Narthecium
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| Narthecium | ||||||||||||
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| Datei:Narthecium ossifragum 01.jpg
Gelbe Moorlilie (Narthecium ossifragum) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Narthecium | ||||||||||||
| Huds. |
Narthecium, im Deutschen Moorlilien, Beinbrech, Ährenrinsen oder Ährenlilien genannt, ist eine Pflanzengattung in der Familie der Nartheciaceae. Die etwa sieben Arten besitzen ein disjunktes Areal auf der Nordhalbkugel.
Beschreibung
Vegetative Merkmale
Narthecium-Arten wachsen als ausdauernde krautige Pflanzen, die Wuchshöhen von 10 bis 50 cm erreichen. Diese Geophyten bilden kriechende Rhizome als Überdauerungsorgane aus. Der klebrige Stängel ist steif und aufrecht, er verläuft unterirdisch weiter und hat dort einen leichten Faserschopf. Die drei bis sechs grundständigen Laubblätter sind schwertförmig.
Generative Merkmale
Auf aufrechten, beblätterten Blütenstandsschäften befinden sich die endständigen, lockeren, traubigen Blütenstände. Die Blüten sind dreizählig. Die sechs gleichgeformten Blütenhüllblätter (Tepalen) sind weitgehend frei und gelb bis grünlichgelb. Die weißen Staubfäden sind dicht flaumig behaart, die Staubbeutel sind linealisch. Drei Fruchtblätter sind zu einem dreikammerigen, oberständigen Fruchtknoten verwachsen.
Es werden dünnwandige eiförmige bis lanzettlich-eiförmige, dreikammerige Kapselfrüchte gebildet. Der hellgelben, fadenförmig-ellipsoiden Samen ist an beiden Enden geschwänzt.
Die Chromosomengrundzahl beträgt x = 13.
Inhaltsstoffe
Sie sind giftig durch das Saponin Narthecin, es ist ein Lebergift.
Systematik und Verbreitung
Die Gattung Narthecium besitzt ein stark disjunktes Areal: mit drei Arten in Europa, einer Art in Vorderasien, einer Art in Ostasien und drei Arten in Nordamerika<ref name="WCSP" />.
Die Gattung Narthecium wurde bisher in die Familie der Melanthiaceae oder Liliaceae eingeordnet. Die Erstveröffentlichung der Gattung Narthecium erfolgte 1762 durch William Hudson in Flora Anglica.<ref name="Hudson1762" /> Typusart ist Narthecium ossifragum <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) Huds. Ein Synonym für Narthecium <templatestyles src="Person/styles.css" />Huds. ist Abama <templatestyles src="Person/styles.css" />Adans. Der wissenschaftliche Name leitet sich vom griechischen Wort narthex für Stab ab, dies liegt in der Blütenstandsform begründet.
In der World Checklist of Nartheciaceae (Kew)<ref name="WCSP" /> werden folgende acht Arten anerkannt:
- Narthecium americanum <templatestyles src="Person/styles.css" />Ker Gawl. (Syn.: Abama americana <templatestyles src="Person/styles.css" />(Ker-Gawl.) Morong, Abama montana <templatestyles src="Person/styles.css" />Small, Narthecium ossifragum var. americanum <templatestyles src="Person/styles.css" />(Ker-Gawl.) A.Gray): Sie kommt an der Ostküste Nordamerikas vor.<ref name="WCSP" />
- Narthecium asiaticum <templatestyles src="Person/styles.css" />Maxim.: Sie kommt im nördlichen und zentralen Japan vor.<ref name="WCSP" />
- Narthecium balansae <templatestyles src="Person/styles.css" />Briq.: Sie kommt in der nordöstlichen Türkei und westlichen Kaukasus vor.<ref name="WCSP" />
- Narthecium californicum <templatestyles src="Person/styles.css" />Baker: Sie kommt in Oregon und Kalifornien vor.<ref name="WCSP" />
- Narthecium montanum <templatestyles src="Person/styles.css" />(Small) Grey: Sie kommt nur in North Carolina vor.<ref name="WCSP" />
- Moorlilie, Beinbrech, Gelbe Moorlilie, Moor-Ährenlilie (Narthecium ossifragum <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) Huds., Syn.: Anthericum ossifragum <templatestyles src="Person/styles.css" />L.): Sie kommt im nördlichen und westlichen Europa von Schweden bis Portugal vor.<ref name="WCSP" />
- Narthecium reverchonii <templatestyles src="Person/styles.css" />Čelak.: Die Heimat ist Korsika.<ref name="WCSP" />
- Narthecium scardicum <templatestyles src="Person/styles.css" />Košanin: Sie kommt vom nordöstlichen Albanien bis nordwestlichen Griechenland vor.<ref name="WCSP" />
Quellen
- Frederick H. Utech: Narthecium. In: (Abschnitte Beschreibung und Systematik)
Einzelnachweise
<references> <ref name="WCSP">Vorlage:WCSP</ref> <ref name="Hudson1762">William Hudson: Flora Anglica. Selbstverlag, London 1762, S. 127 (Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> </references>