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Scout (Schulranzen)

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Datei:Scout Schulranzen.jpg
Schulranzen von Scout
Datei:Scout Schoolbags.jpg
Sammlung von Scout-Schulranzen im Schulmuseum Bergisch Gladbach – Sammlung Cüppers

Scout ist eine geschützte Marke der Simba-Dickie-Group in Fürth, die ursprünglich der Firma Alfred Sternjakob GmbH & Co. KG gehörte. Unter der Marke Scout wurden bis heute über zehn Millionen Schulranzen hergestellt.<ref>Scout: Die Marke. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 18. September 2016; abgerufen am 9. März 2020.</ref>

Geschichte

Der Scout wurde 1975 eingeführt. Er geht auf eine Erfindung des Österreichers Georg Essl III. zurück.<ref>Georg Essl: Über die Gier. Georg Essl Rohstoffe GmbH, Hermagor 2005, ISBN 3-200-00419-3, S. 23 f.</ref> Er unterschied sich von den damals verbreiteten Lederschulranzen vor allem durch das geringere Eigengewicht durch den Einsatz von Textilgewebe und durch die Verwendung von fluoreszierendem orangefarbenem Gewebe und Schlössern mit „Katzenaugen“, wodurch die Schüler im morgendlichen Straßenverkehr besser sichtbar und weniger unfallgefährdet waren.

Schon in den 1980er-Jahren gab es unter Schulkindern ein klares Markenbewusstsein für „ihre“ jeweiligen Schulranzen-Favoriten.<ref>Linus Volkmann: Scout vs. Amigo - Volle Rückendeckung. In: Der Spiegel. 22. September 2008, abgerufen am 17. Februar 2024.</ref>

1990 wurde das Unternehmen Alfred Sternjakob von der Steinmann-Gruppe in Nürnberg übernommen. 2017 gab diese die deutsche Produktion in Frankenthal auf.<ref>Keine Scout-Ranzen mehr aus Frankenthal. In: Rhein-Neckar-Zeitung. 6. April 2017, abgerufen am 1. Januar 2022.</ref> Die Produktentwicklung findet weiterhin im Inland statt. Im Januar 2024 wurde die Marke, zusammen mit den Marken DerDieDas und 4You durch die Simba-Dickie-Group übernommen<ref>Schulranzen von Scout und Co.: Simba übernimmt Traditionsmarken. In: br.de. 26. Januar 2024, abgerufen am 26. Januar 2024.</ref>.

Stiftung Warentest

Die Modelle der Scout-Kollektion werden immer wieder von der Stiftung Warentest getestet. Ergebnisse des Schulranzen-Tests von Heft 3/2013:

  • Scout Buddy Basic: Gesamtnote Gut (2,3)
  • Scout Nano Basic: Gesamtnote Gut (2,4)
  • Scout Mega Basic: Gesamtnote Gut (2,4)
  • Scout Buddy Style-Set: Gesamtnote Mangelhaft (5,5)
  • Scout Mega Style-Set: Gesamtnote Mangelhaft (5,5)
  • Scout Nano Style-Set: Gesamtnote Mangelhaft (5,5)

Bei den mangelhaften Modellen kritisierte die Stiftung Warentest die mangelnde Sicherheit, da bei diesen Modellen auf fluoreszierende Leuchtflächen verzichtet wurde. Im Test waren insgesamt 18 Schulranzen.<ref>Schulranzen-Test der Stiftung Warentest In: test 3/2013, S. 70–76 und test.de vom 21. Februar 2013</ref>

Kollektionen

Der Hersteller bietet unter dem Markennamen Scout mehrere Kollektionen an.<ref>Scout Online-Shop. In: scout-schulranzen.de. Abgerufen am 17. Februar 2024.</ref>

Bei der Schulranzenserie Scout „Non-DIN“ wurde aus optischen Gründen auf fluoreszierend orangefarbene Warnflächen und damit auf die sicherheitsrelevanten Vorgaben der DIN 58124 verzichtet.<ref>Sicherheit. In: scout-schulranzen.de. Abgerufen am 10. März 2020.</ref>

Zu allen Designs und Serien sind passende Schulbedarfsartikel wie Sporttaschen und Portemonnaies erhältlich. Die Herstellung von Scout-Kinderuhren findet durch einen Lizenznehmer statt.

Kampagne

Zum Schulanfang 2021 startete Scout zusammen mit Ströer eine bundesweite Kampagne zum Thema „Sicherheit auf dem Schulweg“ und wollte damit das Bewusstsein und die Sicherheit für Kinder auf ihrem Weg in die Schule erhöhen. Die Out-of-Home-Kampagne warb mit der Lichtreflexion der Scout-Schulranzen, die für Schulkinder im Straßenverkehr einen klaren Sicherheitsvorteil darstellten.<ref>Scout: Sicherheit durch Sichtbarkeit. In: Steinmann Gruppe Presse. 5. August 2021, abgerufen am 30. August 2021.</ref>

Rechtsstreit

2009 versuchte der Hersteller erfolglos, einem Berliner Händler den günstigen gewerblichen Vertrieb von Scout-Artikeln über Online-Auktionshäuser wie Ebay zu untersagen, um das hochpreisige Niveau seiner Marke zu schützen.<ref>LG Berlin, Urteil vom 21.4.2009 - 16 O 729/07 Kart. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 19. Oktober 2013; abgerufen am 1. Januar 2014.</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

<references />