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John Romero

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Datei:John Romero GDC 2023 with award.jpg
John Romero (2023 auf der GDC)

Alfonso John Romero (* 28. Oktober 1967 in Colorado Springs, Colorado) ist ein US-amerikanischer Spieleentwickler und gilt zusammen mit John Carmack als Vater des Ego-Shooter-Genres. Er gehört zu den Gründern der Studios id Software und Ion Storm.

Leben

Romero und Carmack lernten sich bei ihrer Spieleentwicklungsarbeit für Softdisk, einem Computermagazin, das auf Diskette erschien, kennen. Zusammen entwickelten sie einige Spiele für Softdisk und starteten dann mit dem Spiel Commander Keen ihr eigenes Unternehmen id Software. Dieses erwarb sich mit Spielen wie Wolfenstein 3D, Doom und Quake große Bekanntheit und gilt als Hauptbegründer des heute sehr beliebten Ego-Shooter-Genres.

Nach der Veröffentlichung von Quake gründete John Romero zusammen mit Tom Hall – ebenfalls ehemals bei Softdisk und id Software – und weiteren Geschäftspartnern die Firma Ion Storm, um das Ego-Shooter-Spiel Daikatana zu entwickeln. Die Entwicklung verlief jedoch problematisch und erlitt etliche Verzögerungen sowie personelle Wechsel im Entwicklerteam. Beispielsweise wurde es im Voraus mit einer breitbeinigen Werbekampagne beworben. Auf Vorschlag des damaligen Ion-Storm-Geschäftsführers Mike Wilson und mit Romeros Einverständnis veröffentlichte das Studio ein zweiseitige Werbeanzeige, auf der mangels vorzeigbaren Materials ausschließlich der Spruch “{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)” (deutsch: „John Romero wird dich demnächst dominieren“) und Romeros Markenspruch “{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)” (deutsch: „Schluck’s runter“) zu lesen war.<ref name=":0">Rick Lane: The History of Ion Storm. In: PC Gamer. 22. Juni 2020 (pcgamer.com [abgerufen am 14. Juli 2023]).</ref> Die Überheblichkeit der Anzeige entwickelte sich für Ion Storm und insbesondere Romero zu einem medialen Bumerang und wurde rückblickend als einer der größten Marketing-Fehler in der Spielegeschichte bewertet.<ref>Mikel Reparaz: The Top 7... PR disasters. In: Gamesradar+. 21. März 2007, abgerufen am 23. Juli 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Andy Chalk: The worst marketing misfires and PR moves in PC gaming (and a pair of console flubs, too). In: PC Gamer. 8. Juni 2018 (pcgamer.com [abgerufen am 23. Juli 2023]).</ref> Statt wie ursprünglich geplant im Winter 1997, erschien Daikatana erst nach über drei Jahren Entwicklungszeit im Mai 2000, war technisch veraltet und wurde von der Fachpresse und dem Großteil der Spieler sehr negativ aufgenommen. 2010 äußerte Romero in einem Interview mit seiner späteren Frau Brenda Brathwaite, dass er die Anzeige nachträglich bereue, da sie seine Beziehung zu Kollegen und Fans nachhaltig belastet habe.<ref>Brian Ashcraft: John Romero Is So Sorry About Trying To Make You His Bitch. In: Kotaku. 18. Mai 2010, abgerufen am 17. Juli 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Während der turbulenten Ion-Storm-Zeit kam 1998 außerdem zeitweise das Gerücht auf, Romero sei verstorben. Für einen Artikel des Texas Monthly Magazine wurde ein Bild mit einem als Schussopfer geschminkten Romero aufgenommen, das anschließend ohne Kontext über das Internet verbreitet wurde und so zu dieser Fehlinformation führte.<ref>Redaktion: John Romero Alive and Well. In: IGN. 1. September 1998, abgerufen am 23. Juli 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Nach dem Daikatana-Debakel blieb Romero noch bis zur Veröffentlichung von Tom Halls Anachronox, bevor er mit Hall zusammen das von ihm gegründete Studio im Juli 2001 verließ.<ref>Giancarlo Varanini: Romero and Hall leave Ion Storm. In: GameSpot. 19. Juli 2001, abgerufen am 14. Juli 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Publisher Eidos Interactive, der 1999 die Mehrheit am Studio übernommen hatte,<ref>Micheal Mullen: Eidos Reports Losses, Ion Acquisition. In: Gamespot. 29. November 1999, archiviert vom Vorlage:IconExternal; abgerufen am 3. März 2000 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> schloss die Dallas-Büros noch im selben Monat.<ref name=":2">Christian Divine: A hardcore elegy for Ion Storm. In: salon.com. Salon, 2. Januar 2002, abgerufen am 26. Juli 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Datei:John Romero - Jason Scott interview (6951215353) (cropped).jpg
John Romero (2012)

In der Folge gründete Romero 2001 zusammen mit Hall, Case und Brian Moon das Studio Monkeystone Games, eine kleine Entwicklungsfirma, um Spiele für den stark aufstrebenden Markt von Spielen für Handhelds, Mobiltelefone etc. zu entwickeln.<ref>Robert Howarth: MonkeyStone Games: An ex-ION interview with Killcreek, Romero and Hall. In: Voodoo Extreme. 4. Oktober 2001, archiviert vom Vorlage:IconExternal; abgerufen am 21. Dezember 2001.</ref> Seit März 1998 ist Romero Vorsitzender des Advisory Boards der E-Sport-Liga Cyberathlete Professional League.

Ebenfalls 2003 kehrte Romero wieder zum PC-Spielesektor zurück und arbeitete mit seinem ehemaligen Kollegen Tom Hall als Projektleiter beim Publisher Midway Games. Dort beschäftigte sich Romero zusammen mit dem ehemaligen Black-Isle-Mitarbeiter Joshua E. Sawyer an der Entwicklung des Actionrollenspiels Gauntlet: Seven Sorrows. Die Zusammenarbeit mit Midway endete aus unbekannten Gründen noch vor der Veröffentlichung des Spiels im Juli 2005.<ref>Romero exits Midway</ref>

Ende August gab Romero bekannt, Mitgründer eines neuen Entwicklungsstudios in der kalifornischen San Francisco Bay Area zu sein, das Mitte 2006 auf den Namen Slipgate Ironworks (kurz Slipgate) getauft wurde. Der Name ist eine Anspielung auf ein Teleportationsgerät, das im Spiel Quake auftauchte.

In einem Interview mit einem US-Magazin bestätigte Romero im September 2005, an einem MMOG zu arbeiten. Eigenen Angaben zufolge wurde in das Projekt schon deutlich mehr als 10 Millionen $ investiert. Seinen Geschäftspartner hat er angeblich bei Internetrecherchen gefunden. Zitat aus dem Interview: „Wir sind keine gewöhnliche Spieleentwicklungsfirma und wir produzieren keine gewöhnlichen Spiele.“ Das derzeit nur als Super Secret Mystery Project bekannte Videospiel soll, wie Romero später erneut bekräftige, etwas Einmaliges sein und könnte bei seiner ersten Präsentation die Anwesenden „ein bisschen“ schockieren.

2010 war er auch maßgeblich an der Entwicklung des Social Network Games Ravenwood Fair beteiligt.<ref>Life After ‘Doom’: Estranged Creators of Era-Defining Game Speak Rolling Stone</ref> Romero betreibt zusammen mit seiner Frau Brenda das Studio Romero Games, welches 2020 den Strategie-Titel Empire of Sin veröffentlichte.<ref>Peter Glagowski: Empire of Sin is a dream game for John and Brenda Romero. In: Destructoid. 22. Juni 2019, abgerufen am 15. November 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Privates

Romero war von 1987 bis 1989 mit Kelly Mitchell verheiratet, ab 1990 dann mit Elizabeth Ann McCall.<ref name=":1">John Romero Marriages and Divorces. In: Strictly Weddings. Abgerufen am 23. Juli 2023.</ref> Über die Probleme seines Unternehmens zerbrach Romeros zweite Ehe und er ging eine Beziehung mit seiner Mitarbeiterin Stevie Case ein, die als Testerin und später auch als Leveldesignerin an Daikatana mitarbeitete. 2003 endete diese Beziehung.<ref>David Kushner: Stevie Case vs. the World: A Pioneering Gamer Opens Up About Industry Sexism. In: Vanity Fair. Condé Nast, 26. Oktober 2022, abgerufen am 23. Juli 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 2004 heiratete er Raluca Alexandra Pleșca. Die Ehe hielt bis 2011.<ref name=":1" /> An seinem Geburtstag im Oktober 2012 heiratete er schließlich Brenda Brathwaite.<ref>Sinan Kubba: Game Designers Union: Brenda Brathwaite marries John Romero. In: Engadget. Abgerufen am 23. Juli 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Aus seinen ersten beiden Ehen hat Romero drei Kinder: Michael Alfonso (* 1988), Steven Patrick (* 1989) und Lillia Antoinette (* 1998).

Literatur

  • David Kushner: Masters of Doom: How Two Guys Created an Empire and Transformed Pop Culture. Random House, ISBN 0-375-50524-5 (englisch, gebundene Ausgabe)

Weblinks

Commons: John Romero – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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