Zum Inhalt springen

Bangweulusee

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 16. November 2025 um 11:11 Uhr durch ~2025-34039-74 (Diskussion) (Beschreibung).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Bangweulusee
Datei:Bangweulu oli 2020136 Zambia.jpg
Landsat-Satellitenbild des Sees und angrenzenden Feuchtgebiets am 15. Mai 2020
Geographische Lage SambiaDatei:Flag of Zambia.svg Sambia
(Nordosten)
Zuflüsse Seitenarm des Chambeshi
Abfluss Luapula
Inseln Chishi Island, Mbabala, Chilubi
Orte am Ufer Samfya, Lubwe
Daten
Koordinaten 11° 12′ S, 29° 44′ OKoordinaten: 11° 12′ S, 29° 44′ O
 {{#coordinates:−11,200277777778|29,738333333333|primary
dim=75000 globe= name=Bangweulusee region=ZM-04/ZM-05 type=waterbody
  }}
Höhe über Meeresspiegel 1140 m<ref name="ilec"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Data Summary (Memento vom 30. September 2007 im Internet Archive)</ref>
Fläche 9840 – 15.100 km²dep1<ref name="worldlakes">Lake Profile Bangweulu. In: worldlakes.org. Abgerufen am 29. April 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref name="ilec" />
Länge 75 km<ref name = taxa />
Breite 35 km<ref name = taxa />
Volumen 5 km³<ref name="ilec" /><ref name="worldlakes" />
Umfang 490 km<ref name="ilec" />
Maximale Tiefe 10 m<ref name = ilec /><ref name="worldlakes" />
Mittlere Tiefe 4 m<ref name="ilec" /><ref name="worldlakes" />
Einzugsgebiet 100.800 km²<ref name="worldlakes" />

Besonderheiten

verlandet durch Sedimentanspülungen der Zuflüsse

Der Bangweulusee (Bemba für Ort, wo das Wasser den Himmel trifft, auch Bangweolosee; englisch Lake Bangweulu; früher Lake Bemba) ist ein See im Nordosten Sambias. Er liegt an der tiefsten Stelle des Bangweulubeckens.<ref name="worldlakes" />

Beschreibung

Der Bangweulusee ist weniger als ein Einzelgewässer zu verstehen. Er und angrenzende Sumpfgebiete umfassen ein komplexes System von Feuchtgebieten. Er ist verbunden mit einer Vielzahl an kleineren Seen. Die beiden größten von ihnen, neben dem Bangweulusee selber, sind der im Südosten liegende Walilupesee und der westliche Chifunabulisee, die über Kanäle mit dem Bangweulusee verbunden sind. Die Seen werden meist als einer betrachtet. Trockenes Land findet sich in Form von Inseln, von denen die größeren bewohnt und bewirtschaftet sind.<ref name = taxa >New or otherwise interesting desmid taxa from the Bangweulu region (Zambia). 1. Genera Micrasterias and Allorgeia (Desmidiales)</ref><ref name="ris">Information Sheet on Ramsar Wetlands. (PDF; 186 KB) Ramsar Sites Information Service, abgerufen am 29. April 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Geografie

Datei:Samfya beach,Lake Bangweulu before covid 19 pandemic.jpg
Der Bangweulusee in Samfya.

Er befindet sich in einem etwa 1140 m hoch gelegenen Becken.<ref name="ilec" /> Der See erstreckt sich in der Trockenzeit 80 km in Nord-Süd und 40 km in Ost-West-Richtung.<ref name="worldlakes" /> Er wird durch die Sedimentanspülungen der Zuflüsse zunehmend sumpfig, wodurch die Bangweulusümpfe immer größer werden und je nach Wasserstand die Seegröße variiert. Dem maximal etwa 10 m tiefen See, der von 17 Zuflüssen, darunter von einem Seitenarm des Chambeshis gespeist wird, entfließt der Luapula, der in den Mwerusee mündet und über den an ihn anschließenden Luvua ein Nebenfluss des Kongos ist.<ref name="ris" /> Die Region weist hohe Niederschläge auf, die jährlich zwischen 1200 und 1400 mm liegen.<ref name="Ng'onga" />

Der Ort Samfya liegt am Südwestufer des Sees. Er ist Sitz der Verwaltung des gleichnamigen Distrikts. Auf der Westseite liegt zudem der Ort Lubwe.<ref name="worldlakes" /><ref name="ris" />

Ökologie

Ein Teil des Bangweulusees und umliegende Feuchtgebiete wurden 1991 als Ramsar-Gebiet Bangweulusümpfe ausgewiesen, das 2007 von 2500 km² auf 11.000 km² erweitert wurde und seitdem den größten Teil des Sumpfgebiets abdeckt.<ref name = taxa /><ref>Bangweulu Swamps. Ramsar Sites Information Service, abgerufen am 29. April 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Wirtschaft

Jährlich werden im See etwa 15.000 Tonnen Fisch gefangen. Er ist damit der wichtigste lokale Wirtschaftsfaktor.<ref name="Ng'onga"></ref>

Entdeckung

Als erster Europäer traf David Livingstone 1868 am Bangweulusee ein, und sechs Jahre später am 1. Mai 1873 starb er 200 km südlich des Sees, in Chipundu. Nach ihm lieferten genauere Erforschungen der französische Reisende Victor Giraud 1883 und der Engländer Thomson 1890. Poulett Weatherley umsegelte 1896 als Erster den See.<ref>Hugh Chisholm: Bangweulu. In: Cambridge University Press (Hrsg.): Encyclopædia Britannica. 11. Auflage. Band 3, 1911, S. 318.</ref>

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

Commons: Bangweulusee – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Vorlage:Hinweisbaustein