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Roi Alexandrowitsch Medwedew

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Roi Alexandrowitsch Medwedew (2005)

Roi Alexandrowitsch Medwedew ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), wiss. Transliteration {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value); * 14. November 1925 in Tiflis, Georgische SSR, Sowjetunion; † 13. Februar 2026 in Moskau) war ein sowjetischer bzw. russischer Historiker und Politiker.

Leben

Sein Vater war Politkommissar, wurde 1938 während des Großen Terrors verhaftet und starb 1941 in einem Lager des Kolymagebiets.<ref>Медведев Александр Романович 1899 – 1941. In: Воспоминания о ГУЛАГе и их авторы. 2026, abgerufen am 13. Februar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Den Vornamen Roi hatte er seinem Sohn zu Ehren des indischen Revolutionärs Manabendra Nath Roy gegeben.<ref name="dissi">Nikolai Mitrochin: Roi Medwedew. In: Biografisches Lexikon Widerstand und Opposition im Kommunismus 1945–91. April 2016, abgerufen am 14. Februar 2026.</ref>

Nach dem Armeedienst bei einer Einheit im Transkaukasischen Militärbezirk (1943–1946) studierte Roi Medwedew bis zum Abschluss 1951 Pädagogik und Philosophie an der Staatlichen Universität Leningrad.<ref name="bigenc">Медве́дев Рой Александрович. In: Большая российская энциклопедия. 2012, abgerufen am 13. Februar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Er arbeitete zunächst als Geschichtslehrer und Schulleiter (1951–1957), war dann Herausgeber beim Staatlichen Verlag für Pädagogische Literatur (1957–1961) und Leiter des Forschungsinstituts für Industrielle Ausbildung an der Akademie der Pädagogischen Wissenschaften der UdSSR (1961–1971).<ref name="enca">Рой Александрович Медведев. In: Энциклопедия ньюсмейкеров. 2012, abgerufen am 14. Februar 2026.</ref> Seit 1971 arbeitete Medwedew als freier Schriftsteller.<ref name="brit">Roy Medvedev. In: Encyclopædia Britannica. Abgerufen am 14. Februar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Seit Anfang der 1960er Jahre betätigte er sich als Dissident und wurde ein renommierter Kritiker des Stalinismus.<ref name="slowar">Медве́дев Рой Алек¬сан¬д¬ро¬вич. In: Энциклопедический словарь. 2009, abgerufen am 14. Februar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> So gab er zwischen 1964 und 1970 die Samisdat-Zeitschrift Politisches Tagebuch (Политический дневник) heraus.<ref name="bigenc" />

Medwedew war in der Zeit der Entstalinisierung 1956 in die KPdSU eingetreten und wurde 1969 aus ihr ausgeschlossen,<ref name="brit" /> als auch sein 1961 begonnenes Hauptwerk Das Urteil der Geschichte als Samisdat Verbreitung fand.<ref name="enca" /> 1970 forderte er in einem Offenen Brief mit Andrei Sacharow und Valentin Turtschin die Demokratisierung der Sowjetunion.<ref name="bigenc" />

1988 wurde sein Ausschluss aufgehoben, seine Bücher konnten in der Sowjetunion wieder veröffentlicht werden.<ref name="enca" /> Medwedew stieg während der Zeit der Perestroika in das Zentralkomitee der KPdSU auf (1989–1991).<ref name="writers">Medvedev, Roy (Alexandrovich). In: Writers Directory. 2005, abgerufen am 14. Februar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Nach dem Zerfall der Sowjetunion galt Medwedew als einer der Führer der Bewegung für demokratischen Sozialismus, von 1991 war er einer der Vorsitzenden der Sozialistischen Partei der Werktätigen Russlands (Социалистическая партия трудящихся Российской Федерации).<ref name="enca" /> Er war ein vehementer Gegner des Augustputsches 1991 und auch der Regierung von Boris Jelzin.<ref name="mk2025">Историк Рой Медведев назвал ельцинские годы худшим временем своей жизни. In: mk.ru. 23. September 2025, abgerufen am 14. Februar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Wladimir Putin widmete er einige apologetische Bücher,<ref>Kerstin Holm: Geschichte richtet, in: FAZ, 14. November 2015, S. 15</ref><ref>Praising ode – Politics – Novaya Gazeta. 25. Januar 2008, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 18. Mai 2015; abgerufen am 13. Februar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> die im Westen keine Verbreitung mehr fanden. Mit seinen positiven Einschätzungen Putins selbst nach Beginn des russischen Überfalls auf die Ukraine schwand Medwedews Reputation bei vielen westlichen Historikern.<ref name="bmartin"></ref>

Roi Medwedew starb Mitte Februar 2026 im Alter von 100 Jahren.<ref>Robert D. McFadden: Roy Medvedev, Soviet Era Historian and Dissident, Is Dead at 100. In: The New York Times. 14. Februar 2026, abgerufen am 14. Februar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Sein Zwillingsbruder war der 2018 verstorbene Biochemiker und ehemalige sowjetische Dissident Schores Alexandrowitsch Medwedew.

Schriften

  • Der Produktionsunterricht an den sowjetischen Schulen. Übersetzung Walter Lange. Bearbeitet und durch die Analyse der Stundentafeln und Lehrpläne ergänzt von Wolfgang Heide. Verlag Volk und Wissen, Berlin 1962.
  • Sie sind ein psychiatrischer Fall, Genosse. Übersetzung aus dem Englischen von Leopold Voelker. Praeger, München 1972.
  • Sowjetbürger in Opposition. Plädoyer für eine sozialistische Demokratie. Vorwort von Iring Fetscher. Übersetzung aus dem Französischen von Wilhelm Thaler und Rolf Hanse. Claassen, Hamburg 1973, ISBN 3-546-46433-8.
  • Die Wahrheit ist unsere Stärke. Geschichte und Folgen des Stalinismus. Übersetzung aus dem Amerikanischen Günther Danehl. S. Fischer, Frankfurt am Main 1973, ISBN 3-10-050301-5.
  • Solschenizyn und die sowjetische Linke. Eine Auseinandersetzung mit dem Archipel GULag und weitere Schriften. Olle und Wolter, Berlin 1976, ISBN 3-921241-25-1.
  • Problems in the Literary Biography of Mikhail Sholokhov. Cambridge University Press, 1977.
  • Oktober 1917. Aus dem Russischen von Helga Jaspers. Hoffmann und Campe, Hamburg 1979, ISBN 3-455-08869-4.
  • Chruschtschow. Eine politische Biographie. Aus dem Russischen von Anton Manzella. Seewald, Stuttgart 1984, ISBN 3-512-00703-1.
    • Хрущёв. Политический биография (USA, 1986).
  • All Stalin’s men. Blackwell, Oxford 1983.
    • Они окружали Сталина (USA, 1984).
  • Das Urteil der Geschichte. Stalin und Stalinismus. [Hrsg. von Helmut Ettinger] (3 Bände). Dietz Verlag, Berlin 1992, ISBN 3-320-01780-2 (dt. Erstausgabe).
  • Владимир Путин (2007).
  • Юрий Андропов (2007). Das Buch über Juri Wladimirowitsch Andropow erhielt die FSB-Prämie für Literatur 2007<ref>События и мнения: Тайный инструмент. In: Literaturnaja gaseta. 2007, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 9. März 2008; abgerufen am 13. Februar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Literatur

  • Barbara Martin: Roy Medvedev’s Political Diary: An Experiment in Free Socialist Press. In: Jahrbücher für Geschichte Osteuropas. Band 67, Heft 4, 2019, S. 601–626.
  • Медве́дев Рой Александрович. In: Большая российская энциклопедия. 2012; (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).

Weblinks

Commons: Roi Alexandrowitsch Medwedew – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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