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Stechampfer

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Stechampfer
Datei:Emex spinosa 02.JPG

Stechampfer (Emex spinosa)

Systematik
Eudikotyledonen
Kerneudikotyledonen
Ordnung: Nelkenartige (Caryophyllales)
Familie: Knöterichgewächse (Polygonaceae)
Unterfamilie: Polygonoideae
Gattung: Stechampfer
Wissenschaftlicher Name
Emex
Neck. ex Campd.

Stechampfer (Emex) ist eine Pflanzengattung in der Familie der Knöterichgewächse (Polygonaceae). Die Gattung enthält nur zwei Arten, beide sind invasive Pflanzen und gefürchtete Unkräuter.

Beschreibung

Erscheinungsbild und Blätter

Stechampfer-Arten sind einjährige krautige Pflanzen, die eine Pfahlwurzel ausbilden. Die Pflanzenteile sind kahl, die Stängel niederliegend bis aufrecht.

Die wechselständig am Stängel angeordneten Laubblätter sind saisongrün und gestielt. Die Ochrea ist häutig bis papierartig und fällt oft ab. Die einfache Blattspreite ist fast spießförmig, dreieckig, eiförmig oder eiförmig-länglich. Der Blattrand ist glatt bis undeutlich gekerbt oder gezähnt, manchmal gewellt.

Datei:Emex spinosa kz3.JPG
Stechampfer (Emex spinosa)
Datei:Emexaustralis.jpg
Diasporen von Emex australis

Blütenstände und Blüten

Die Stechampfer-Arten sind einhäusig getrenntgeschlechtig (monözisch). Sie können ganzjährig blühen. Die traubenähnlichen Blütenstände sind end- oder seitenständig und gestielt.

Die eingeschlechtigen Blüten befinden sich auf getrennten Blütenständen auf einem Exemplar. Die männlichen Blüten sind gestielt, die weiblichen Blüten besitzen keinen oder fast keinen Stiel. Die Blütenhülle besteht aus selten fünf oder meist sechs grünlichen, kelchblattartigen Blütenhüllblättern, die bei den männlichen Blüten frei und bei den weiblichen Blüten an ihrer Basis glockenförmig verwachsen sind, sowie besonders bei den weiblichen Blüten zwei unterschiedliche Formen besitzen. Über einer Ochrea steht ein Bündel aus ein bis acht männlichen Blüten. Die männlichen Blüten enthalten vier bis sechs freie Staubblätter mit gelblichen bis rötlichen, elliptischen bis eiförmigen Staubbeuteln. Über einer Ochrea steht ein Bündel aus ein bis sieben weiblichen Blüten. Die weiblichen Blüten enthalten drei aufrechte Griffel.

Früchte und Samen

Die von der haltbaren, verhärteten und verdornten Blütenhülle umgebenen Achänen sind kahl, braun, dreikantig (nicht dreiflügelig) und glänzend. Die Samen enthalten einen gekrümmten Embryo.

Chromosomensätze

Die Chromosomengrundzahl beträgt x = 10.

Systematik und Verbreitung

Noël Martin Joseph de Necker veröffentlichte 1790 den Gattungsnamen Emex in seinem Werk Elementa botanica<ref name="Necker" /> und gliederte sie aus der Gattung Rumex aus (Ableitung von Emex aus „Ex“ Rumex). Diese Veröffentlichung ist ungültig, da dieses Buch zu den vom ICBN unterdrückten Werken gehört.<ref name="ICBN-Appendix VI" /> Der Name Emex erlangte erst 1819 Gültigkeit durch die Veröffentlichung von Francisco Campderá.<ref name="Campdera" /> Er musste gegen das eigentlich prioritätsberechtigte Synonym Vibo <templatestyles src="Person/styles.css" />Medik. konserviert werden, das schon im Jahr 1789 veröffentlicht worden war.<ref name="ICBN-Appendix III" />

Als einzige Art stellte Campderá Emex spinosa in die Gattung und legte im Gegensatz zum maskulinen Rumex das Geschlecht des Gattungsnamens auf feminin fest.<ref name="Campdera" /> Die manchmal zu findende orthographische Variante „Emex spinosus“ ist aus diesem Grund nicht regelgerecht.<ref name="ICBN-62.3" /> Im Jahr 1838 beschrieb Adolph Steinheil eine zweite Art, Emex australis.<ref name="Steinheil" /> Beide Emex-Arten bilden auch Hybriden, über die erstmals im Jahr 1980 berichtet wurde.<ref name="Putievsky1980" />

Die Gattung Emex gehört zur Tribus Rumiceae in der Unterfamilie Polygonoideae innerhalb der Familie Polygonaceae.<ref name="GRIN" /> Sie enthält nur zwei Arten:

Beide Pflanzenarten haben sich invasiv über den gesamten tropischen, subtropischen und gemäßigten Bereich der Erde ausgebreitet. Sie verdrängen andere Pflanzenarten und verursachen große Schäden in der Landwirtschaft, sodass sie als „landwirtschaftlicher Schädling“ („agricultural pest“) gelten.

Quellen

  • Craig C. Freeman: Emex. In: (Abschnitte Beschreibung und Systematik).
  • Mohammad Qaiser: Flora of Pakistan 205: Polygonaceae. University of Karachi, Department of Botany/Missouri Botanical Press, Karachi/St. Louis 2001, online (Abschnitt Beschreibung).

Einzelnachweise

<references> <ref name="Putievsky1980"> E. Putievsky, P. W. Weiss, D. R. Marshall: Interspecific hybridization between Emex australis and E. spinosa. In: Australian Journal of Botany. Band 28, 1980, S. 323–328 (nicht gesehen). </ref> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. </ref> <ref name="Med-Checklist"> (Eintrag für Emex spinosa) </ref> <ref name="Conspectus"> David Heller, Chaia Clara Heyn: Conspectus Florae Orientalis. An Annotated Catalogue of the Flora of the Middle East. Fascicle 9. Lycopodiaceae – Sarraceniales. The Israel Academy of Sciences and Humanities, Jerusalem 1994, ISBN 965-208-109-4, S. 38. </ref> <ref name="Necker"> Noel Martin Joseph de Necker: Elementa botanica, genera genuina, species naturales omnium vegetabilium detectorum eorumque characteres diagnosticos ac peculiares exhibentia secundum systema omologicum seu naturale, evulgata. Societas Typographica, Neuwied am Rhein 1790, S. 214, Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.. </ref> <ref name="ICBN-62.3"> John McNeill u. a.: International Code of Botanical Nomenclature (Vienna Code) (= Regnum Vegetabile. Band 146). Koeltz Scientific Books, Königstein 2006, ISBN 3-906166-48-1, Artikel 62.3 (online). </ref> <ref name="ICBN-Appendix VI"> John McNeill u. a.: International Code of Botanical Nomenclature (Vienna Code) (= Regnum Vegetabile. Band 146). Koeltz Scientific Books, Königstein 2006, ISBN 3-906166-48-1, Anhang VI, Opera utique oppressa (online). </ref> <ref name="ICBN-Appendix III"> John McNeill u. a.: International Code of Botanical Nomenclature (Vienna Code) (= Regnum Vegetabile. Band 146). Koeltz Scientific Books, Königstein 2006, ISBN 3-906166-48-1, Anhang IIIA, Nomina generica conservanda et rejicienda. (online). </ref> <ref name="Campdera"> Francisco Campderá: Monographie des Rumex, précédée de quelques vues générales sur la famille des polygonées. Treuttel et Würtz, Paris 1819, S. 56, Digitalisathttp://vorlage_digitalisat.test/1%3Dhttp%3A%2F%2Fwww.biodiversitylibrary.org%2Fopenurl%3Fpid%3Dtitle%3A15475%26volume%3D%26issue%3D%26spage%3D56%26date%3D1819~GB%3D~IA%3D~MDZ%3D%0A~SZ%3D~doppelseitig%3D~LT%3D~PUR%3D. </ref> <ref name="Steinheil"> Adolph Steinheil: Matériaux pour servir à la Flore de Barbarie (Quatrième article). In: Annales des Sciences Naturelles; Botanique. sér. 2, Band 9 Nr. 4, S. 193–211, Tafeln 7, 8, (PDF-Datei). </ref> </references>

Weblinks

Commons: Stechampfer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien