Zum Inhalt springen

Traunbach

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 30. April 2025 um 12:10 Uhr durch imported>Juppppppp. (Rotes entlinkt).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Traunbach
Oberlauf: Thranenbach
Datei:Traunbach.JPG
Traunbachtal

Traunbachtal

Daten
Gewässerkennzahl DE: 254116
Lage Hunsrück

Saar-Nahe-Bergland

  • Oberes Nahebergland
    • Prims-Traun-Senke
    • Nohfeldener Bergland
      • Nohfelder Kuppenland
    • Idarvorberge
      • Obersteiner Naheengtal

Deutschland

Flusssystem Rhein
Abfluss über Nahe → Rhein → Nordsee
Quelle im Schwarzwälder Hochwald südöstlich des Erbeskopfs, Gemarkung Allenbach
49° 43′ 24″ N, 7° 7′ 14″ O
 {{#coordinates:49,723439|7,120479|
dim=500 globe= name=Quelle Traunbach region=DE-RP type=waterbody
  }} 
Quellhöhe ca. 646 m ü. NHN<ref name="TK25">Topografische Karte 1:25.000.</ref>
Mündung bei Neubrücke von links in die NaheKoordinaten: 49° 36′ 7″ N, 7° 9′ 50″ O
 {{#coordinates:49,601933|7,16377|primary
dim=1000 globe= name=Mündung Traunbach region=DE-RP type=waterbody
  }}
49° 36′ 7″ N, 7° 9′ 50″ O {{#coordinates:49,601933|7,16377|
dim=1000 globe= name=Mündung Traunbach region=DE-RP type=waterbody
  }} 
Mündungshöhe ca. 337 m ü. NHN<ref name="TK25" />
Höhenunterschied ca. 309 m
Sohlgefälle ca. 16 ‰
Länge 19,2 km<ref name="DE-RP_WW">GeoExplorer der Wasserwirtschaftsverwaltung Rheinland-Pfalz (Hinweise)</ref>
Einzugsgebiet 64,861 km²<ref name="DE-RP_WW">GeoExplorer der Wasserwirtschaftsverwaltung Rheinland-Pfalz (Hinweise)</ref>
Abfluss am Pegel Abentheuer<ref name="pegel">Pegel Abentheuer / Traunbach - Landesamt für Umwelt Rheinland-Pfalz</ref>
AEo: 39,6 km²
Lage: 8 km oberhalb der Mündung
NNQ (01.08.1968)
MNQ 1961–2019
MQ 1961–2019
Mq 1961–2019
MHQ 1961–2019
HHQ (23.01.1995)
20 l/s
91 l/s
818 l/s
20,7 l/(s km²)
7,57 m³/s
22,7 m³/s
Durchflossene Stauseen • Thranenweiher (bei Riedfloß-Einmündung)<ref>Das Stillgewässer liegt im zu Börfink gehörenden Weiler Thranenweier, der amtlich ohne h geschrieben wird.</ref>
• Forellenteiche (bei Hengstbach-Einmündung)
• zwei kleine Stauseen ober- bzw. unterhalb von Abentheuer

Vorlage:Maplink

Der Traunbach – im Volksmund auch nur kurz die Traun,<ref>Eigene Beobachtungen im Landkreis Birkenfeld.</ref> am Oberlauf Thranenbach – ist ein gut 19 km langer Bach im südwestlichen Hunsrück in Rheinland-Pfalz und ein linker Zufluss der Nahe.

Geographie

Verlauf

Der Traunbach entspringt im Schwarzwälder Hochwald am Südostfuß des Erbeskopfs und heißt auf seinem südwestwärts ziehenden Oberlauf zunächst Thranenbach. Knapp einen Kilometer vor dem Ortseingang von Börfink knickt er auf südlichen Kurs ab und wendet sich dann bei der Annäherung an die Gemeinde Abentheuer mehr und mehr südostwärts. Schließlich mündet er beim Ortsteil Neubrücke der Ortsgemeinde Hoppstädten-Weiersbach von links in die dort eben aus dem Saarland nach Rheinland-Pfalz übergewechselte Nahe.

Der einzige Pegel am Traunbach steht in der Gemeinde Abentheuer.<ref name="pegel" />

Auf seinem 19,2 km langen Weg überwindet der Bach einen Höhenunterschied von ca. 300 m, was einem mittleren Sohlgefälle von 16 ‰ entspricht. Der Traunbach entwässert ein Einzugsgebiet von 64,861 km² über Nahe und Rhein zur Nordsee.

Zuflüsse

Direkte Zuflüsse von der Quelle zur Mündung, Auswahl:

<templatestyles src="column-multiple/styles.css" />

  • Casparsbach (rechts), 1,0 km, 1,20 km²
  • Riedfloß (rechts), 1,2 km, 1,73 km²
  • Ramstaller Floß (rechts), 1,1 km, 1,40 km²
  • Taubenfloß (rechts), 0,9 km, 1,29 km²
  • Börfinkgraben (links), 2,0 km, 1,88 km²
  • Ochsenfloß (rechts), 2,6 km, 3,19 km²
  • Erdbeerengraben<ref>Erdbeeren Graben bei Preußische Neuaufnahme.</ref> (Bach am Böselausfelsen) (links), 0,9 km, 0,78 km²
  • Hengstbach (rechts), 3,7 km, 5,43 km²
  • Rohrbach (links), 3,1 km, 4,10 km²
  • Bleidenbach (rechts), 2,9 km, 3,77 km²
  • (Bach am Kleekopf) (links), 0,8 km, 0,91 km²
  • Hundschieder Bach (links), 1,2 km, 0,39 km²
  • Götzenbach (rechts), 3,8 km, 4,01 km²
  • Kahlenbach (links), 0,5 km, 0,24 km²
  • Achtelsbach (rechts), 6,1 km, 9,03 km²
  • Kirschbach (rechts), 1,6 km, 1,44 km²
  • Dämmelsfloß (Dambach) (links), 0,6 km
  • (Bach am Bühlskopf) (links), 0,8 km, 1,06 km²

Flora und Fauna

Der Traunbach fließt anfangs durch den Hochwald, später durch extensiv genutzte Talwiesen. Am Ufer wachsen vor allem Weiden und Erlen, die heute kaum noch wirtschaftlich genutzt werden.

Graureiher und Stockenten sind die häufigsten Wasservögel im Bachtal, auch der Wasseramsel und dem Eisvogel bietet das schnell fließende Gewässer Lebensraum.

Teile der Habitate am Fluss liegen im Nationalpark Hunsrück-Hochwald.

Geschichte

Das Wasser des Traunbachs trieb früher Mühlen an. An einigen Abschnitten seines Laufs legte man seitliche Gräben an, um diesen eine kontinuierliche Wasserzufuhr zu verschaffen. Dies war von Bedeutung, weil auf dem Bach und seinen Zuflüssen (vor allem Riedfloß, Ramstaller Floß, Taubenfloß, Ochsenfloß und Dämmelsfloß, deren Namen auf die alte Nutzung hinweisen) auch Scheitholz transportiert wurde; diese Triftung bedingte, dass die Wasserführung zeitlich stark schwankte. Die Alte Mühle bei Börfink ist heute ein Landgasthof, der auch Übernachtungen anbietet.<ref>Zur Alten Mühle, abgerufen am 21. August 2021.</ref>

Um 1800 wurde in der Abentheuerer Hütte, die als Industriedenkmal eingestuft ist, in einem Hochofen Eisen verarbeitet, das in der Gegend abgebaut wurde.<ref>Die Abentheurer Eisenhütte, Birkenfelder Land.</ref><ref>Abentheuerer Hütte. Eintrag in der Datenbank „KuLaDig“ des Landschaftsverbands RheinlandVorlage:Abrufdatum</ref> Zur Anlage gehörte ein Hammerwerk mit oberschlächtigem Wasserrad aus Eisen, das vom Wasser einer linken Ableitung des Traunbachs angetrieben wurde und noch teilweise erhalten ist.

Mühlen

<templatestyles src="column-multiple/styles.css" />

Bilder

Einzelnachweise

<references />