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Morsbach

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Wappen Deutschlandkarte
Datei:DEU Morsbach COA.svg
Basisdaten
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city 50° 52′ N, 7° 43′ O keine Zahl: {{Metadaten Einwohnerzahl DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code|05374028}}Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city 50° 52′ N, 7° 43′ O
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Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Köln
Kreis: Oberbergischer Kreis
Höhe: 220 m ü. NHN
Fläche: Fehler im Ausdruck: Nicht erkanntes Satzzeichen „{“ km²
Einwohner: {{Metadaten Einwohnerzahl DE−Vorlage:Deutsches Bundesland/Code|05374028}} (Fehler: Ungültige Zeitangabe)<ref name="Metadaten Einwohnerzahl DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code">{{Metadaten Einwohnerzahl DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code QUELLE}}</ref>
Bevölkerungsdichte: Fehler im Ausdruck: Nicht erkanntes Satzzeichen „{“ Einwohner je km²
Postleitzahl: 51597
Vorwahl: 02294
Kfz-Kennzeichen: GM
Gemeindeschlüssel: 05 3 74 028
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Bahnhofstr. 2
51597 Morsbach
Website: www.morsbach.de
Bürgermeister: Jan Schumacher (BFM-UBV)
Lage der Gemeinde Morsbach im Oberbergischen Kreis
<imagemap>

Bild:Morsbach in GM.svg|rahmenlos|300x375px|zentriert|Karte poly 127 332 152 332 172 351 181 378 172 409 205 428 228 458 255 447 302 468 0 468 0 409 23 363 46 378 90 378 Rhein-Sieg-Kreis poly 370 96 370 126 409 126 409 96 Oberbergischer Kreis poly 127 332 90 378 46 378 23 363 0 409 0 96 20 115 28 153 46 167 28 185 38 205 65 203 65 235 46 253 38 253 38 265 20 287 38 316 65 304 90 332 Rheinisch-Bergischer Kreis poly 319 0 319 167 468 167 468 0 Nordrhein-Westfalen poly 23 115 0 96 0 26 46 64 46 78 38 96 38 115 28 115 Remscheid poly 38 53 0 31 0 0 28 0 46 21 Wuppertal poly 38 9 28 0 172 0 127 43 127 20 110 23 110 9 Ennepe-Ruhr-Kreis poly 127 43 172 0 311 0 311 167 424 167 336 185 319 167 268 192 255 145 192 167 192 131 127 64 Märkischer Kreis poly 336 185 424 167 468 167 468 332 438 340 400 332 400 287 370 287 348 254 370 242 327 192 Kreis Olpe poly 468 341 468 394 424 394 449 332 Kreis Siegen-Wittgenstein poly 400 332 446 342 428 394 468 394 468 468 302 468 311 468 386 424 370 351 Rheinland-Pfalz poly 214 438 228 458 255 438 303 468 327 378 284 351 239 429 Waldbröl poly 311 454 327 468 386 430 370 351 327 378 Morsbach poly 205 438 239 426 284 351 172 351 177 405 Nümbrecht poly 172 351 284 342 255 279 205 304 192 287 143 332 Wiehl poly 311 378 255 278 353 254 370 287 391 287 400 332 Reichshof poly 192 287 205 304 293 265 268 242 336 185 319 167 244 216 160 228 143 254 180 242 205 273 Gummersbach poly 160 226 243 213 268 192 252 145 181 167 Marienheide poly 268 242 329 192 370 242 291 265 Bergneustadt poly 82 301 90 332 147 332 205 272 178 242 Engelskirchen poly 20 296 110 192 160 201 142 265 38 316 Lindlar poly 46 78 20 121 28 158 70 167 64 145 91 134 110 106 91 64 Hückeswagen poly 28 190 127 64 192 141 156 204 70 226 Wipperfürth poly 43 78 38 9 127 10 127 76 Radevormwald desc bottom-right </imagemap>

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Morsbach ist eine Gemeinde im Oberbergischen Kreis in Nordrhein-Westfalen an der Grenze zu Rheinland-Pfalz.

Geografie

Morsbach liegt im Süden des Oberbergischen Landes im Übergangsbereich zum Westerwald und dem Siegerland. In Morsbach befindet sich der südlichste Punkt des Oberbergischen Kreises; die Entfernung zum nördlichsten Punkt in Radevormwald beträgt etwa 54 Kilometer.

Das Gemeindegebiet ist geprägt von Wäldern und landwirtschaftlichen Flächen; die 66 Ortsteile haben überwiegend dörflichen Charakter. Die höchste Erhebung befindet sich mit 450 m ü. NN in der Nähe des Ortsteils Wendershagen.<ref>Daten & Fakten. In: Gemeinde Morsbach. Abgerufen am 21. September 2021.</ref>

Die Kreisstadt Gummersbach ist in nördlicher Richtung rund 20 Kilometer entfernt. Die Großstadt Siegen liegt rund 20 Kilometer östlich von Morsbach. Die Bundesstadt Bonn ist in westlicher Richtung 45 Kilometer entfernt, die Millionenstadt Köln etwa 55 Kilometer. Das Bergische Städtedreieck, bestehend aus Wuppertal, Solingen und Remscheid, befindet sich rund 55 Kilometer nordwestlich von Morsbach.

Klima

Datei:MORSBACH nieder.svg
Niederschlagsdiagramm
Datei:Karte Morsbach.png
Morsbach und Umgebung
Der Jahresniederschlag beträgt 1175 mm und liegt damit im oberen Zehntel der von den Messstellen des Deutschen Wetterdienstes erfassten Werte. Über 92 % zeigen niedrigere Werte an. Der trockenste Monat ist der Mai; am meisten regnet es im Dezember. Im niederschlagreichsten Monat fällt ca. 1,8mal mehr Regen, als im trockensten Monat. Die jahreszeitlichen Niederschlagschwankungen liegen im oberen Fünftel. In über 85 % aller Orte schwankt der monatliche Niederschlag weniger.

Nachbargemeinden

Morsbach grenzt im Uhrzeigersinn an Reichshof (Oberbergischer Kreis), Friesenhagen, Birken-Honigsessen, Wissen, Forst (alle Landkreis Altenkirchen, Rheinland-Pfalz), Windeck (Rhein-Sieg-Kreis) und Waldbröl (Oberbergischer Kreis).

Reichshof
Waldbröl Datei:Windrose klein.svg Friesenhagen
Windeck Wissen, Forst Birken-Honigsessen

Gemeindegliederung

Die Gemeinde gliedert sich in folgende 66 Ortsteile:

A AlzenAmbergAppenhagen
B BerghausenBirkenBirzelBitzeBöcklingenBreitgenBurg Volperhausen
E EllingenErblingenEuelslochEugenienthal
F FlockenbergFrankenthal
H HahnHalleHeideHellerseifenHerbertshagenHöferhofHolpeHülstert
K KatzenbachKömpelKorseifen
L LeyLichtenbergLützelseifen
N NeuhöfchenNiederasbachNiederdorfNiederwarnsbachNiederzielenbach
O OberasbachOberholpeOberwarnsbachOberzielenbachÖlmühleOrtseifen
R ReinshagenRheinRitterseifenRolshagenRomRosengartenRossenbach
S SchlechtingenSeifenSiedenbergSolseifenSpringeSteimelhagenStentenbachStockshöheStraßerhofStrick
U ÜberasbachÜberholz
V Volperhausen
W WallerhausenWendershagenWittershagen
Z Zinshardt

Gewässer

Im Zentralort Morsbach fließen der Morsbach und der Wisser Bach zusammen.

Geschichte

Die erste Besiedlung des Morsbacher Gebietes reicht bis in die Jungsteinzeit zurück, was sich durch ein Steinbeil und das Bruchstück einer Feuersteinklinge belegen lässt.

Die ersten urkundlichen Erwähnungen für Morsbach finden sich Ende des 9. Jahrhunderts. Um 800 erhielt das Reich unter Karl dem Großen eine neue Gauverfassung und damit die erste erfassbare Gebietseinteilung. Das Kirchspiel Morsbach gehörte damals zum Auelgau (Sieggau) und wurde von einem Gaugrafen verwaltet. Territorialherren im Kirchspiel Morsbach waren die Grafen von Sayn. Im frühmittelalterlichen Verzeichnis der Besitztümer des Kanonikerstifts St. Cassius und Florentius in Bonn wird Morsbach erstmals urkundlich erwähnt. Etwas später wurde Morsbach in einem die Verhältnisse jener Zeit darstellenden Liegenschaftsverzeichnis der Diözese Köln (liber valoris) erwähnt. Morsbach ist damit der älteste urkundlich erwähnte Ort im Oberbergischen Kreis.

Am 31. März 1131 bestätigte Papst Innozenz II. dem Bonner Cassiusstift den Besitz an der Morsbacher Kirche und an einem Teil des anfallenden Zehnten (ecclesiam Moresbach cum parte decimae). 1174 erhielten die Grafen von Berg auf Schloss Burg an der Wupper von Landgraf Heinrich Raspe III. von Thüringen Burg Windeck an der Sieg als Lehen.

Aus dem saynischen Amt Nümbrecht, bestehend aus den Kirchspielen Nümbrecht, Waldbröl und Morsbach, wurde 1276 die selbständige vom Hauptbesitz losgelöste Reichsherrschaft Homburg mit eigener Verfassung und Verwaltung. Die Grafen von Sayn-Homburg erkannten 1311 die Gerichtsrechte im Kirchspiel Morsbach, das Fischereirecht und den Zehnten des Kupferbergwerks Böcklingen als Besitz der Grafen von Berg an. Die Grafschaft Berg wurde 1380 vom römisch-deutschen König Wenzel zum Herzogtum erhoben. Residenzstadt war Düsseldorf.

Um 1400 wurde etwa die Hälfte des homburgischen Kirchspiels Morsbach mit seinem Hauptort Eigentum der Herzöge von Berg. Die Grenzen wurden in „Weistümern“ von 1464 bis 1572 beschrieben und 1575 in der sogenannten Merkatorkarte kartografisch dargestellt. Das „Eigenthumb Moirsbach“ gehörte zum Amt Windeck. Damit war das Kirchspiel Morsbach in einen bergischen und einen homburgischen Bereich (Hauptort Holpe) gespalten. Um 1500 wurde in Holpe eine Kapelle als Filialkirche von Morsbach erbaut.

1563 erließen die Grafen von Sayn-Homburg für ihr Gebiet eine lutherische Kirchenordnung und erklärten die neue Lehre zur Staatsreligion. Damit wurde das Kirchspiel Morsbach auch konfessionell in den katholischen Sprengel Morsbach und den lutherischen Sprengel Holpe geteilt.

Durch den „Siegburger Vergleich“ am 12. Juni 1604 kam auch der homburgische Gebietsteil zum Herzogtum Berg und zum Amt Windeck. Das Kirchspiel wurde mit etwa 1.100 Einwohnern wieder eine politische Einheit. 1614 (endgültig 1666) kam das Herzogtum Berg an Pfalz-Neuburg (Wittelsbacher). 1634 wurde das Kirchspiel Morsbach Lehensbereich des Grafen Hermann von Hatzfeldt (Herr zu Wildenburg und Crottorf), wurde aber 1661 von Philipp Wilhelm von Berg wieder zurückgenommen. Dieser verlieh den Morsbachern die Fisch- und Jagdgerechtigkeit, einen eigenen Schultheiß und ein eigenes Untergericht (7 Scheffen) nach dem „hohen Gericht zu Windeck“.

1742 wurde Kurfürst Karl Theodor zu Pfalz-Sulzbach Herzog von Berg. Als Kurfürst von Bayern (ab 1777) verlegte er die Residenz des Herzogtums nach München. Im Krieg der verbündeten europäischen Monarchen gegen die französische Revolutionsarmee drangen die Franzosen über den Rhein vor, besetzen 1795 das Herzogtum Berg und lagerten auch in Morsbach. 1805 verbündete sich der Nachfolger des Kurfürsten Karl Theodor, Kurfürst Maximilian Joseph von Pfalz-Zweibrücken, mit Napoleon und wurde König von Bayern. Ein Jahr später trat Bayern das Herzogtum Berg an Frankreich ab. Berg wurde Großherzogtum und Joachim Murat (Schwager Napoleons) sein Regent. Bereits 1808 fiel das Großherzogtum aber an Napoleon zurück und es kam zu einer neuen Verwaltungseinteilung. Morsbach wurde mit rund 2200 Einwohnern Bürgermeisterei (Mairie) im Kanton Waldbröl, das zum Arrondissement Siegen (Präfektur in Dillenburg) und damit zum Département Sieg gehörte. Seit dem 1. Januar 1810 galt im Generalgouvernement Berg das französische Recht, das zum großen Teil bis 1870 oder 1900 in Kraft blieb. Von 1813 bis 1815 wurde das Generalgouvernement – nach der Vertreibung der Franzosen – provisorisch von einem Generalgouverneur (Justus Gruner) verwaltet und neu eingeteilt. Morsbach wurde Gemeindebezirk im Kanton Waldbröl und gehörte zur Kreisdirektion Wipperfürth. Bereits 1816 wurde diese Verwaltungseinteilung erneut geändert. Die Bürgermeisterei Morsbach gehörte danach zum Kreis Waldbröl im Regierungsbezirk Köln und damit zur Provinz Kleve-Jülich-Berg (ab 1822 Rheinprovinz).

Am 1. Oktober 1932 wurden die Kreise Waldbröl und Gummersbach zum Oberbergischen Kreis vereinigt. Die Gemeinde Morsbach, deren Grenzen seit Jahrhunderten fast unverändert waren, hatte zu dieser Zeit rund 5300 Einwohner.

Nach dem Zweiten Weltkrieg kam das Gebiet zunächst unter amerikanische Besatzung (8. April – 17. Juni 1945), anschließend (bis 20. Februar 1949) unter britische bzw. belgische Besatzung. Seit 1946 liegt der Oberbergische Kreis mit Morsbach im neu gebildeten Land Nordrhein-Westfalen.

1995 fand die 1100-Jahr-Feier der Gemeinde Morsbach mit einem historischen Festzug statt.

Die besondere Rolle Morsbachs als über lange Zeit ganz überwiegend katholische Gemeinde in einem evangelischen Umfeld spiegelt sich in der volkstümlichen Zuschreibung „die Republik“.

Datei:Panagia Skopiotissa.jpg
Griechisch-orthodoxe Marienikone (vermutlich 13. Jahrhundert) in der Pfarrkirche St. Gertrud

Religionen

Die Einwohner von Morsbach sind zu 53,33 % katholisch und zu 24,29 % evangelisch. 22,38 % (2011) der Einwohner gehören sonstigen oder keinen Bekenntnissen an. Folgende Kirchengemeinden bestehen in der Gemeinde oder in einzelnen Ortschaften:

  • Katholische Pfarrei St. Gertrud, Morsbach mit den Kirchen Basilika St. Gertrud und der Filial- und Wallfahrtskirche Herz-Mariä (Alzen)
  • Das abhängige Rektorat Christ König, Ellingen gehört seit 2014 als Filialkirche zur Pfarrei St. Gertrud. Seit 2020 ist die Kirche geschlossen.
  • Katholische Pfarrgemeinde St. Mariä Heimsuchung, mit den Kirchen St. Mariä Heimsuchung (Holpe) und St. Antonius (Volperhausen). Letztere ist seit 2022 geschlossen.
  • Katholische Rektoratsgemeinde St. Joseph, Lichtenberg
  • Evangelische Kirchengemeinde Holpe-Morsbach
  • Freikirchliche Gemeinde in Morsbach e. V. im Ortsteil Steimelhagen

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner
1838 3.563
1866 3.857
1925 5.293
1939 5.685
1950 6.994
1960 7.155
1967 8.283
Jahr Einwohner
1972 9.689
1980 10.669
1984 10.565
1990 10.366
2000 12.250
2002 12.337
2003 11.621
Jahr Einwohner
2004 11.559
2005 12.296
2006 11.486
2012 10.435
2013 10.236
2022 10.293

Politik

Gemeinderat

Ergebnisse der Gemeinderatswahlen seit 1999
Partei/Liste Ergebnis 2020<ref>Ratswahl - Kommunalwahlen 2020 in der Gemeinde Morsbach - Gesamtergebnis. Abgerufen am 17. Oktober 2020.</ref> Ergebnis 2014<ref>Webseite Wahlportal Gemeinde Morsbach: Ratswahl 2014 Gemeinde</ref> Ergebnis 2009<ref>Ratswahl - Kommunalwahlen 2009 in der Gemeinde Morsbach - Gesamtergebnis. Abgerufen am 17. Oktober 2020.</ref> Ergebnis 2004 Ergebnis 1999
Stimmenanteil Sitze Stimmenanteil Sitze Stimmenanteil Sitze Stimmenanteil Sitze Stimmenanteil
CDU 31,83 % 9 36,3 % 9 32,9 % 10 46,9 % 14 47,35 %
SPD 18,96 % 5 27,6 % 7 26,8 % 9 18,7 % 6 18,69 %
Grüne 9,03 % 2 7,2 % 2 5,7 % 2 4,2 % 1 2,79 %
FDP 3,90 % 1 4,5 % 1 9,6 % 3 7,9 % 2 4,56 %
BFM-UBV1 34,36 % 9
AfD 1,82 % 0
UBV/UWG 5,8 % 2 5,9 % 2 9,4 % 3 18,79 %
Bürgerbewegung für Morsbach (BFM) 18,5 % 5 19,2 % 6 12,9 % 4 7,8 %
Sonstige 7,62 %
Wahlbeteiligung 54,27 % 55,55 % 59,44 %

1BfM-UBV: Bürger Für Morsbach

Datei:Morsbach, Rathaus.jpg
Rathaus Morsbach

Durch Verringerung der Wahlbezirke und wegen Ausbleibens von Überhangmandaten verkleinerte sich der Gemeinderat im Jahr 2014 von 32 auf 26 Sitze. Dadurch verloren CDU und SPD trotz Stimmengewinnen Mandate.<ref>Die Landeswahlleiterin Nordrhein-Westfalen, KOMMUNALWAHLEN 2014, Endgültiges Ergebnis für Morsbach</ref>

Bürgermeister

Zum neuen Bürgermeister wurde 2009 der parteilose Kandidat Jörg Bukowski mit 70,7 % gewählt. Unterstützt wurde seine Kandidatur von den im Rat vertretenen Parteien SPD, BFM, FDP, UBV und Bündnis 90/Grüne. Sein Gegenkandidat von der CDU erhielt 29,3 % der Stimmen.<ref>Wahlergebnisse OBK</ref> Bukowski wurde 2014 mit 71,67 %<ref>Bürgermeisterwahl - Europawahl / Kommunalwahlen 2014 in der Gemeinde Morsbach - Gesamtergebnis. Abgerufen am 17. Oktober 2020.</ref> und 2020 mit 75,96 % im Amt bestätigt.<ref>Bürgermeisterwahl - Kommunalwahlen 2020 in der Gemeinde Morsbach - Gesamtergebnis. Abgerufen am 17. Oktober 2020.</ref>

Sein Vorgänger war von 2004 bis 2009 Raimund Reuber (CDU). Unterstützt von UBV und UWG gewann er die Wahl 2004 mit 54,6 %. Sein parteiloser, von SPD, FDP, Grünen und BFM unterstützter Gegenkandidat Uwe Trost erhielt 45,4 % der Stimmen.

Wappen und Flagge

Datei:Flagge Morsbach.svg
Morsbacher Flagge
[[Datei:{{#property:p94}}|100px|links|Wappen der Gemeinde Morsbach]] Blasonierung: „Geteilt von Silber (Weiß) und Blau; oben ein schreitender blau gekrönter, gezungter und bewehrter zwiegeschwänzter roter Löwe, unten ein silberner (weißer) Wellenbalken überdeckt von drei schwarzen Moorkolben mit je zwei grünen Blättern und grünem Stängel.“<ref name="Wappen">Hauptsatzung der Gemeinde Morsbach</ref>
Wappenbegründung: Das von Bernhard Templin aus Düsseldorf entworfene Wappen wurde am 14. August 1937 vom Oberpräsidenten der preußischen Rheinprovinz in Koblenz genehmigt. Bei der Wappeneinführung lagen keine historischen Anknüpfungspunkte vor, so dass der bergische Löwe als Zeichen für die frühere Zugehörigkeit zum Herzogtum Berg und die redenden Symbole Moor (Moorkolben) und Bach gewählt wurden. Die Moorkolben und der Bachlauf weisen auch auf ein Feuchtbiotop mit Sumpf- und Moorbereichen und einem Bachlauf hin, das sich früher wahrscheinlich im Tal des heutigen Rathauses und des Kurparks befand und vermutlich der Gemeinde auch seinen Namen „Morsbach“ gab.

Hissflagge: Der Gemeinde ist durch Genehmigung des Oberkreisdirektors als untere staatliche Verwaltungsbehörde vom 28. Juni 1995 das Recht zur Führung einer Flagge verliehen worden. Die Hissflagge ist zweifarbig in den Farben rot, weiß und rot. Die Farbfelder sind von rot zu weiß zu rot im Verhältnis 1:2:1 längsgestreift; darauf in der Mitte befindet sich das Wappen der Gemeinde Morsbach. „Die Flagge ist rot-weiß geteilt mit dem Wappen der Gemeinde in der Mitte. In der Anlage der Hauptsatzung ist jedoch eine Flagge im Verhältnis 1:4:1 abgebildet. Die korrekte Beschreibung müsste lauten: Zweimal geteilt von Rot, Weiß und Rot im Verhältnis 1:4:1.“

Gemeindepartnerschaft

Mit Milly-la-Forêt (im französischen Département Essonne) pflegt Morsbach eine Städtepartnerschaft.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Gemeindekulturverband Morsbach (GKV)

Der Gemeindekulturverband Morsbach ist ein Zusammenschluss aller kulturtragenden Vereine der Gemeinde Morsbach. Dem GKV gehören mittlerweile 26 Vereine an, in denen über 1200 Personen aktiv tätig sind.

Datei:Morsbach - Sankt Gertrud 10 ies.jpg
Romanische Basilika St. Gertrud

Theater

  • Theater- u. Laienspielgruppe des Heimatvereins Morsbach e. V.
Datei:Stollenmundloch Grube Magdalena Morsbach.JPG
Stollenmundloch Grube Magdalena

Bauwerke

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Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Verschiedene Buslinien der OVAG und der Jung-Bus GmbH verbinden die Morsbacher Ortsteile mit den umliegenden Kommunen wie Waldbröl und Wissen (Sieg). Am Wochenende kommen dabei auch alternative Bedienungsformen wie TaxiBusse (nur nach Voranmeldung) zum Einsatz. Als zentraler Umsteigepunkt fungiert der Busbahnhof in der Morsbacher Ortsmitte. Es gilt der Gemeinschaftstarif des Verkehrsverbunds Rhein-Sieg (VRS) und der Tarif der Verkehrsverbunds Rhein Mosel (VRM)

Linie Linienweg Mo. – Fr. Sa. So. Bemerkungen
264 Morsbach – Volperhausen – Wissen (VRM-Tarif) 2 Fahrten kein Verkehr kein Verkehr nur an Schultagen
265 (Freudenberg – ) Friesenhagen – Morsbach – Birken-Honigsessen – Wissen (VRM-Tarif) 60 Min. 120 Min. 120 Min.
304 Morsbach – Denklingen – Wiehl – Bielstein – Dieringhausen – Gummersbach (VRS-Tarif) 60 Min. 120 Min. 120 Min.
340 Morsbach – Holpe/Herbertshagen – Wallerhausen – Waldbröl (VRS-Tarfi) 60 Min. 60 Min. 120 Min. sonntags nur Taxibus
349 Rundverkehr Morsbach (VRS-Tarif) 7 Fahrten kein Verkehr kein Verkehr nur an Schultagen

In Morsbach befindet sich der Endbahnhof Morsbach (Sieg) beider Teilstrecken der Wissertalbahn.<ref>Bahnhof Morsbach in: Lok-Report 6. Mai 2018</ref> Während der Abschnitt nach Wissen, nach Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg bereits in den 1950er-Jahren abgebaut wurde, führt die andere Teilstrecke bis heute über Hermesdorf nach Waldbröl. Die bis 2009 stark zugewachsene Strecke wurde mittlerweile von ehrenamtlichen Eisenbahnfreunden wieder freigelegt und hergerichtet; langfristig ist hier die Aufnahme eines Museumsbahnverkehres geplant.

Trotz einer Gerichtsauflage, welche den Bahnbetrieb auf der Strecke für mindestens 50 Jahre sicherstellt, wehrt sich die Gemeinde Morsbach weiterhin mit allen Mitteln gegen die Bahn. So ließ die Gemeinde durch den Bauhof einst sogar einen nicht genormten Prellbock bei Morsbach-Kömpel auf die Strecke schweißen, woraufhin sie wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr angezeigt wurde.<ref>Morsbach sperrt Bahnstrecke, Bahnfreunde erbost. 1. November 2008, abgerufen am 26. Juli 2024.</ref>

Fast alle Wanderwege wurden vom Sauerländischen Gebirgsverein e. V. (SGV) angelegt. Überregionale Wanderwege in Morsbach sind der Lenne-Sieg-Weg (X11) und der Richard-Schirrmann-Weg (X12). Diese und auch die Ortswanderwege werden im Einzelnen im Artikel Wanderwege im Oberbergischen Land gelistet. Die Jugendherberge in Morsbach bot Wanderern, Gruppen und Familien insgesamt 161 Betten und mehrere Freizeiteinrichtungen. Wegen nicht zu behebender Mängel im Brandschutz wurde die Jugendherberge 2018 dauerhaft geschlossen.<ref>Jens Höhner: Aus für Jugendherberge in Morsbach ist besiegelt Rundschau-online.de, 19. Dezember 2018</ref>

Medien

Neben der Gemeindebücherei gibt es in Morsbach eine katholische und eine evangelische öffentliche Bücherei.

Bildung

In Morsbach gibt es folgende Bildungseinrichtungen:

  • Gemeinschaftsgrundschule Morsbach, vormals Franziskusschule – Katholische Grundschule Morsbach
  • Gemeinschaftsgrundschule Lichtenberg
  • Gemeinschaftsgrundschule Holpe
  • Leonardo Da Vinci-Schule Morsbach (Sekundarschule)
  • Musikschule Morsbach e. V.
  • Abteilung Morsbach der Kreisvolkshochschule Oberberg

Wirtschaft

In Morsbach besteht ein nach Branchen breit gestreutes Klein- und Mittelgewerbe. Die Branchen mit den höchsten Beschäftigtenzahlen sind die Kunststoffverarbeitung (42 % der Beschäftigten), der Dienstleistungssektor (19 %) und das Baugewerbe (14 %). In der Wirtschaftsgeschichte Morsbachs spielte auch der Erzbergbau auf Eisenerze sowie Zink-, Blei- und Kupfererze bis in die 1920er Jahre eine größere Rolle. Die größte Grube „Georg und Sonne“ befand sich im Ortsteil Steimelhagen.

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

  • Karl Strack (1884–1975), in Alzen geboren, war Katholischer Dechant.

Söhne und Töchter der Gemeinde

Freizeit

Vereinswesen

  • SV Morsbach e.V.
    • Abteilung Badmington
    • Abteilung Dart
    • Abteilung Fitnessgymnastik
    • Abteilung Fußball
    • Abteilung Gleitschirmfliegen
    • Abteilung Kinder & Jugendturnen
    • Abteilung Leichtathletik
    • Abteilung Radfahren
    • Abteilung Schach
    • Abteilung Taekwondo
    • Abteilung Tennis
    • Abteilung Tischtennis
    • Abteilung Wolpertinger Tanzsport

Literatur

  • Christoph Buchen: Morsbach – im Naturpark Bergisches Land. s. n., Gummersbach 2004, ISBN 3-9806036-8-7 (Farbbildband).
  • Christoph Buchen, Erwin Weber: Alt-Morsbach. Die Gemeinde Morsbach in alten Bildern. (= Morsbach. Heimatchronikreihe. 1). Meinerzhagener Druck- und Verlagshaus, Meinerzhagen 1981.
  • Katholische Kirchengemeinde Holpe (Hrsg.): 100 Jahre Pfarrkirche St. Mariä Heimsuchung Holpe. Festtage 20.–26. September 1999. Katholische Kirchengemeinde Holpe, Holpe 1999.
  • www.lok-report.de (18. Oktober 2008): Nordrhein-Westfalen: Gefährlicher Eingriff in den Bahnverkehr durch die Gemeinde Morsbach.
  • Gemeinde Morsbach (Hrsg.): Morsbach. Chronik einer oberbergischen Gemeinde (= Morsbach. Heimatchronikreihe. 2). MD & V Meinerzhagener Druck- und Verlags-Haus, Meinerzhagen 1987, ISBN 3-88913-114-X.
  • Gemeinde Morsbach (Hrsg.): 1100 Jahre Morsbach. 895–1995 (= Die Geschichte der Gemeinde Morsbach. Bd. 3). Gemeinde Morsbach, Waldbröl 1995, ISBN 3-9802690-5-1.
  • Johannes Schlechtingen (Red.): Chronik der Schule Lichtenberg. Förderverein der Grundschule Lichtenberg, Morsbach 1996.
  • Michael Schmitz: Euelsloch. Zur Entwicklung und Situation eines Weilers in der Gemeinde Morsbach. Gleichzeitig ein allgemeiner Beitrag zur Entwicklung von Weilern in Morsbach. Dorfgemeinschaft Euelsloch e. V., Euelsloch 1995, ISBN 3-9802690-6-X.
  • Michael Schmitz, Manfred Schausten: „Pack die Badehose ein …“. Schwimmen und Baden im südlichen Oberbergischen Kreis und im nördlichen Kreis Altenkirchen im 20. Jahrhundert. Bilder, Dokumente, Berichte und Untersuchungen aus Morsbach, Birken-Honigsessen, Wissen, Katzwinkel, Kirchen („Tüschebachs Weiher“), Friesenhagen, Reichshof, Wiehl, Nümbrecht und Waldbröl. Galunder, Nümbrecht-Elsenroth 2002, ISBN 3-89909-008-X.
  • Karl Simon unter Mitarbeit von Josef Breuer und Fritz Mylenbusch: Der Oberbergische Kreis. Ein heimatkundliches Lese- und Arbeitsbuch für die Schule. Stadt Gummersbach, Gummersbach 1968.
  • Hermann Vogler: Geologische Karten von Nordrhein-Westfalen. 1:25.000 / Blatt 5112, Morsbach 1968, Geologische Karte.

Weblinks

Commons: Morsbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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