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Kristine Tornquist

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Datei:Kristine Tornquist 2024.jpg
Kristine Tornquist 2024

Kristine Tornquist (* 1965 in Graz) ist eine österreichische Künstlerin, Autorin, Librettistin und Regisseurin. Sie ist Gründerin der Künstlergruppe 31. Mai (1988), des Theaters am Sofa (1997) und des sirene Operntheaters (1998)<ref>sirene Operntheater abgerufen am 29. Juni 2023.</ref>. Kristine Tornquist lebt in Wien und ist mit Jury Everhartz verheiratet. Sie ist Tochter von Ingeborg und Hans Jörg Böhmig.

Ausbildung

Nach der Matura in Linz schloss sie ein Studium der Metallgestaltung an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien mit Auszeichnung ab. 1989 erfolgte ihr Lehrabschluss als Gold- und Silberschmiedin.

Werk

Obwohl als bildende Künstlerin ausgebildet, ist Kristine Tornquist vor allem für ein bestimmtes Format von Musiktheater bekannt, das sie selbst als Operelle, Kurz- oder Kammeroper bezeichnet hat. Dieses Format ist vordergründig auf Einfachheit, Effizienz und Serienproduktion ausgerichtet, erweist sich aber bei genauerer Betrachtung als ironischer Kommentar ebendieses Zeitgeistes. Der minimalistischen Einfachheit der Stücke steht jeweils eine mehrdeutige, unauflösbare moralische Botschaft gegenüber.<ref>sirene Operntheater, Regie abgerufen am 29. Juni 2023.</ref>

Die meisten von Tornquists Kurzopern wurden im Rahmen des von ihr mitbegründeten sirene Operntheaters gezeigt, wobei Tornquist fast immer sowohl für Libretto als auch Regie verantwortlich war. Während Tornquist anfänglich oft mehrere, voneinander unabhängige Kurzopern pro Jahr produzierte, brachte sie in jüngerer Zeit Serien von thematisch zusammenhängenden Stücken zur Aufführung, die an einem Abend oder an mehreren aufeinander folgenden Abenden gezeigt werden.<ref>sirene Operntheater, Was bisher geschah abgerufen am 29. Juni 2023.</ref> Unter den beteiligten Komponisten befinden sich die namhaftesten Vertreter der österreichischen und deutschen Avantgardemusik, angefangen von sirene-Mitbegründer Jury Everhartz über Kurt Schwertsik, René Clemencic und viele andere. Die Produktionen sind üblicherweise im Off-Theaterbereich angesiedelt und machen sich ungewöhnliche Produktionsstätten wie den Wiener Narrenturm, das Jugendstiltheater Wien (Psychiatrisches Krankenhaus Baumgartnerhöhe), das Wiener Odeon oder die sogenannte Expedithalle einer ehemaligen Brotfabrik (Ankerbrot, Wien Favoriten) zu Nutze. Zu den bisher aufwendigsten Produktionen zählen Nachts<ref>Kammeropernfestival Nachts, abgerufen am 29. Juni 2023</ref> (2009), bestehend aus neun Einzelopern nach Leo Perutz, alf laila wa laila<ref>Kammeropernfestival 1001 Nacht, abgerufen am 29. Juni 2023</ref> (2011), elf Kammeropern nach Tausendundeine Nacht und Die Verbesserung der Welt<ref>Kammeropernfestival Die Verbesserung der Welt, abgerufen am 29. Juni 2023</ref>, eine Reihe von sieben abendfüllenden Musiktheaterwerken zu den sieben Werken der Barmherzigkeit.

Darüber hinaus veröffentlichte Tornquist Prosa-Texte in der Literaturzeitschrift Manuskripte, arbeitete journalistisch, drehte Kurzfilme (in Zusammenarbeit mit Cornelius Burkert) und einen Opernkinofilm<ref>Die Verwechslung, abgerufen am 29. Juni 2023</ref>, baute Klanginstallationen und arbeitete performativ.

Seit dem Wintersemester 2024 ist Kristine Tornquist Lehrbeauftragte an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (Institut für Kompositionsstudien, Ton- und Musikproduktion).<ref>mdw, IKT, abgerufen am 15. November 2024</ref>

Romane

  • Zuper Billu (1998), ein Schelmenroman, der nur im Internet veröffentlicht wurde<ref>Zuper Billu, abgerufen am 29. Juni 2023</ref> und auf archive.org auch noch abrufbar ist.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Zuper Billu (Memento vom 15. April 2019 im Internet Archive)</ref>

Vertonte Texte

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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