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Stefan Hell

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Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 13. April 2026 um 12:41 Uhr durch imported>PRmpimfHD (Es fehlten grundlegende Informationen zu Stefan Hell, allen voran, dass er auch am Max-Planck-Institut für medizinische Forshcung Direktor ist un dnicht nur am MPI in Göttingen. Zudem haben wir auch weitere Stellen aktualisiert.).
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Stefan Hell mit dem Orden Pour le Mérite
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Stefan W. Hell (2010)

Stefan Walter Hell (* 23. Dezember 1962 in Arad, Volksrepublik Rumänien) ist ein rumäniendeutscher Physiker und Hochschullehrer. Er ist Direktor am Max-Planck-Institut für Multidisziplinäre Naturwissenschaften in Göttingen und am Max-Planck-Institut für medizinische Forschung mit Standorten in Heidelberg und Heilbronn. Bekanntheit erlangte Hell vor allem durch die Entwicklung hochauflösender optischer Mikroskope jenseits der Beugungsgrenze (STED-Mikroskop). 2014 wurde ihm zusammen mit Eric Betzig und William Moerner der Nobelpreis für Chemie verliehen.

Leben und Wirken

Stefan Hell entstammt einer Familie Banater Schwaben<ref>Christopher Schrader: Das Feld hat sich stürmisch entwickelt. sueddeutsche.de, 8. Oktober 2014, abgerufen am 8. Oktober 2014.</ref> aus dem zwanzig Kilometer von Arad entfernten Dorf Sântana ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)),<ref>adz.ro, ADZ, Werner Kremm: Noch ein guter Tag für das Banat. Dem aus Sanktanna stammenden Stefan W. Hell wurde der Nobelpreis für Chemie zugesprochen.</ref> wo er die deutsche Schule besuchte.<ref>adz.ro, ADZ, Banater Schwabe erhält Nobelpreis für Chemie</ref> Von 1977 bis 1978 war er Schüler des Nikolaus-Lenau-Lyzeums in Timișoara, bevor seine Familie 1978 mit ihm in die Bundesrepublik Deutschland übersiedelte und er am Carl-Bosch-Gymnasium in Ludwigshafen am Rhein das Abitur ablegte.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig EXCLUSIV Stefan W.Hell, al doilea elev de la Liceul „Nikolaus Lenau“ din Timişoara care a câştigat un Nobel.] Adevărul, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 8. Oktober 2014 (rumänisch).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Ab 1981 studierte Hell Physik an der Universität Heidelberg und war von 1984 bis 1990 Stipendiat der Konrad-Adenauer-Stiftung. Nach dem Diplom-Examen 1987 nahm er bei Siegfried Hunklinger die Arbeiten zu seinem Dissertationsthema Abbildung transparenter Mikrostrukturen im konfokalen Mikroskop auf, die er 1990 mit der Promotion abschloss. Danach war er kurzzeitig als freier Erfinder tätig.<ref name="zukunftspreis"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Lebenslauf (Memento vom 13. Oktober 2014 im Internet Archive).</ref> In dieser Zeit beschäftigte er sich mit Möglichkeiten, Lichtmikroskope zu konstruieren, die eine höhere Auflösung ermöglichen als die bis dahin entwickelten, und legte die Grundlage für die 4Pi-Mikroskopie.

Von 1991 bis 1993 arbeitete Hell im Heidelberger Hauptlabor des European Molecular Biology Laboratory.<ref name="homepage"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Homepage (Memento vom 2. März 2008 im Internet Archive) auf der Website des Max-Planck-Instituts für biophysikalische Chemie.</ref> Es gelang ihm hier, das Prinzip der 4Pi-Mikroskopie praktisch zu demonstrieren und die Tiefenauflösung wesentlich zu verbessern.

Hell war anschließend ab 1993 als Gruppenleiter an der Universität Turku in Finnland angestellt, und zwar in der Abteilung für Medizinische Physik,<ref name="zukunftspreis" /> wo er das Prinzip der STED-Mikroskopie (STED: Stimulated Emission Depletion) entwickelte.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Pressemitteilung (Memento vom 4. Februar 2012 im Internet Archive) Zukunftspreis, Juni 2006.</ref> Parallel dazu verbrachte er 1993 bis 1994 insgesamt sechs Monate an der Universität Oxford als Gastwissenschaftler im Bereich Ingenieurwissenschaften.<ref name="zukunftspreis" /> Seine Habilitation für Physik erfolgte 1996 wiederum in Heidelberg. Im darauf folgenden Jahr wurde er Leiter einer Nachwuchsgruppe am Göttinger Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie, die im Bereich optische Mikroskopie forschte.<ref name="homepage" /> Um das Jahr 2000 gelang es der Gruppe, die Theorien von Hell und Wichmann<ref>Stefan W. Hell, Jan Wichmann: Breaking the diffraction resolution limit by stimulated emission: stimulated-emission-depletion fluorescence microscopy. In: Optics Letters. Band 19, Nr. 11, 1994, S. 780–782, doi:10.1364/OL.19.000780.</ref> experimentell zu bestätigen.<ref>Thomas. A. Klar, Stefan W. Hell: Subdiffraction resolution in far-field fluorescence microscopy. In: Optics Letters. Band 24, Nr. 14, 1999, S. 954–956, doi:10.1364/OL.24.000954.</ref><ref>Thomas A. Klar, Stefan Jakobs, Marcus Dyba, Alexander Egner, Stefan W. Hell: Fluorescence microscopy with diffraction resolution barrier broken by stimulated emission. In: Proceedings of the National Academy of Sciences. Band 97, Nr. 15, 2000, S. 8206–8210, doi:10.1073/pnas.97.15.8206, PMID 10899992 (freier Volltext).</ref>

Am 15. Oktober 2002 wurde Hell zum Direktor am Institut ernannt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Werdegang (Memento vom 3. Oktober 2006 im Internet Archive) (PDF; 50 kB) von Stefan Hell.</ref> Neben seiner Tätigkeit in Göttingen wurde er 2003 als außerplanmäßiger Professor an die Universität Heidelberg berufen und außerdem bis 2017 Leiter der Abteilung „Hochauflösende Optische Mikroskopie“ am Deutschen Krebsforschungszentrum<ref>Hell, Stefan - medizinische Forschung. Abgerufen am 13. April 2026.</ref>. 2004 ernannte ihn die Universität Göttingen zusätzlich zum Honorarprofessor für Experimentalphysik. Seit 2016 ist er außerdem Direktor am Max-Planck-Institut für medizinische Forschung und leitet dort die Abteilung Optische Nanoskopie<ref>Optische Nanoskopie. Abgerufen am 13. April 2026.</ref>.

Mit der Erfindung und Entwicklung der STED-Mikroskopie und verwandter Mikroskopieverfahren gelang es Hell, zu zeigen, dass man die herkömmlich auf etwa eine halbe Lichtwellenlänge (~200 Nanometer) begrenzte Auflösung im Fluoreszenz-Lichtmikroskop überwinden kann. Er konnte erstmals experimentell nachweisen, dass das Auflösungsvermögen des Fluoreszenzmikroskops von der Beugung des Lichts (Diffraktion) entkoppelt und auf Bruchteile der Lichtwellenlänge (Nanometerbereich) gesteigert werden kann. Dies galt seit den Arbeiten von Ernst Abbe (1873) zur Beugungsbegrenzung des Auflösungsvermögens der Mikroskope bis dahin als undurchführbar. Für diese Leistung und ihre Bedeutung für andere Bereiche der Wissenschaft, wie den Lebenswissenschaften und der medizinischen Grundlagenforschung, erhielt er am 23. November 2006 den 10. Deutschen Zukunftspreis.<ref>Artikel zum Zukunftspreis bei heise.de.</ref> Seit 2013 ist er Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina.<ref>Mitgliedseintrag von Prof. Dr. Stefan Hell (mit Bild und CV) bei der Deutschen Akademie der Naturforscher LeopoldinaVorlage:Abrufdatum.</ref>

2014 wurde Stefan Hell für die Entwicklung superauflösender Fluoreszenzmikroskopie<ref>spiegel.de: Triumph für einen Dickkopf.</ref> gemeinsam mit Eric Betzig und William E. Moerner der Nobelpreis für Chemie zuerkannt.<ref>www.nobelprize.org: Press release.</ref>

2017 wurde Hell zum Honorarprofessor mit korporationsrechtlicher Stellung an der Fakultät für Physik und Astronomie der Universität Heidelberg bestellt.<ref>Rhein-Neckar-Zeitung vom 16. Juni 2017, Seite 21 (Universitas – Uni-Info – Ehrungen – Ernennungen)</ref> Seit 2022 ist er Aufsichtsratsmitglied der KWS Saat.<ref>Aufsichtsrat – Unternehmensführung – Unternehmen. KWS SAAT, abgerufen am 2. Dezember 2023.</ref> 2022 wurde Hell der Werner-von-Siemens-Ring verliehen<ref>Stefan Hell. In: Stiftung Werner-von-Siemens-Ring. Abgerufen am 13. April 2026.</ref>. Am 16. Januar 2025 erhielt er die Niedersächsische Landesmedaille.<ref>Auszeichnung: Nobelpreisträger Hell erhält Niedersachsens Landesmedaille. Abgerufen am 17. Januar 2025.</ref>

Auszeichnungen (Auswahl)

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Rundfunkberichte und Podcasts

Literatur

  • Von der Mikroskopie zur Nanoskopie: Stefan W. Hell. In: Jahrbuch der Max-Planck-Gesellschaft 2003, München 2003, ISBN 3-598-24930-6, Seite 79–80 (Artikel über Hell als neues Wissenschaftliches Mitglied der Max-Planck-Gesellschaft).
  • Autobiography Stefan Hell. In: Jahrbuch der Heidelberger Akademie der Wissenschaften 2015, Heidelberg 2016, ISBN 978-3-8253-6633-9, S. 20–32 (autobiographischer Vortrag Hells online).
  • Sandeep Ravindran: Profile of Stefan W. Hell. In: PNAS. Band 122, Nr. 1, 2025, e2424369121, doi:10.1073/pnas.2424369121.

Privates

Hell ist verheiratet und hat vier Kinder.<ref name="Bulletin" />

Weblinks

Commons: Stefan Hell – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten

<references />

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