Zum Inhalt springen

Peter Sempel

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 26. April 2026 um 10:04 Uhr durch imported>Dk1909 (Klammern korrigiert).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Datei:2007 05 23 Peter Sempel.jpg
Peter Sempel (vor 2007)

Peter Sempel (* 24. März<ref>Wilfried Hippen: Peter Sempel über sein Leben: „Protest gegen die normale Welt“. In: Die Tageszeitung. 23. März 2024, abgerufen am 24. März 2026 (Interview).</ref> 1954 in Hamburg<ref name="Spiegel">Felix Bayer: Peter Sempel ist tot. In: spiegel.de. 23. März 2026, abgerufen am 23. März 2026.</ref>; † 19. März 2026<ref>Die Angabe 19. März ergibt sich aus Angaben der Friedhofsverwaltung Ohlsdorf, die Benutzer:Bernhard Diener erhalten hat (siehe Diskussion). Im Gegensatz dazu wird z. B. hier und hier der 20. März als Sterbedatum angegeben. </ref> ebenda<ref name="Abendblatt">Heinrich Oehmsen: Peter Sempel ist tot: Nachruf auf den Underground-Künstler, den die Stars liebten. In: abendblatt.de. 23. März 2026, abgerufen am 24. März 2026.</ref><ref name="Spiegel" />) war ein deutscher Filmregisseur, Fotograf und Drehbuchautor.

Leben und Werk

Sempel wuchs in Australien auf und kehrte 1969 nach Hamburg zurück<ref name="Spiegel" />, wo er an der Universität Hamburg Literatur und Sport studierte.<ref>Peter Sempel. In: zkm.de. 2013, abgerufen am 23. März 2026.</ref> Ab 1981 arbeitete er als Filmemacher.

Zu Sempels Werk gehören eine Reihe von Künstler-Dokumentationen. So drehte er über u. a. Nina Hagen, Lemmy Kilmister und Peter Brötzmann.<ref name="Abendblatt" /> Den Film Dandy, für den Sempel Blixa Bargeld mit der Kamera folgte und in dem auch Campino und Nick Cave zu sehen waren, sahen 1988 rund 100.000 Zuschauer.<ref name="Spiegel" /> Sein letzter Film Artistas wurde im Herbst 2025 aufgeführt.<ref name="Abendblatt" />

2003 wurde er von Martin Scorsese zum Tribeca Film Festival nach New York eingeladen, um dort seinen Film Jonas In The Ocean zu zeigen. Der Film war der erste von vier Filmen Sempels über den Künstler Jonas Mekas.<ref name="Abendblatt" />

Sempel lebte in Hamburg. Dort starb er im März 2026 wenige Tage vor seinem 72. Geburtstag.<ref name="agdok">Thomas Frickel: Nachruf: Peter Sempel. In: AG DOK. 30. März 2026, abgerufen am 31. März 2026.</ref><ref name="Abendblatt" />

Filmographie

  • 1981: Blitze Im Eierbecher
  • 1981: Kriegsjugend, Save The Children
  • 1981: Der alte Mann und das Fahrrad
  • 1981: Ballet und Arbeit
  • 1984: The Wild Raven
  • 1985: Burning Raven
  • 1988: Dandy (Dokumentarfilm)
  • 1990: Answer a Virgin’s Prayer
  • 1991: Just Visiting this Planet (Dokumentarfilm)
  • 1994: Jonas in the Desert (Dokumentarfilm)
  • 1998: Hustler for Life
  • 1999: Nina Hagen – Punk & Glory (Dokumentarfilm)
  • 2002: Jonas at the Ocean (Dokumentarfilm)
  • 2002: Lemmy (Dokumentarfilm)
  • 2004: Kazuo Ohno: I Dance Into the Light (Dokumentarfilm)
  • 2008: Flamenco mi vida, knives of the wind (Dokumentarfilm)
  • 2009: Die blaue Hand (Dokumentarfilm)
  • 2010: Die Ameise der Kunst (Dokumentarfilm)
  • 2013: Jonas in the Jungle (Dokumentarfilm)
  • 2014: Rohschnitt Peter Brötzmann – Eine Jazz-Odyssee, von Wuppertal bis China (Dokumentarfilm)
  • 2016: Bazon – Ernste Scherze (Dokumentarfilm)
  • 2019: Dieter Meier – Ein Zufall (Dokumentarfilm)
  • 2021: Jonas in the Fields (Dokumentarfilm)
  • 2025: Artistas<ref name="Abendblatt" />

Ausstellungen

  • 2010: Unterhaltungspark des Underground, Kunstverein Hamburg

Weblinks

Einzelnachweise und Anmerkungen

<references/>

Vorlage:Hinweisbaustein