosmos, Stuttgart 2005, ISBN 3-440-09988-1.
  • Viviane Theby: Das Kosmos-Welpenbuch. Kosmos, Stuttgart 2004, ISBN 3-440-09725-0 (mit CD Umweltgeräusche zur sanften Gewöhnung).
  • Imke Niewöhner: Auf ins Leben! – Grundschulplan für Welpen. Kynos-Verlag, Mürlenbach 2005, ISBN 3-938071-02-8.

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

Wiktionary: Welpe – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Commons: Welpen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Vorlage:Hinweisbaustein

ru:Собака#Щенок