Zum Inhalt springen

Twelve Apostles (Australien)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 27. April 2026 um 11:06 Uhr durch imported>Aka (Felsformation: Tippfehler entfernt).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Twelve Apostles
Datei:Princetown (AU), Port Campbell National Park, Twelve Apostles -- 2019 -- 0930.jpg
Twelve Apostles im Oktober 2019
Twelve Apostles im Oktober 2019
Gewässer Indischer Ozean
Geographische Lage 38° 38′ S, 143° 3′ OKoordinaten: 38° 38′ S, 143° 3′ O
 {{#coordinates:−38,640555555556|143,04944444444|primary
dim= globe= name=Twelve Apostles region=AU-VIC type=isle
  }} 
Anzahl der Inseln 8
Hauptinsel Piglet 1
Gesamte Landfläche 0,5 ha
Einwohner unbewohnt

Die Twelve Apostles ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) sind bis zu 70 Meter hohe, im Meer stehende Felsen aus Kalkstein. Sie liegen zwischen Princetown und Port Campbell im Coastal Ward des Verwaltungsbezirks Corangamite Shire im australischen Bundesstaat Victoria im Port-Campbell-Nationalpark. Sie sollen nach Uluṟu (Ayers Rock) die meistfotografierte Touristenattraktion Australiens sein. Sonnenauf- und -untergang lassen die Felsen in der Brandung leuchten. Sie bilden einen der Höhepunkte an der Great Ocean Road, einer spektakulären Küstenstraße im Südosten Australiens, und des parallel verlaufenden Pfad Great Ocean Walk.

Name

Die Twelve Apostles wurden früher The Sow and Pigs (deutsch: Die Sau und Schweine; Pigs wurden häufig durch Piglets, d. h. Schweinchen ersetzt) beziehungsweise Muttonbird Island genannt, wie dies auf einer Karte vermerkt ist, die Charles La Trobe im März 1864 auf seiner Entdeckungsreise nach Cape Otway benutzte. Muttonbird Island liegt allerdings vor der Loch Ard Gorge. Es wird angenommen, dass der heutige Name Zwölf Apostel in den 1950er Jahren aufkam, obwohl es schon damals keine zwölf, sondern nur neun Felsensäulen gab.<ref>Eric Bird: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />The Australian National Placename Survey (ANPS) – Place Names on the Coast of Victoria (Memento vom 4. März 2011 auf WebCite) – 12. Oktober 2006, anps.org.au, englisch (PDF; 157 kB) </ref>

Felsformation

Die Kalksteinformationen bestehen aus von unten nach oben jünger werdenden Schichten aus dem sogenannten Port-Campbell-Kalkstein, die auf einem Untergrund aus 14 bis 15 Millionen Jahre alten Gellibrand-Mergel stehen. Mithilfe von Foraminiferen konnte das Alter der Twelve Apostels auf etwa 14 bis zu 8,6 Millionen Jahre der jüngsten Ablagerungsschichten eingegrenzt werden. Auf den Pfeilern liegt oben zudem noch eine neuere Schicht aus sogenanntem Hesse-Ton.<ref name="DNN26">Barbara Barkhausen: Jünger als gedacht: Wie Australiens „Zwölf Apostel“ wirklich entstanden. In: DNN. 27. April 2026, abgerufen am 27. April 2026.</ref>

Als Australien nach der Trennung von der Antarktis nach Norden driftete, erhob sich das Kalksteinpaket durch die geodynamischen Prozesse der Plattentektonik ungleichmäßig aus dem Meer, die Neigung der Schichten sowie Verwerfungen durch urzeitliche Erdbeben sind mit bloßem Auge erkennbar. Nachdem vor rund 20.000 Jahren auf dem Höhepunkt der letzten Kaltzeit die Küste rund 70 Kilometer entfernt lag, stieg seither der Meeresspiegel um etwa 125 Meter an.<ref name="DNN26" />

Die pfeilerartigen Gebilde unterschiedlicher Höhe und Durchmesser entstanden daraufhin durch die erosive Kraft des Meeres. Jährlich weicht die Steilküste der Port-Campbell-Klippen um rund zwei Zentimeter weiter zurück. Widerstandsfähigere Partien bildeten zunächst Halbinseln, die später nur noch mittels natürlicher Brücken Verbindung zum Festland hielten. Wie 1990 beim sogenannten London Arch brachen diese Konstruktionen im Laufe der Zeit zusammen, und auch die Felstürme der Zwölf Apostel sind geologisch gesehen nur eine Erscheinung von kurzer Dauer. Die karbonatische Grundsubstanz aus der Heytesbury-Gruppe wurde im tertiären Miozän im Otway-Becken nach einem Meeresspiegelanstieg abgelagert.

Trotz ihres Namens bestand die Formation nur aus neun Felsen. Nachdem am 3. Juli 2005 ein 50 m hoher Felsen (vergleiche die beiden Bilder von 2002 und 2012) aufgrund des natürlichen Erosionsprozesses an der Basis des Felsens in sich zusammenstürzte, waren es nur noch acht Felssäulen. Im September 2009 stürzte ein weiterer Felsen ein, von dem ursprünglich angenommen wurde, dass er zu den Aposteln gehörte.<ref>Australisches Wahrzeichen schwindet: „Zwölf Apostel“-Fels stürzt ein, n-tv.de am 26. September 2009</ref> Es stellte sich jedoch heraus, dass der eingestürzte Felsen einer Schwesterformation angehörte.<ref>brisbanetimes.com.au: Thomas Hunter: Sister, not apostle, crumbles into sea Thomas Hunter, vom 28. September 2009, abgerufen am 26. Februar 2012</ref>

Die Zwölf Apostel sind Teil einer Reihe von Felsformationen entlang dieses Küstenabschnittes. Weitere Sehenswürdigkeiten in der Umgebung sind Pudding Basin Rock, Loch Ard Gorge, London Arch, The Razorback, das unbewohnte Muttonbird Island, Thunder Cave, The Blowhole, Elephant Rock, Gibson steps, Bay of Islands, Bay of Martyrs, Bakers Oven und The Grotto.

Das Meeresgebiet, in dem die Zwölf Apostel liegen, ist durch den Twelve-Apostles-Meeresnationalpark geschützt.

Weblinks

Commons: Twelve apostles (geography) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />