Zum Inhalt springen

Duane Eddy

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 30. April 2026 um 13:49 Uhr durch imported>WAH (teilw. rev., war richtig).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Datei:DuaneEddyPall231018-4 (31866003608) (cropped).jpg
Duane Eddy (2018)

Duane Eddy (* 26. April 1938 in Corning, New York; † 30. April 2024 in Franklin, Tennessee) war ein US-amerikanischer Rock- und Pop-Gitarrist. Insbesondere in den späten 1950er- und frühen 1960er-Jahren wurde er mit Instrumentalsongs wie Rebel-’Rouser oder Peter Gunn bekannt. Sein charakteristischer „Twang“-Gitarrenklang war über seine eigenen Hits hinaus stilprägend für das E-Gitarrenspiel und den Rock ’n’ Roll.<ref>Duane Eddy: Erfinder des „Twang“ stirbt mit 86 Jahren. 2. Mai 2024, abgerufen am 2. Mai 2024.</ref><ref>Redaktion: „King of Twang“ Duane Eddy ist tot. 2. Mai 2024, abgerufen am 2. Mai 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Mit mehr als 100 Millionen verkauften Tonträgern ist er der erfolgreichste Rock-’n’-Roll-Instrumentalmusiker aller Zeiten.

Biographie

Duane Eddy wurde 1938 in Corning im Bundesstaat New York geboren und begann im Alter von fünf Jahren, wie sein Vorbild Gene Autry, Gitarre zu spielen. 1951 siedelte er mit seiner Familie nach Arizona um. Von 1959 bis 1961 war er mit Carol Fowler verheiratet.<ref> https://www.washingtonpost.com/obituaries/2024/05/02/duane-eddy-guitar-twang-dead/ </ref>

1963 heiratete er die Country-Sängerin Mirriam Johnson, die später als Jessi Colter bekannt wurde.<ref>Jessi Colters Website|</ref> Sie arbeiteten auch auf künstlerischem Gebiet zusammen und veröffentlichten 1967 die gemeinsame Single Guitar on My Mind. Die Ehe wurde 1968 geschieden, und Colter heiratete 1969 den Country-Sänger Waylon Jennings. Eddy heiratete 1979 Diane Mary „Deed“ Abbate und lebte mit ihr in Memphis.

Duane Eddy starb im April 2024 im Alter von 86 Jahren in Tennessee an einer Krebserkrankung. Er hinterließ seine Ehefrau und vier Kinder.<ref>Remembering ‘Rebel Rouser’ rock icon Duane Eddy, dead at 86. In: azcentral.com. 1. Mai 2024, abgerufen am 1. Mai 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Werk und Erfolge

Ab Ende der 1950er Jahre war Duane Eddy für seine Instrumentalmusik auf der E-Gitarre bekannt, mit der er für einige Jahre regelmäßig in den US-amerikanischen und europäischen Charts vertreten war. Eddys Markenzeichen war sein als „Twang“ bezeichneter Gitarrenklang.<ref>Duane Eddy ist tot: Gitarrist von »Peter Gunn«, »Pepe« war der »King of Twang«. In: Der Spiegel. 2. Mai 2024, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 2. Mai 2024]).</ref> Duane Eddy wurde 1994 in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen<ref name="RnRHoF">Rock and Roll Hall of Fame: Duane Eddy</ref> und 2008 in die Musicians Hall of Fame. Zu Eddys bekanntesten Instrumentaltiteln gehören seine Version von Peter Gunn (1959) des Komponisten Henry Mancini, Rebel-’Rouser (1958), Forty Miles of Bad Road (1959), A Londonderry Air (1961), Dance with the Guitar Man (1962) und Boss Guitar (1962). Zeitweiliger Produzent und häufiger Koautor seiner Titel war Lee Hazlewood.

Die 1960er Jahre waren mit etwa 20 veröffentlichten Alben Eddys produktivste Schaffensperiode; allein 1965 erschienen sechs seiner Langspielplatten. Er konnte in den USA trotz mehrerer Goldener Schallplatten – die erste davon erhielt er 1958<ref name="Rocklexikon">Das neue Rocklexikon, Bd. 1, S. 253 f.</ref> – nie einen Nummer-eins-Hit erzielen. Die höchste Position in den US-Charts - Platz 4 - erreichte 1960 sein Song Because They’re Young. Im Laufe der 1950er und 1960er Jahre platzierten sich fünfzehn seiner Singles in den Top 40 der US-Billboard-Charts.<ref name="RnRHoF" /> Nach der British Invasion Mitte der 1960er Jahre war Eddy kaum noch in den Charts vertreten.

In den 1980er Jahren nahm Eddy mit der britischen Band The Art of Noise den Song Peter Gunn in einer modernisierten Version auf, wofür sie 1987 einen Grammy Award in der Kategorie Best Rock Instrumental Performance erhielten. Danach arbeitete Eddy noch bei zwei weiteren Liedern mit Art of Noise zusammen, die ihn nach längerer Zeit wieder in die Charts brachten. 1994 wurde seine Version von Peter Gunn in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen. 2004 erhielt er den Guitar Player Magazine Legend Award – eine Auszeichnung, die zuvor erst einmal verliehen worden war. Insgesamt wurden von Eddys Aufnahmen weltweit mehr als 100 Millionen Tonträger verkauft – damit ist er der erfolgreichste Rock-‘n’-Roll-Instrumentalmusiker aller Zeiten.<ref name="RnRHoF" /> Seine letzten Konzerte spielte er 2018.<ref>Duane Eddy. In: concertarchives.org. Abgerufen am 2. Mai 2024.</ref>

Gitarrenklang als Markenzeichen

Datei:DuaneEddyPall231018 (45737562891).jpg
Duane Eddy (2018)

Eddy erzeugte den typischen Duane-Eddy-Twang, indem er die Leitmelodie auf den Bass-Saiten seiner E-Gitarre spielte und mit einer Kombination aus den Klangeffekten Tremolo, Echo und Hall arbeitete, die seinem Gitarrenspiel einen tiefen, erdigen Klang verliehen. Der Gitarrenklang auf Eddys Aufnahmen wurde auch durch die Wahl seines Instruments beeinflusst. Zu Beginn seiner Laufbahn spielte Eddy zunächst eine Gibson Les Paul. Später wechselte er zum Modell Gretsch Chet Atkins. Er sattelte 1962 auf ein nach seinen Vorgaben entwickeltes Sondermodell der Firma Guild um, die Duane Eddy DE-500.<ref name="Gruhn/Carter">George Gruhn, Walter Carter: Elektrische Gitarren & Bässe, S. 235. PPV Verlag, Bergkirchen 1999. ISBN 3-932275-04-7</ref> Das Gretsch- und das Guild-Modell sind Gitarren mit Hohlkorpus und mit für Eddys typischen Klang unverzichtbarer Bigsby-Vibratoeinheit.<ref name="Stromgitarren140">Stromgitarren, S. 140 f.: „Masters of Twang and Hillbilly“. Testbericht über das Modell „Guild Duane Eddy“.</ref>

Duane Eddys Gitarrenspiel gilt als einflussreich. Laut BBC lässt sich beispielsweise in einzelnen Hits von The Beatles (Day Tripper), Bruce Springsteen (Born To Run) oder Blondie (Atomic) die Verwendung des Twangs erkennen.<ref>'King of Twang' guitarist Duane Eddy dies at 86. 2. Mai 2024 (bbc.com [abgerufen am 2. Mai 2024]).</ref> Der Rolling Stone listete 2015 Eddy auf Rang 64 der 100 größten Gitarristen aller Zeiten.<ref>100 Greatest Guitarists of All Time. Rolling Stone, 18. Dezember 2015, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 24. November 2017; abgerufen am 2. Mai 2024 (englisch).</ref> Das Wizzard-Stück Eddy's Rock von der LP Wizzard Introducing Eddy and the Falcons bezieht sich auf Duane Eddy.<ref>LP-Besprechung in Sounds – Platten 66–77 – 1827 Kritiken, Frankfurt am Main 1979, S. 814–816</ref>

Diskografie

Alben

Lua-Fehler in package.lua, Zeile 80: module 'Module:Musikcharts/countries' not found

Weitere Alben

  • 1962: Twistin’ with Duane Eddy
  • 1962: $1,000,000.00 Worth of Twang, Volume II
  • 1963: Surfin’
  • 1963: Duane Eddy & The Rebels – In Person
  • 1963: “Twang” a Country Song
  • 1964: 16 Greatest Hits
  • 1965: Water Skiing
  • 1965: Twangin’ the Golden Hits
  • 1965: Twangsville
  • 1965: The Best of Duane Eddy
  • 1965: Duane a Go Go Go
  • 1965: Duane Eddy Does Bob Dylan
  • 1966: The Biggest Twang of All
  • 1967: The Roaring Twangies
  • 1967: Tokyo Hits (nur in Japan)
  • 1975: The Vintage Years
  • 1978: Pure Gold
  • 1978: Twenty Terrific Twangies
  • 1987: Duane Eddy
  • 1991: Twangy Peaks
  • 1993: Twang Thang: The Duane Eddy Anthology
  • 1996: Ghostrider
  • 2011: Road Trip
  • 2013: Complete UK Hits: 1958–62
  • 2016: Playlist – The Best of Duane Eddy

Singles

Lua-Fehler in package.lua, Zeile 80: module 'Module:Musikcharts/countries' not found

Weitere Singles

  • 1955: I Want Some Lovin’
  • 1961: Gidget Goes Hawaiian
  • 1962: The Avenger
  • 1962: The Battle
  • 1962: Runaway Pony
  • 1962: Moanin’ ’N’ Twistin’
  • 1964: Guitar Child
  • 1964: Water Skiing
  • 1964: Guitar Star
  • 1965: Moon Shot
  • 1965: Trash
  • 1965: Don’t Think Twice, It’s Alright
  • 1966: El Rancho Grande
  • 1966: Daydream
  • 1967: Roarin’
  • 1967: Guitar on My Mind
  • 1968: There Is a Mountain
  • 1968: The Satin Hours
  • 1969: Break My Mind
  • 1970: Freight Train
  • 1970: Something
  • 1972: Renegade
  • 1975: The Man With The Gold Guitar
  • 1975: Love Confusion
  • 1976: You Are My Sunshine
  • 1987: Spies
  • 1987: Rockestra Theme

Gastbeiträge

Lua-Fehler in package.lua, Zeile 80: module 'Module:Musikcharts/countries' not found

Filmografie (Auswahl)

  • 1961: Massaker im Morgengrauen (A Thunder of Drums)
  • 1961–1962: Have Gun – Will Travel (Fernsehserie, 2 Folgen)
  • 1962: Das zerrissene Lasso (The Wild Westerners)
  • 1968: Die grausamen Sieben (The Savage Seven)
  • 1968: Kona Coast
  • 1973: Sing a Country Song

Literatur

  • Stromgitarren; Sonderheft der Zeitschrift Gitarre & Bass zur Geschichte der E-Gitarre. MM-Musik-Media-Verlag, Ulm 2004. ISSN 0934-7674
  • Barry Graves/Siegfried Schmidt-Joos: Das neue Rock-Lexikon. Vollständig überarbeitete und erweiterte Neuausgabe. rororo Handbuch 6320, Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek bei Hamburg 1990. ISBN 3-499-16321-7.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein