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Amer Sports

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Amer Sports Oyj

colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Amer Sports Logo.svg
Rechtsform Aktiengesellschaft
Gründung 1950
Sitz Helsinki, FinnlandDatei:Flag of Finland icon.svg Finnland
Leitung Jie „James“ Zheng (CEO), Michael Hauge Sorensen (COO), Jussi Siitonen (CFO)
Mitarbeiterzahl 10.241 (31. Dez. 2022)<ref name="Kennzahlen">Amer Sports Sustainability Report 2022. Amer Sports, Mai 2023, hier S. 7 (Umsatz) und S. 31 f. (Mitarbeiter), abgerufen am 19. Januar 2024 (PDF).</ref>
Umsatz 3,4 Mrd. Euro (2022)<ref name="Kennzahlen" />
Branche Konsumgüter
Website www.amersports.com
Stand: 31. Dezember 2022

Amer Sports Oyj ist ein international tätiger finnischer Sportausrüstungshersteller mit Sitz in Helsinki. Das 1950 gegründete Unternehmen entwickelte sich von der Tabakindustrie über einen Mischkonzern hin zum internationalen Sportausrüstungshersteller. Es führt Sportartikelmarken wie Arc’teryx, Atomic, Salomon und Wilson. Seit 2019 gehört das Unternehmen einem internationalen Konsortium unter Führung des chinesischen Konzerns Anta Sports.

Geschichte

Das Unternehmen wurde 1950 von vier Studenten als Tabakhandel unter der Firma Amer-Tupakka Oy (International als Amer Tobacco auftretend) gegründet. 1961 erwarb es die Exklusivrechte für Finnland von Philip Morris International zur Herstellung und zum Vertrieb von deren Zigarettenmarken, darunter Marlboro. In den 1960er-Jahren erweiterte das Unternehmen sich mit Erwerb von drei Schiffen zur Reederei. In den 1970er-Jahren kaufte es unter anderem verschiedene finnische Medienunternehmen wie Weilin+Göös und den Papierhersteller Hyppölä. 1973 firmierte das zu einem Mischkonzern gewachsene Unternehmen um in Amer-Yhtyma Oy (international als Amer Group Ltd. auftretend).<ref>Amer Group plc. In: Tina Grant (Hrsg.): International Directory of Company Histories. Band 41. St. James Press, Detroit 2001, ISBN 978-1-558624467, S. 14 ff.</ref> 1974 wurde der finnische Sportartikelhersteller Koho-Tuote übernommen. 1977 erfolgte der Gang an die Börse Helsinki. In den 1980er-Jahren erwarb es u. a. den Fahrzeughersteller Korpivaara und hierdurch die Vertriebsrechte von Citroën und Toyota in Finnland.

1986 fokussierte die Amer-Gruppe ihren Schwerpunkt auf Sportausrüstung. Das Unternehmen erwarb einen bedeutenden Anteil an dem Golfausrüster MacGregor von Jack Nicklaus, veräußerte jedoch den 1974 erworbenen Hockeyausrüster Koho-Tuote. 1989 erwarb die Amer-Gruppe das US-amerikanische Unternehmen Wilson Sporting Goods aus Chicago, einem führenden Ausrüster im Golf- und Tennissport, 1994 den österreichischen Skiausrüster Atomic und 1999 den finnischen Messgerätehersteller Suunto. 2000 wurde das Baseball- und Softballausrüsterunternehmen DeMarini erworben.

2004 verkaufte es die 1961 erworbenen Rechte zurück an Philip Morris und stellte das Tabakgeschäft in Gänze ein.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Amer Group reaches agreement with Philip Morris regarding Amer's tobacco business (Memento vom 11. März 2007 im Internet Archive) Verkauf der Vermarktungsrechte an Philip Morris. Abgerufen am 16. Oktober 2015.</ref> Im selben Jahr (2004) erfolgte die Umbenennung in Amer Sports. 2005 wurde durch Amer Sports der Kauf des Sportausrüsters Salomon von Adidas vollzogen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />adidas-Salomon to sell Salomon to Amer Sports Corporation (Memento vom 17. Januar 2006 im Internet Archive) Verkauf von Salomon an Amer Sports. Abgerufen am 16. Oktober 2015.</ref>

Im März 2019 wurde Amer Sports, nachdem im Dezember 2018 ein Übernahmeangebot für sämtliche Aktien (zuvor rd. 86 % Streubesitz) veröffentlicht wurde, nach Überschreitung des erforderlichen Quorums von mindestens 90 % der stimmberechtigten Anteile von einem internationalen Käuferkonsortium unter Führung des chinesischen Sportausrüstungshersteller Anta Sports übernommen.<ref>Atomic bekommt chinesische Eigentümer. 8. März 2019, abgerufen am 17. Mai 2021.</ref> Zu dem Konsortium gehören neben der Anta Sports Products Limited die chinesische Private-Equity-Gesellschaft Fountainvest Partners, die dem Gründer der kanadischen Sporteinzelhandelskette Lululemon Athletica (Chip Wilson) gehörende Beteiligungsgesellschaft Anamered Investments Inc. und das chinesische Internetunternehmen Tencent Holdings Limited. Im August 2019 wurde aufgrund des Antrags der neuen Mehrheitseigentümer das Delisting an der Börse Helsinki vollzogen.<ref>Jo Beckendorff: Amer Sports Corporation verabschiedet sich von der Börse. In: Radmarkt, 16. August 2019, abgerufen am 19. Januar 2024.</ref>

2019 veräußerte Amer Sports den französischen Fahrradzubehörhersteller Mavic an die US-Investmentgesellschaft Regent LP.<ref name=":0">Mavic receivership raises questions over owner. In: .bike-eu.com. 8. Mai 2020, abgerufen am 24. Juli 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die Beteiligung am Fitnessgerätehersteller Precor verkaufte Amer Sports im Jahr 2021 an den US-Fitnessgerätehersteller Peloton Interactive.<ref name=":1">Peloton schließt Precor-Übernahme ab. In: Fitness Management, 12. April 2021, abgerufen am 19. Januar 2024.</ref> 2022 verkaufte Amer Sports den Messgerätehersteller Suunto an den chinesischen Wearables-Hersteller Liesheng.<ref name=":2">Amer Sports completes Suunto transaction. Amer Sports, Pressemitteilung, 6. Mai 2022, abgerufen am 19. Januar 2024 (englisch).</ref>

Anfang Januar 2024 wurden konkrete Pläne für einen Börsengang der Amer Sports, Inc. an der New York Stock Exchange unter dem Kürzel AS öffentlich bekannt.<ref>Jan Schroder: Amer Sports leitet Börsengang ein. In: Fashion United, 5. Januar 2024, abgerufen am 19. Januar 2024.</ref><ref>Amer Sports, Inc. (AS). In: NASDAQ.com, abgerufen am 19. Januar 2024 (englisch).</ref> Im April 2024 verkaufte Amer Sports den Fahrradkomponentenhersteller ENVE Composites an PV3, eine amerikanische Investmentfirma aus Utah.<ref name=":3">Amer Sports Sells ENVE to Utah-Based Private Investment Firm. 30. April 2024, abgerufen am 7. Mai 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Sportartikelmarken

Das Unternehmen tritt global mit 10 Marken auf (Stand Mai 2024): Arc’teryx, Armada, ATEC, Atomic, DeMarini, Evoshield, Louisville Slugger, Peak Performance, Salomon und Wilson.<ref>Website von Amer Sports, hier Our Brands und Quick Facts, abgerufen am 19. Januar 2024 (englisch).</ref>

Peak Performance

Peak Performance ist eine schwedische Outdoor-Marke mit einer Zentrale in Stockholm.<ref>Amer Sports, abgerufen am 25. März 2019</ref> Die 1986 gegründete Marke gehörte bis 2018 zum dänischen Bekleidungskonzern IC Group A/S.<ref>Amer Sports kauft für 255 Mio. € Peak Performance, ISPO.com, 2. Mai 2018</ref>

Arc’teryx

Arc’teryx ist ein kanadisches Textilunternehmen mit Sitz in Vancouver. Das 1990 gegründete Unternehmen war bis 2002 eigenständig und wurde am 15. Januar 2002 zu 100 % von Adidas-Salomon zu einem Betrag von 18 Mio. € übernommen.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.adidas-group.comAdidas-Salomon, Geschäftsbericht 2001 (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im März 2018. Suche im Internet Archive ) (PDF; 3,1 MB), S. 96, abgerufen am 5. Oktober 2012</ref> Adidas verkaufte Ende 2005 Salomon an Amer Sports, und damit auch Arc’teryx. Unter der Marke werden Outdoor-Bekleidung, Rucksäcke, Kletterausrüstung und Schutztextilien angeboten. Arc’teryx produziert vorwiegend in China.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Is Arc'teryx's Brand Identity Eroding as Some of its Production Goes to China and Other Countries? (Memento vom 25. Oktober 2016 im Internet Archive)</ref>

Ehemalige Marken von Amer Sports

Verkaufsjahr Marke Branche Käufer
2019 Mavic Radsport Regent L<ref name=":0" />
2021 Precor Fitnessgeräte Peloton Interactive<ref name=":1" />
2022 Suunto Wearables Liesheng<ref name=":2" />
2024 ENVE Composites Radsport PV3<ref name=":3" />

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

<references />