Krainer Greiskraut
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| Krainer Greiskraut | ||||||||||||
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| Datei:CH senecio incanus ssp. carniolicus.jpg
Krainer Greiskraut (Jacobaea incana subsp. carniolica) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Jacobaea incana subsp. carniolica | ||||||||||||
| (Willd.) B.Nord. & Greuter |
Das Krainer Greiskraut (Jacobaea incana <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) Veldkamp subsp. carniolica <templatestyles src="Person/styles.css" />(Willd.) B.Nord. & Greuter, Syn.: Senecio incanus subsp. carniolicus) ist eine Unterart der Pflanzenart Graues Greiskraut (Jacobaea incana) aus der Gattung Jacobaea innerhalb der Familie der Korbblütler (Asteraceae).<ref name="Euro+Med" /> Es wird in Österreich auch als Gelber Speik bezeichnet.
Beschreibung
Vegetative Merkmale
Das Krainer Greiskraut wächst ausdauernd krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 5 bis 15 Zentimeter. Die oberirdischen Pflanzenteile sind graufilzig behaart bis kahl.<ref name="Hegi1987" /> Die Grundblätter sind in einer Rosette angeordnet, die wechselständigen Stängelblätter sind ganzrandig oder bis zur Mitte fiederlappig. Die grundständigen und die untersten Stängelblätter sind keilig verkehrt-eiförmig, sie sind kerbig eingeschnitten bis kurz fiederlappig.<ref name="Hegi1987" /> Die oberen Stängelblätter sind einfach fiederteilig mit linealen spitzen Abschnitten; die obersten können ungeteilt sein.<ref name="Hegi1987" />
Generative Merkmale
Die Blütezeit reicht von Juli bis September. Die körbchenförmigen Blütenstände stehen zu 3 bis 15 in einem kopfigen doldentraubigen Gesamtblütenstand zusammen. Die inneren Hüllblätter besitzen eine rote Spitze. Der Blütenkorb besitzt einen Durchmesser von 10 bis 20 Millimetern und enthält drei bis sechs Zungen- und fünf bis zehn Röhrenblüten, die beide gelb bis orangegelb sind. Die Zungenblüten sind weiblich und 5 bis 8 Millimeter lang. Die Röhrenblüten sind zwittrig. Die Achänen sind kahl.<ref name="Hegi1987" />
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 120.<ref name="Oberdorfer2001" />
Ökologie
Noch in Hochlagen vn 3250 Metern kommt die Art noch zu völliger Fruchtreife.<ref name="Hegi1987" /> Am Piz Linard wurde noch in 3060 Meter Meereshöhe reichlicher Fliegenbesuch beobachtet.<ref name="Hegi1987" />
Vorkommen
Das Krainer Greiskraut gedeiht in den Ostalpen und in den Karpaten. Vom Krainer Greiskraut gibt es Fundortangaben für die Länder Deutschland, Schweiz, Österreich, Italien, Slowenien, Polen, Slowakei, Rumänien und Ukraine.<ref name="Euro+Med" />
In Österreich ist es häufig bis zerstreut von der subalpinen bis alpinen Höhenstufe in den Bundesländern Oberösterreich, Steiermark, Kärnten, Salzburg, Tirol und Vorarlberg. Es ist besonders in den Zentralalpen verbreitet. In ganz Krain, von wo sich der Name der Unterart ableitet, und ganz Slowenien ist diese Sippe mangels geeigneter, silikatischer Substrate nur auf den Weinasch in den Karawanken beschränkt.
In Deutschland kommt das Krainer Greiskraut nur in den Allgäuer Alpen in Höhenlagen von 1800 bis 2350 Metern auf Hornstein, Sandstein oder dunklen Schiefern vor. Insgesamt ist es dort sehr selten und durch Weidebetrieb und Tourismus bedroht. In Bayern ist die Sippe vielleicht schon vernichtet.<ref name="Dörr-Lippert2004" />
Als Standort bevorzugt diese kalkmeidende Art trockene steinige Rasen, Moränen und Schutt. Es ist eine Charakterart des Primulo-Caricetum curvulae aus dem Verband Caricion curvulae, kommt aber auch in hochgelegenen Nardion-Gesellschaften vor.<ref name="Oberdorfer2001" /> In oberösterreichischen Kalkalpen tritt es nur in den stark versauerten Polsterseggenrasen der Warscheneck-Hochlagen auf.
Da Krainer Greiskraut steigt in Südtirol im Pfossental bis 3040 Meter und in Graubünden am Piz Linard bis 3265 Meter Meereshöhe auf.<ref name="Hegi1987" />
Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt et al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 2 (mäßig trocken), Lichtzahl L = 5 (sehr hell), Reaktionszahl R = 2 (sauer), Temperaturzahl T = 1 (alpin und nival), Nährstoffzahl N = 2 (nährstoffarm), Kontinentalitätszahl K = 4 (subkontinental).<ref name="InfoFlora" />
Literatur
- Xaver Finkenzeller: Alpenblumen, München 2003, ISBN 3-576-11482-3
- Manfred A. Fischer, Wolfgang Adler, Karl Oswald: Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein und Südtirol. 2., verbesserte und erweiterte Auflage. Land Oberösterreich, Biologiezentrum der Oberösterreichischen Landesmuseen, Linz 2005, ISBN 3-85474-140-5.
- Gerhard Pils: Die Pflanzenwelt Oberösterreichs, Steyr 1999, ISBN 3-85068-567-5
Einzelnachweise
<references> <ref name="InfoFlora"> Senecio incanus subsp. carniolicus (Willd.) Braun-Blanq. In: Info Flora, dem nationalen Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="Oberdorfer2001"> </ref> <ref name="Dörr-Lippert2004"> Erhard Dörr, Wolfgang Lippert: Flora des Allgäus und seiner Umgebung. Band 2, IHW, Eching 2004, ISBN 3-930167-61-1, S. 619. </ref> <ref name="Euro+Med"> Werner Greuter (2006+): Compositae (pro parte majore). In: Werner Greuter, E. von Raab-Straube (ed.): Compositae.: Datenblatt Jacobaea carniolica In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity.</ref> <ref name="Hegi1987">Gerhard Wagenitz et al.: Familie Compositae II. In Gustav Hegi: Illustrierte Flora von Mitteleuropa. 2. Auflage Band VI, Teil 3, Seite 765–768. Verlag Paul Parey, Berlin, Hamburg 1987. ISBN 3-489-86020-9</ref> </references>
Weblinks
- Senecio incanus subsp. carniolicus (Willd.) Braun-Blanq., Krainer Greiskraut. auf FloraWeb.deVorlage:Abrufdatum
- Krainer Greiskraut. In: BiolFlor, der Datenbank biologisch-ökologischer Merkmale der Flora von Deutschland.
- Vorlage:BIB
- Thomas Meyer: Greiskraut Datenblatt mit Bestimmungsschlüssel und Fotos bei Flora-de: Flora von Deutschland (alter Name der Webseite: Blumen in Schwaben)