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Sabine Boss

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Sabine Boss, Filmfestival Locarno 2019

Sabine Boss (* 1966 in Aarau) ist eine Schweizer Regisseurin, Drehbuchautorin und Studienleiterin der Fachrichtung Film an der Zürcher Hochschule der Künste.<ref>Swiss Films: Sabine Boss. Abgerufen am 15. März 2022.</ref>

Leben

Sabine Boss absolvierte von 1992 bis 1996 das Fachstudium Film/Video an der Zürcher Hochschule der Künste. Während dieser Zeit realisierte sie mehrere Kurzfilme. Nach Abschluss ihrer Ausbildung arbeitete sie als Regieassistentin am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg und entwickelte eigene Drehbücher.

Seit 2000 arbeitet Sabine Boss als freie Autorin und Regisseurin für Film, Fernsehen und Theater, seit 2011 ist sie auch Dozentin an der Zürcher Hochschule der Künste. 2017 hat sie die Studienleitung der Fachrichtung Film an der Zürcher Hochschule der Künste übernommen.

Ihr erster Kinofilm Ernstfall in Havanna war 2002 ein Publikumshit und rangiert mit über 300'000 Kinozuschauern in der Schweiz noch immer unter den zwanzig publikumsstärksten Filmen der Schweiz (Stand März 2022)<ref>ProCinema: ProCinema: filmdb - Ernstfall in havanna. Abgerufen am 15. März 2022.</ref>. 2014 erschien ihr bei Publikum und Feuilleton gleichermassen erfolgreicher Film Der Goalie bin ig, nach dem gleichnamigen Roman von Pedro Lenz. Der Film erhielt vier Schweizer Filmpreise, u. a. Bester Spielfilm und Bestes Drehbuch,<ref>"Der Goalie" räumt beim Filmpreis ab srf.ch vom 21. März 2014, abgerufen am 16. Februar 2017</ref> und wurde auch beim Zürcher Filmpreis, sowie beim Berner Filmpreis ausgezeichnet.<ref>Gewinner zum Gernhaben Tages-Anzeiger vom 26. November 2014, abgerufen am 16. Februar 2017.</ref><ref>"Der Goalie bin ig" gewinnt Berner Filmpreis Berner Zeitung vom 2. November 2014, abgerufen am 16. Februar 2017.</ref>

Gemeinsam mit Pierre Monnard führte sie Regie bei der Serie Neumatt für das Schweizer Fernsehen. Neumatt wurde 2022 von Netflix aufgekauft und ist als erste Schweizer Serie in 190 Ländern zu sehen.<ref>SRF: Serie «Neumatt» ist neu auf Netflix zu sehen. Abgerufen am 15. März 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Für ihr künstlerisches Schaffen erhielt Sabine Boss den SwissAward 2014 in der Kategorie Kultur<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />SwissAward 2014 (Memento des Vorlage:IconExternal vom 20. Februar 2020 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.schweizer-illustrierte.ch Schweizer Illustrierte vom 10. Januar 2015, abgerufen am 16. Februar 2017</ref> und den Aargauer Kulturpreis 2015.<ref>Sabine Boss: "Erfolg ist ein flüchtiges Geschenk" Aargauer Zeitung vom 18. Mai 2015, abgerufen am 16. Februar 2017</ref> Sabine Boss ist Mitglied der Schweizer Filmakademie und der Europäischen Filmakademie.

Sie lebt und arbeitet in Zürich.

Werk

Filmografie

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Theaterregie

Auszeichnungen

Kritiken

Verdingbub – Konzerttheater Bern:

«Die filmischen Sequenzen unterbrechen anderseits erzählerische Passagen, Monologe – Grossaufnahmen im Film: Sie verdichten den Fortgang der Ereignisse und entwickeln den Sog einer Poesie der Schwermut. Stimmung und Stimme sind das atmosphärische Fundament einer vor allem nach der Pause erschütternden Lektion in Unmenschlichkeit. Hochsprache wechselt ab mit Dialekt, es sind bildstarke Dialoge von bisweilen Horvath’scher Kraft.»

– <templatestyles src="Person/styles.css" />Daniele Muscionico<ref>Rezension von Das dunkle Ding Mensch bei nzz.ch, abgerufen am 24. Oktober 2021.</ref>

Der Goalie bin ig – Kinofilm:

«Ein unprätentiös, charmantes Werk, das zudem universell funktioniert und berührt: Porentief authentischen, herznah optimistischen Typen wie Goalie begegnet man überall auf der Welt. So präzis gezeichnet wie in Der Goalie bin ig wird im Schweizer Film noch immer zu selten. Chapeau!»

– <templatestyles src="Person/styles.css" />Michael Lang<ref>Rezension von Der Goalie bin ig bei cineman.ch, abgerufen am 24. Oktober 2021</ref>

«Menschen über 35 werden in Der Goalie bin ig besonders glücklich, denn der Film, der die Schweizer seit Wochen begeistert, ist eine liebevolle Rückschau auf die Träumer und Herumhänger von einst, auf die Verliebten und Verlebten. Ein schöner, runder, wehmütiger Film über eine Hand voll Männer, 1988, irgendwo in der biederen Ereignislosigkeit der Berner Provinz.»

– <templatestyles src="Person/styles.css" />Simone Meier<ref>Rezension von Der Goalie bin ig bei watson.ch, abgerufen am 24. Oktober 2021.</ref>

Seitensprung – Fernsehfilm:

«Die ARD-Alltagskomödie Seitensprung begreift den Titel gebenden Ausrutscher des Ehemanns anders als vergleichbare Unterhaltungsfilme, behandelt ihn nicht als narzisstische Kränkung für die weibliche Hauptfigur, sondern als Ausgangspunkt für ein Was-wäre-wenn-Szenario, das konsequent und durchaus ernsthaft durchgespielt wird.»

– <templatestyles src="Person/styles.css" />Rainer Tittelbach<ref>Rezension von Seitensprung bei tittelbach.tv, abgerufen am 24. Oktober 2021.</ref>

Das Geheimnis von Murk – Fernsehfilm:

«Der Regisseurin ist mit Das Geheimnis von Murk mehr als nur eine leichte Komödie für einen verregneten Sommer gelungen. Der Film ist ein wohltuender Beweis dafür, dass Schweizer Humor auch gut ohne peinliche Witze und krampfhafte Selbstkasteiung auskommen kann.»

– <templatestyles src="Person/styles.css" />Sonja Wenger

Einsame Menschen von Gerhart Hauptmann – Theater Luzern:

«Die Schweizer Filmemacherin Sabine Boss inszeniert Gerhart Hauptmanns selten gespieltes, dialogstarktes Stück Einsame Menschen gekonnt als Gratwanderung zwischen Theater und Musik. Eine Trouvaille!»

Nike von Thea Dorn – Uraufführung im Schauspiel Hannover:

«Die trockene technisch skizzierte Regie der jungen Schweizer Regisseurin Sabine Boss verzichtet auf jede persönliche Stellungnahme. Das Publikum kann es schwer ertragen. Mit hilflosen fast schon hysterischen Lachern macht sich das Publikum von Zeit zu Zeit Luft. Es gibt fast keine Worte mit denen das Stück beschrieben werden kann.»

– <templatestyles src="Person/styles.css" />Roland Bottke

creeps – Schauspielhaus Hamburg:

«Die Schweizer TV-Regisseurin und ehemalige Theater-Spektakel-Mitarbeiterin, Sabine Boss, hat das starke Stück ideenreich und pointiert inszeniert, und ihre Besetzung der Mädchenrollen mit drei Nachwuchsschauspielerinnen hat sich als absoluter Glücksgriff erwiesen.»

– <templatestyles src="Person/styles.css" />Lutz Hübner<ref>Rezension von creeps bei theaterspektakel.ch, abgerufen am 24. Oktober 2021.</ref>

Literatur

  • Sibylle Ehrismann: Aus dem Pfarrhaus in die weite Welt des Films: die grandiose Karriere der Filmregisseurin Sabine Boss. In: Aarauer Neujahrsblätter, Band 90. 2016. S. 128–136 (Digitalisat).

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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