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Sabile

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Sabile (dt. Zabeln)
Wappen von Sabile
Sabile (Lettland)
Sabile (Lettland)
Einwohner Zahlenformat
Basisdaten
Staat: LettlandDatei:Flag of Latvia.svg Lettland
Verwaltungsbezirk: Talsu novads
Koordinaten: Vorlage:Infobox Ort in Lettland/Region zu ISO-Code_type:city 57° 3′ N, 22° 34′ O keine Zahl: Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl LVKoordinaten: Vorlage:Infobox Ort in Lettland/Region zu ISO-Code_type:city 57° 2′ 42″ N, 22° 34′ 24″ O
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Einwohner: Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl LV (Fehler im Ausdruck: Nicht erkanntes Satzzeichen „[“)
Fläche: 5,22 km²
Bevölkerungsdichte: Fehler im Ausdruck: Nicht erkanntes Satzzeichen „[“ Einwohner je km²
Stadtrecht: seit 1917
Webseite: www.sabile.lv
Datei:Sabile abava 2006 06.jpg
Sabile an der Abava

Sabile (deutsch: Zabeln) ist eine Kleinstadt mit knapp 1700 Einwohnern im Westen Lettlands in der historischen Landschaft Kurland am Fluss Abava. Im Jahre [[:V zählte sie Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl LV Einwohner.<ref>Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl LV</ref>

Geschichte

Das Gebiet und der Burgberg waren von Kuren besiedelt. Sabile wurde erstmals 1253 urkundlich erwähnt. Vom 14. Jahrhundert bis zum 16. Jahrhundert gehörte es zu einer Burg des Livländischen Ordens. Nach 1561 wurde der Ort als Teil des Herzogtums Kurland zu einem lokalen Zentrum für Handel und Handwerk.

In der 1567 errichteten lutherischen Kirche befinden sich die älteste Glocke Lettlands mit der eingeprägten Jahreszahl 1450 als Entstehungsdatum und die älteste Kanzel in Lettland aus dem Jahr 1592.

Das Mausoleum der Familie Brincken, der Eigentümer des Gutes Brincken-Pedwahlen (Briņķpedvāles muiža) in Brincken (Brinķi, Gemeinde Abava), wurde 1780 am linken Ufer der Abava hinter der Brücke über die Rambulīti erbaut. Es handelt sich um einen Rundbau mit einem Portikus aus vier Säulen. Die Architektur ist vom Übergang vom Barock zum Klassizismus bestimmt.

Von 1795 bis 1919 gehörte Sabile mit dem Herzogtum Kurland als Gouvernement Kurland zum Russischen Reich, danach zu Lettland.

Um 1890 waren 73 % der Bevölkerung jüdisch. Nach der Shoah im Zweiten Weltkrieg gab es keine jüdische Gemeinde mehr in Sabile. Die 1890 erbaute Synagoge wird heute als Konferenz-Saal genutzt.

Sabile wurde 1917 im Ersten Weltkrieg unter deutscher Besatzung zur Stadt erhoben.

Sonstiges

  • In Sabile soll sich der nördlichste Weinberg der Welt befinden, auf dem seit der Ordenszeit Wein kultiviert wird. Während der Sowjetzeit wurde der Weinberg nicht bewirtschaftet. 1989 wurde der Weinbau wieder aufgenommen. Der Weinberg hat eine Höhe von 33,7 m (115 m Seehöhe) und eine Gesamtanbaufläche von 1,5 ha.<ref>The Wine Hill of Sabile, Informationstafel am Fuße des Weinbergs (3. August 2006)</ref> Jährlich findet im Juli ein Weinfest statt. Die geringen Erträge des Weinbergs sind hauptsächlich für den lokalen Verbrauch bestimmt.<ref>Christiane Bauermeister, Eva Gerberding, Jochen Könnecke, Christian Nowak: Baltikum. Litauen, Lettland, Estland. DuMont-Reiseverlag, Ostfildern 2009, ISBN 978-3-7701-7649-6.</ref>
  • Etwa 11 km südlich von Sabile, in Matkule (deutsch: Mattkuln) befindet sich ein kleines Wintersportgebiet mit zwei Liften, Flutlichtanlage und Café.<ref>Claudia Marenbach u. a.: Baltische Länder. Lettland – Litauen – Estland. Reisehandbuch. Michael Müller Verlag, Erlangen, 5. vollst. überarb. Ausgabe 2008, ISBN 978-3-89953-380-4.</ref>

Persönlichkeiten

Literatur

Weblinks

Commons: Sabile – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />