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Bremsklotz

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Vorlage:Hinweisbaustein

Datei:Klotzbremse an kutsche mit neuem bremsklotz.jpg
Schleifbremse mit neuem Bremsklotz an einer historischen Postkutsche

Ein Bremsklotz ist der feststehende Teil einer Klotzbremse, der dazu geeignet ist, eine Reibkraft zu erzeugen, wenn er in Kontakt mit einer Lauffläche kommt.<ref name=":1">Norm DIN EN 16452:2019-06 Bahnanwendungen – Bremse – Bremsklötze</ref> Durch die Reibkraft zwischen Bremsklotz und der Lauffläche wird die Bewegungsenergie des Rades in Reibungs- und Zerspannungsarbeit umgewandelt, wodurch dessen Geschwindigkeit verringert wird.<ref name=":0">Bremsklotz. In: Lexikon Eisenbahn. 6., bearbeitete und ergänzte Auflage. Transpress VEB Verlag für Verkehrswesen, Berlin 1981, S. 143.</ref> Die Anpresskräfte werden mechanisch, hydraulisch oder pneumatisch aufgebracht.

Man unterscheidet zwischen ungeteilten und geteilten Bremsklötzen.<ref name=":0" /> Ungeteilte Bremsklötze bestehen aus einem (z. .B. gegossenen) Stück, während geteilte Bremsklötze aus einem Trägerbauteil (auch Schuh genannt) bestehen, auf dem ein Bremsbelag (auch Bremssohle oder kurz Sohle genannt) angebracht ist. Die Bremsbeläge werden auf das Trägerelement geklebt, genietet, eingegossen oder formschlüssig befestigt, beispielsweise mittels Keile. Der Bremsklotz hat an seiner Andruckseite die Form des sich bewegenden Bauteils.

Bei Trommelbremsen wird statt Bremsklotz der Begriff Bremsbacke verwendet. Bremsklötze werden ausgetauscht, wenn der aufgebrachte Bremsbelag verschlissen ist.

Mitunter wird unter den Bremsklotz eine Geräuschdämmplatte aus Metall oder Kunststoff angebracht, um die Geräuschübertragung in das Fahrzeuginnere zu minimieren.

Erste Bremsklötze fanden sich an Kutschen und landwirtschaftlichen Leiterwagen. Hier drückte ein entweder durch einen Hebel oder einen Spindeltrieb angedrückter Holzklotz auf die Radlauffläche. Die Spindelbremse befindet sich meist auf der rechten Seite der Kutsche, da Kraft und Geschick nötig sind, um die Bremse schnell genug anzuziehen.

Schienenverkehr

Im Eisenbahnwesen wurden für die Klotzbremse ab den 1860er Jahren Bremsklötze aus Grauguss verwendet, seit Mitte der 21.-Jahrhunderts Komposit-Bremssohlen.<ref name=":2">Dieter Jaenichen: Zur Geschichte der Bremstechnik. In: Der Eisenbahningenieur. Eurailpress, November 2010, ISSN 0013-2810, S. 47–53.</ref>

Bremsklötze sind in der Regel über Hängeeisen mit dem Fahrzeug bzw. dem Fahrwerk verbunden. Über das Bremsgestänge werden sie an die Radsätze gedrückt.<ref name=":0" />

Üblicherweise wird zwischen vier Bauarten von Bremsklötzen unterschieden:<ref name=":1" />

Typ Beschreibung Beispiel
B Ungeteilter Bremsklotz Datei:60163 Tornado brake shoe.jpg
Bg Bremsklotz geteilt Datei:Clp 20140902 2998 Grauguss-Bremssohle.jpg
Bgu Bremsklotz geteilt mit unterteilter Sohle Datei:Dvoušpalíková zdrž.JPG
Bdg Bremsklotz doppelt geteilt Datei:Dvojčitá zdrž.JPG

Seit 1927 werden Bremsklötze immer geteilt ausgeführt, um die Bremssohle unabhängig vom Bremsklotz tauschen zu können. Die Bauart "B" wird deshalb heute nicht mehr eingesetzt.<ref name=":2" />

Weblinks

Commons: Bremsklotz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Bremsklotz – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Literatur

  • Norm DIN EN 16452:2019-06 Bahnanwendungen – Bremse – Bremsklötze
  • UIC-Merkblatt 541-1:2016-10 Bremse - Vorschriften für den Bau der verschiedenen Bremsteile

Einzelnachweise

<references />