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Cotagaita

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Cotagaita
Cotagaita im Jahr 1812
Cotagaita im Jahr 1812
Basisdaten
Vollständiger Name Santiago de Cotagaita
Einwohner (Stand) 3197 Einw. (Volkszählung 2024)
Rang Rang 115
Höhe 2640 m
Postleitzahl 05-0601-0101-5001
Telefonvorwahl (+591)
Koordinaten 20° 49′ S, 65° 40′ WKoordinaten: 20° 49′ S, 65° 40′ W
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Santiago de Cotagaita (Bolivien)
Santiago de Cotagaita (Bolivien)
Santiago de Cotagaita
Politik
Departamento Potosí
Provinz Provinz Nor Chichas
Klima
Datei:Klimadiagramm Cotagaita.png
Klimadiagramm Cotagaita

Cotagaita (auch: Santiago de Cotagaita) ist eine Landstadt im Departamento Potosí im südamerikanischen Andenstaat Bolivien. Die Ortschaft wurde im Jahr 1570 gegründet.

Lage im Nahraum

Cotagaita ist zentraler Ort des Municipio Cotagaita und Hauptstadt der Provinz Nor Chichas. Cotagaita liegt auf einer Höhe von 2640 m am Río Cotagaita, einem Zufluss des Río Pilcomayo.

Geographie

Cotagaita liegt im südlichen Teil der kargen Hochebene des bolivianischen Altiplano. Das Klima ist wegen der Binnenlage kühl und trocken und durch ein typisches Tageszeitenklima gekennzeichnet, bei dem die Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht in der Regel deutlich größer sind als die jahreszeitlichen Schwankungen.

Die Jahresdurchschnittstemperatur liegt bei 15 °C (siehe Klimadiagramm Cotagaita) und schwankt nur unwesentlich zwischen 11 °C im Juni/Juli und 18 °C im Dezember und Januar. Der Jahresniederschlag beträgt nur etwa 300 mm, mit einer stark ausgeprägten Trockenzeit von April bis Oktober mit Monatsniederschlägen unter 10 mm, und einer Feuchtezeit von Dezember bis Februar mit 70–80 mm Monatsniederschlag.

Geschichte

Während der Südamerikanischen Unabhängigkeitskriege fand im Jahr 1810 am Stadtrand von Cotagaita die Schlacht von Cotagaita statt, bei der die spanischen royalistischen Truppen siegten.

Verkehrsnetz

Cotagaita liegt in einer Entfernung von 240 Straßenkilometer südlich von Potosí, der Hauptstadt des Departamentos.

Von Potosí aus führt die asphaltierte Nationalstraße Ruta 1, die vom Titicaca-See aus in südöstlicher Richtung bis zur argentinischen Grenze führt, über 37 Kilometer nach Cuchu Ingenio. Von dort aus zweigt die Ruta 7 in südlicher Richtung ab und erreicht über Vitichi und Tumusla nach 203 Kilometern Cotogaita.

Etwa 83 Straßenkilometer weiter südlich liegt die Stadt Tupiza. In Ost-West-Richtung bestehen keine befestigten Verkehrswege.

Bevölkerung

Die Einwohnerzahl der Ortschaft ist in den vergangenen beiden Jahrzehnten um fast die Hälfte angestiegen:

Jahr Einwohner Quelle
1992 1 401 Volkszählung<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />INE – Instituto Nacional de Estadística Bolivia 1992 (Memento vom 23. April 2014 im Internet Archive)</ref>
2001 1 645 Volkszählung<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />INE – Instituto Nacional de Estadística Bolivia 2001 (Memento vom 24. September 2015 im Internet Archive)</ref>
2012 3 931 Volkszählung<ref>INE – Instituto Nacional de Estadística Bolivia: Censo Nacional de Población y Vivienda 2012. Abgerufen am 24. Oktober 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
2024 3 197 Volkszählung<ref>INE – Instituto Nacional de Estadística Bolivia: Poblacional Censo Población y Vivienda 2024. Abgerufen am 20. September 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Die Bevölkerung der Region gehört vor allem dem indigenen Volk der Quechua an, 96,1 Prozent der Einwohner im Municipio Cotagaita sprechen Quechua.

Naturkatastrophen

Am 6. Februar 2020 kam es in Folge von schweren Regenfällen in der Region zu katastrophalen Überschwemmungen durch den gleichnamigen Fluss. Mehrere Hundert Häuser wurden zerstört und rund ein Drittel der Bevölkerung war von den Schäden betroffen.<ref>[1] El Deber, 7. Februar 2020</ref>

Einzelnachweise

<references/>

Weblinks