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Boris Rhein

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Boris Rhein (2019)

Boris Rhein (* 2. Januar 1972 in Frankfurt am Main) ist ein deutscher Politiker (CDU). Er ist seit dem 31. Mai 2022 Hessischer Ministerpräsident und seit dem 2. Juli 2022 Vorsitzender der CDU Hessen.

Zuvor war er vom 31. August 2010 bis zum 18. Januar 2014 Hessischer Minister des Innern und für Sport und bis unmittelbar davor ab dem 5. Februar 2009 als Staatssekretär im gleichen Ministerium, bis zum 18. Januar 2019 Hessischer Minister für Wissenschaft und Kunst und anschließend bis zu seiner Wahl zum hessischen Ministerpräsidenten am 31. Mai 2022 Präsident des Hessischen Landtages. Außerdem war er Spitzenkandidat der CDU bei der Landtagswahl in Hessen 2023.

Leben

Ausbildung und Beruf

Rhein wurde als Sohn des Pädagogen, Hochschullehrers, SPD-Politikers (Siegkreis) und ab 1968 Frankfurter Schuldezernenten Peter Rhein (1933–2018)<ref>Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 1001.</ref> geboren, der 1987 zur CDU wechselte.<ref>Claus-Jürgen Göpfert: Spektakulärer Seitenwechsel. In: Frankfurter Rundschau vom 18. Dezember 2018, abgerufen am 26. Februar 2022.</ref> Nach dem Abitur am humanistischen Lessing-Gymnasium in Frankfurt im Jahr 1991 studierte er Rechtswissenschaft an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main. Er schloss dieses Studium im Jahr 1997 mit dem Ersten Staatsexamen ab.

Nach dem Ableisten des Zivildienstes als Betreuer in einem Wohnheim für Schwerbehinderte (Praunheimer Werkstätten, 1997–1998) folgte im Jahr 2000 das zweite Staatsexamen. Von 2000 bis zu seiner Berufung zum Minister war Rhein als Rechtsanwalt tätig.

Von 2006 bis 2007 war er hauptamtlicher Dezernent für das Feuerwehrwesen, Personal, Recht, Stadtpolizei und Ordnung der Stadt Frankfurt am Main, seit 1. November 2007 Stadtrat und Dezernent für Recht, Wirtschaft und Personal (siehe auch: Politik in Frankfurt am Main).

Parteilaufbahn

Rhein war seit 1990 in der Jungen Union aktiv. Er war von 1996 bis 2002 Kreisvorsitzender der JU Frankfurt und Mitglied des Landesvorstandes, mit der Vollendung des 35. Lebensjahres endete altersbedingt seine Mitgliedschaft. Während dieser Zeit sorgte eine Aussage Rheins für Kritik, das Vorstandsmitglied Michel Friedman sei eine „Belastung für die Frankfurter CDU“, da sich Friedman zuvor kritisch zum rechten Parteiflügel geäußert hatte. Rhein forderte ihn zudem indirekt zum Parteiaustritt und zum Verlassen der Stadt Frankfurt auf.<ref name=":0">Christoph Mestmacher: Verbale Stahlgewitter. In: Der Spiegel. 3. September 2000, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 19. Februar 2023]).</ref><ref name=":1" /> SPD und Grüne missbilligten die Aussage als „skandalöse Entgleisung“.<ref name=":0" /><ref>Landtag verurteilt Junge Union als antisemitisch. Frankfurter Neue Presse, Frankfurt 10. Oktober 1996.</ref><ref>JU-Vorsitzender: Friedmann ist Belastung fuer Frankfurter CDU. Streit um Plazierung von Auslaendern auf Wahlliste eskaliert. Tagesspiegel, 11. Oktober 1996.</ref><ref>Junge Union möchte Friedman loswerden. Stuttgarter Zeitung, 11. Oktober 1996.</ref> Alice Brauner bewertete die Vorgänge dahingehend, dass Rhein Friedman aus der Partei ausgeschlossen haben wollte, da er „nicht in eine Partei passe, in der als erster Buchstabe ein C für christlich steht“.<ref name=":1">Alice Brauner-Orthen: Die Neue Rechte in Deutschland. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2001, ISBN 978-3-8100-3078-8, S. 175 f., doi:10.1007/978-3-322-93237-2.</ref> Friedman entstammt einer Familie polnischer Holocaust-Überlebender.

Rhein ist Mitglied der CDU, dort ist er seit 2006 Mitglied im Kreisvorstand Frankfurt, von 2008 bis 2012 war er Vorsitzender des CDU-Kreisverbandes Frankfurt am Main. Rhein ist Mitglied der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) der CDU und war deren Kreisvorsitzender, in Frankfurt. Bis heute ist er Mitglied des Kreisvorstandes.<ref>Kreisvorstand. Abgerufen am 16. April 2020.</ref>

Anfang Juli 2022 wurde er zum Landesvorsitzenden der CDU Hessen gewählt.

Abgeordnetentätigkeit

Von 1999 bis 2006 war Rhein erstmals Mitglied des Hessischen Landtages. Er wurde im Wahlkreis Frankfurt am Main III gewählt. Er war Mitglied des Innenausschusses, des Rechtsausschusses, des Verfassungsausschusses, der G10-Kommission (Telefonüberwachung), der G13 Kommission (Wohnraumüberwachung) und des Richterwahlausschusses des Landtages. 2003 bis 2006 war er Vorsitzender des Rechtsausschusses.

Nach der Landtagswahl in Hessen 2013 kehrte er am 18. Januar 2014 – nun für den Wahlkreis Frankfurt am Main VI – in das hessische Landesparlament zurück. 2018 und 2023 errang er erneut das Direktmandat im Wahlkreis. Bei der konstituierenden Sitzung nach der Landtagswahl in Hessen 2018 am 18. Januar 2019 wurde er einstimmig zum neuen hessischen Landtagspräsidenten gewählt. Dieses Amt hatte er bis zu seiner Wahl zum Ministerpräsidenten im Mai 2022 inne.

Öffentliche Ämter

Nach der vorgezogenen Landtagswahl in Hessen 2009 wurde Rhein am 5. Februar 2009 zum Staatssekretär im von Volker Bouffier geführten Hessischen Ministerium des Inneren und für Sport ernannt (Kabinett Koch III). Als dieser am 31. August 2010 Roland Kochs Nachfolge als hessischer Ministerpräsident antrat, stieg Rhein selbst zum Innenminister im Kabinett Bouffier I auf. Im Jahr 2011 war Rhein Vorsitzender der Innenministerkonferenz.

Datei:2019-01-18 Konstituierende Sitzung Hessischer Landtag Rhein 3782.jpg
Boris Rhein als hessischer Landtagspräsident (2019)

Am 18. Januar 2014 wurde er im neuen Kabinett Bouffier II zum hessischen Minister für Wissenschaft und Kunst ernannt. Am 18. Januar 2019 schied er aus der Landesregierung aus und wurde zum hessischen Landtagspräsident gewählt.

Nachdem Volker Bouffier im Februar 2022 seinen Rücktritt als Ministerpräsident zum 31. Mai angekündigt hatte, wurde Rhein von der CDU Hessen als dessen Nachfolger vorgeschlagen.<ref>Bouffier tritt Ende Mai als Ministerpräsident von Hessen ab, Bayerischer Rundfunk</ref> Der Hessische Landtag wählte Rhein am 31. Mai 2022 mit 74 von 137 Stimmen zum Ministerpräsidenten.<ref>hessenschau de, Frankfurt Germany: Rhein zum neuen Ministerpräsidenten Hessens gewählt. 31. Mai 2022, abgerufen am 31. Mai 2022.</ref> Er bildete das Kabinett Rhein I. Im Amt des Landtagspräsidenten folgte ihm Astrid Wallmann nach.

Vom 1. Oktober 2023 bis zum 30. September 2024 war er turnusgemäß Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK).

Bei der Landtagswahl in Hessen am 8. Oktober 2023 wurde die CDU stärkste Partei (34,6 %), die AfD zweitstärkste (18,4 %), die SPD drittstärkste (15,1 %). Die Grünen erhielten 14,8 %. Am 10. November 2023 teilte die CDU Hessen mit, ihr Regierungsbündnis mit den Grünen zu beenden und mit der bislang oppositionellen SPD eine Koalition anzustreben.<ref>dpa: Hessische SPD-Gremien stimmen Koalitionsverhandlungen mit CDU zu</ref><ref>erschienen in den Printausgabe der FAZ vom 11. November 2023; online auf faz.net: Renaissance der Realpolitik</ref> Am 18. Januar 2024 wurde Rhein vom Landtag als Ministerpräsident wiedergewählt und bildete das Kabinett Rhein II.

Auffällige Postenvergaben als Minister

Kurz vor der Landtagswahl 2013 hatte Boris Rhein als Innenminister seinen Sprecher Mark Kohlbecher zum Ministerialrat (Besoldungsgruppe A 16) verbeamtet.<ref>Minister befördern Getreue. 23. Februar 2013, abgerufen am 20. Juli 2023.</ref><ref>Wie Hessens Minister kurz vor der Wahl ihre Mitarbeiter versorgen. 21. Februar 2013, abgerufen am 20. Juli 2023.</ref> Kohlbecher wechselte nach der Landtagswahl 2013 mit Boris Rhein als Ministeriumssprecher ins Ministerium für Wissenschaft und Kunst.

Vor der Landtagswahl 2018 hatte Boris Rhein als Minister für Wissenschaft und Kunst noch der Leiterin seines Ministerbüros Karin Müller die Funktion der Leitung der Zentralabteilung übertragen, verbunden mit der Stellvertretung des Staatssekretärs. Eine zugleich beabsichtigte Beförderung von einem Amt der Besoldungsgruppe B 3 nach B 6 konnte, auch bedingt durch Kritik von Kabinettskollegen, nicht durchgeführt werden.<ref name=":2">Postengeschacher im Ministerium für Wissenschaft und Kunst. 25. Oktober 2018, abgerufen am 20. Juli 2023.</ref><ref>Ordnungsamt Frankfurt: Dienstanfang in Krisenzeiten. 17. Mai 2020, abgerufen am 20. Juli 2023.</ref>

Ebenfalls vor der Landtagswahl 2018 wurde Rheins Parteifreund Ulf Homeyer zum Leiter des Ministerbüros im Ministerium für Wissenschaft und Kunst befördert. Der Versuch, Ulf Homeyer zwei Gehaltsstufen höher einzugruppieren, scheiterte wegen fehlender Qualifikationsnachweise am Verwaltungsgericht Wiesbaden.<ref>Homeyer arbeitet jetzt für einen guten Freund. 21. Januar 2015, abgerufen am 20. Juli 2023.</ref><ref name=":2" /> Nach der Landtagswahl 2018 wechselte Ulf Homeyer jeweils als Büroleiter mit Boris Rhein in die neuen Ämter.

Kandidatur als Oberbürgermeister

Am 1. November 2011 gab die damalige Oberbürgermeisterin Frankfurts, Petra Roth, ihren Rückzug vom Amt bekannt und schlug Rhein als Nachfolger vor. Die vorzeitige Wahl fand am 11. März 2012 statt.<ref>Statistisches Jahrbuch 2012 (PDF; 1,9 MB), abgerufen am 24. Feb. 2020</ref> Boris Rhein führte nach Umfragen vor seinen Konkurrenten Peter Feldmann von der SPD und Rosemarie Heilig von den Grünen<ref name="zeit-2012-03-09">Hellmuth Vensky: OB-Wahl: Schizophrener Wahlkampf in Frankfurt. In: zeit.de. 9. März 2012, abgerufen am 14. Dezember 2014.</ref> und erreichte im ersten Wahlgang mit 39,1 Prozent der Stimmen das beste Ergebnis aller Kandidaten. In der Stichwahl am 25. März 2012 unterlag er klar Feldmann, der 57,4 Prozent der abgegebenen Stimmen erhielt, gegenüber 42,6 Prozent für Rhein. Die Wahlbeteiligung lag bei 35,1 Prozent.<ref name="faz-11696923">Feldmann neuer Rathauschef von Frankfurt. In: FAZ.net. 25. März 2012, abgerufen am 14. Dezember 2014.</ref>

Privates

Rhein ist römisch-katholisch und bezeichnet sich als „praktizierender Katholik“.<ref>Markus Kosian: Boris Rhein: „Ich bin in der Tat praktizierender Katholik und gerne in meiner Gemeinde“. In: Promis Glauben. 4. Februar 2025, abgerufen am 11. August 2025.</ref> Er ist seit 1995 verheiratet und hat zwei Söhne. Seine Frau Tanja Raab-Rhein, die am selben Tag wie ihr Mann geboren ist, arbeitet als Vorsitzende Richterin am Landgericht Frankfurt am Main. Sie leben im Frankfurter Ortsteil Nieder-Eschbach.<ref>Heike Jüngst: Im Gespräch mit… Tanja Raab-Rhein. Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, 16. Juli 2025, abgerufen am 11. August 2025.</ref>

Politische Positionen

Organisierte Kriminalität (Hells Angels)

Nachdem ihm vorgeworfen worden war, in unzulässiger Weise in Kontakt mit den Hells Angels zu stehen, erließ Rhein im September 2011 ein Verbot gegen zwei Hells-Angels-Vereine.<ref>Katharina Iskandar: Ende einer Höllenfahrt. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 1. Oktober 2011 (faz.net – „Vor zwei Wochen, als genug Material zusammengetragen war und eigentlich nur noch die Unterschrift des Innenministers fehlte, wurde er selbst durch ein internes Abhörprotokoll der Polizei in Spekulationen verwickelt, er pflege einen zu engen Kontakt zu der Rockervereinigung.“).</ref> Rhein wies einen Zusammenhang zwischen den Vorwürfen gegen seine Person und dem Verbot der Organisationen zurück.<ref name="faz-11411044">Thomas Holl, Katharina Iskandar, Peter Carstens, Wiesbaden/Frankfurt/Berlin: Hessen verbietet zwei Clubs der „Hells Angels“. In: FAZ.net. 30. September 2011, abgerufen am 14. Dezember 2014.</ref>

Verschärfung des Strafgesetzbuches

Rhein vertrat die Forderung einer weiteren Verschärfung des Strafgesetzbuches (StGB), um Gewalttaten gegen Polizei und andere Amtsträger als Repräsentanten des Staates besonders zu ahnden. Aus seiner Sicht hatte die Verschärfung des § 113 StGB (Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte) 2011 keine ausreichende Wirkung erzielt. Rhein fasste seine Vorstellungen unter dem Stichwort „Schutzparagraf für Schutzleute“ zusammen.<ref>vgl. z. B. Rhein will „Schutzgesetz für die Schutzleute“ op-online.de, 14. Juli 2012 (abgerufen am 17. Juli 2012).</ref>

2017 kam es zu einer erneuten Verschärfung des StGB (u. a. Einführung des § 114: Tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte).

Vorratsdatenspeicherung

Rhein ist ein Befürworter der Vorratsdatenspeicherung. Im Mai 2013 erklärte Rhein in diesem Zusammenhang, bei dem umstrittenen Verfahren gehe es eben nicht nur um Terrorismus, sondern auch um den Kampf gegen Pädophile im Internet. Er schilderte hierbei das Vorgehen von Tätern, die versuchen, in Chats das Vertrauen von Kindern zu erschleichen und sie zu sexuellen Handlungen zu bewegen (Cyber-Grooming), als Beispiel.<ref>Hessischer Minister für Vorratsdatenspeicherung im Kampf gegen Pädophile. heise.de vom 17. Mai 2013, abgerufen am 17. Mai 2013.</ref> Rhein erklärte in diesem Zusammenhang, die Ermittler dürften die zurückliegende Kommunikation dieser „hochgefährlichen Art von Tätern“ nicht verwenden, und vertrat die Auffassung „Eine Mindestspeicherfrist brauchen wir dringend.“<ref name="faz-12186288">Rhein will Datenspeicherung. In: FAZ.net. 17. Mai 2013, abgerufen am 14. Dezember 2014.</ref>
Konkrete Zahlen, die eine nachweisbare Effektivität von Vorratsdatenspeicherung bei Verbrechensbekämpfung belegen würden, nannte er nicht. Rhein erklärte, er werde in der Innenministerkonferenz Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) „den Rücken stärken“, um die Speicherung gegen Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) durchzusetzen.<ref>Hessischer Minister für Vorratsdatenspeicherung im Kampf gegen Pädophile. heise.de. 17. Mai 2013, abgerufen am 17. Mai 2013.</ref>

Islamistischer Radikalismus

Mitte Mai 2013 forderte Rhein, dass islamistische Hassprediger in Zukunft abgeschoben werden können. Er erklärte: „Wer in Deutschland zur Gewalt aufruft, den können wir nicht dulden.“ Rhein forderte, dass auch derjenige das Land verlassen müsse, der bei religiöser Zielsetzung zur Gewalt aufrufe oder damit drohe. Bisher sei im Aufenthaltsgesetz nur von „politischen Zielen“ die Rede. In diesem Zusammenhang verwies Rhein auf islamistische Kämpfer, die aus Krisengebieten wie Syrien nach Deutschland zurückkehren.<ref>Hessen will radikale Islamisten einfacher ausweisen lassen. kreis-anzeiger.de vom 15. Mai 2013@1@2Vorlage:Toter Link/www.kreis-anzeiger.de (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im August 2019. Suche im Internet Archive ), abgerufen am 18. Mai 2013.</ref>

Waffenlieferungen an Israel

Rhein exponiert sich auch zu brisanten außenpolitischen Fragen. So kritisierte er als erster ranghoher CDU-Politiker im Sommer 2025 öffentlich die Entscheidung von Bundeskanzler Merz (CDU), deutsche Waffenlieferungen an Israel einzuschränken und dem Land keine Waffen mehr zu liefern, die im Gazastreifen eingesetzt werden können. Die Kanzlerentscheidung war eine Reaktion auf den Beschluss des israelischen Sicherheitskabinetts, den Gazastreifen entgegen dem auch von Deutschland unterstützten Wunsch nach einem Waffenstillstand vollständig zu besetzen und den Gazakrieg militärisch weiterzuführen. Rhein betonte ganz im Sinne der israelischen Führung, die Terrororganisation Hamas sei „nur im Kampf und nicht am Konferenztisch“ zu besiegen.<ref>Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) stellt sich öffentlich gegen Kanzler Merz. In: Osthessen News. 11. August 2025, abgerufen am 11. August 2025.</ref> Damit stellte er sich sowohl gegen die innerisraelische Kritik unter anderem seitens der Armeeführung am Kurs des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu als auch gegen die breiten internationalen Forderungen nach einem sofortigen Waffenstillstand im Gazastreifen, um die israelischen Geiseln freizubekommen und die humanitäre Versorgung der Bevölkerung zu verbessern.

Ehrungen und Auszeichnungen

Literatur

Weblinks

Commons: Boris Rhein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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Karl Geiler | Christian Stock | Georg-August Zinn | Albert Osswald | Holger Börner | Walter Wallmann | Hans Eichel | Roland Koch | Volker Bouffier | Boris Rhein Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.

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Winfried Kretschmann (Baden-Württemberg) | Markus Söder (Bayern) | Kai Wegner (Berlin) | Dietmar Woidke (Brandenburg) | Andreas Bovenschulte (Bremen) | Peter Tschentscher (Hamburg) | Boris Rhein (Hessen) | Manuela Schwesig (Mecklenburg-Vorpommern) | Olaf Lies (Niedersachsen) | Hendrik Wüst (Nordrhein-Westfalen) | Alexander Schweitzer (Rheinland-Pfalz) | Anke Rehlinger (Saarland) | Michael Kretschmer (Sachsen) | Sven Schulze (Sachsen-Anhalt) | Daniel Günther (Schleswig-Holstein) | Mario Voigt (Thüringen)

Präsidium des Bundesrats:
Andreas Bovenschulte (Präsident) | Anke Rehlinger (Erste Vizepräsidentin) | Hendrik Wüst (Zweiter Vizepräsident)

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Vorsitzender: Friedrich Merz. Generalsekretär: Carsten Linnemann. Stellvertretende Generalsekretärin: Christina Stumpp. Stellvertretende Vorsitzende: Silvia Breher | Ines Claus | Andreas Jung | Michael Kretschmer | Karl-Josef Laumann | Karin Prien. Bundesschatzmeisterin: Franziska Hoppermann. Gewählte Mitglieder des Präsidiums: Sebastian Lechner | Ina Scharrenbach | Sven Schulze | Mario Voigt | Nina Warken | Wiebke Winter. Mitglieder des Präsidiums kraft Amtes: Niclas Herbst | Julia Klöckner | Jens Spahn. Beratende Mitglieder des Präsidiums: Daniel Günther | Boris Rhein | Kai Wegner | Hendrik Wüst | Marco Melle Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.

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Baden-Württemberg: Manuel Hagel | Berlin: Kai Wegner | Brandenburg: Jan Redmann | Bremen: Heiko Strohmann | Hamburg: Dennis Thering | Hessen: Boris Rhein | Mecklenburg-Vorpommern: Daniel Peters | Niedersachsen: Sebastian Lechner | Nordrhein-Westfalen: Hendrik Wüst | Rheinland-Pfalz: Gordon Schnieder | Saarland: Stephan Toscani | Sachsen: Michael Kretschmer | Sachsen-Anhalt: Sven Schulze | Schleswig-Holstein: Daniel Günther | Thüringen: Mario Voigt

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Werner Hilpert (1945–1952) | Wilhelm Fay (1952–1967) | Alfred Dregger (1967–1982) | Walter Wallmann (1982–1991) | Manfred Kanther (1991–1998) | Roland Koch (1998–2010) | Volker Bouffier (2010–2022) | Boris Rhein (seit 2022)

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Hans Venedey (1945–1946) | Heinrich Zinnkann (1946–1954) | Heinrich Schneider (1955–1969) | Johannes Strelitz (1969–1970) | Hanns-Heinz Bielefeld (1970–1976) | Ekkehard Gries (1976–1982) | Horst Winterstein (1984–1987) | Gottfried Milde (1987–1990) | Karl-Heinz Koch (1990) | Hartmut Nassauer (1990–1991) | Herbert Günther (1991–1994) | Gerhard Bökel (1994–1999) | Volker Bouffier (1999–2010) | Boris Rhein (2010–2014) | Peter Beuth (2014–2024) | Roman Poseck (seit 2024)

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Vera Rüdiger (1984–1987) | Wolfgang Gerhardt (1987–1991) | Evelies Mayer (1991–1995) | Christine Hohmann-Dennhardt (1995–1999) | Hartmut Holzapfel (1999, komm.) | Ruth Wagner (1999–2003) | Udo Corts (2003–2008) | Silke Lautenschläger (2008–2009, komm.) | Eva Kühne-Hörmann (2009–2014) | Boris Rhein (2014–2019) | Angela Dorn (2019–2024) | Timon Gremmels (seit 2024)

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