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Erich Meerwald

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Erich Georg Willi Meerwald (* 19. Dezember 1895 in Bitsch, Lothringen<ref>Geburtsregister Bitsch, 1895, Eintrag Nr. 59</ref>; † 31. August 1973 in Darmstadt, Hessen<ref>Sterberegister Darmstadt, 1973, Eintrag Nr. 1510</ref>) war ein deutscher Maler, Grafiker, Briefmarkenkünstler und Philatelist.

Er entwarf ab 1939 zahlreiche Briefmarken und sonstige Drucksachen für die Deutsche Reichspost, darunter die Marken und Serien Automobilausstellung 1939, Reichsberufswettkampf 1939, Helgoland 1940, Tag der Briefmarke 1941, Blaues Band 1941, Großer Preis der Reichshauptstadt 1941, Serie Steiermark 1941, Europäischer Postkongress 1942, Tag der Briefmarke 1943, Serie Tag der Wehrmacht 1943, Tag der Verpflichtung der Jugend 1943, Deutscher Luftpostdienst 1944, Tag der Briefmarke 1944, Volkssturm 1945 sowie die letzte verausgabte Marke der Deutschen Reichspost mit dem Motiv „SS-Mann“, aber auch Titelseiten von Telegrammblättern und Ähnliches. Den Auftrag für den Tag der Briefmarke 1944 erhielt Meerwald, nachdem die 13 zuvor eingereichten Vorschläge anderer Künstler abgelehnt worden waren; das Reichspostministerium pflegte insofern zu Meerwald eine besondere Beziehung, als es sich beim Wehrmeldeamt Berlin-Wilmersdorf dafür eingesetzt hatte, dass er nicht zum Wehrdienst eingezogen wurde.<ref>Jan Billion: Tag der Briefmarke: Grafiker für wichtige Aufträge. In: Bund Deutscher Philatelisten (Hrsg.): Philatelie. Nr. 586. Phila Promotion GmbH, Bonn April 2026, S. 24–25.</ref>

Zum Ende des Zweiten Weltkriegs suchte Meerwald Zuflucht in Kulmbach.<ref>Wolfgang Schoberth: Kulmbach: Der SS-Mann und das Pinup-Girl. In: www.frankenpost.de. 21. November 2019, abgerufen am 30. März 2026.</ref> Er war Mitglied im Prüfungsausschuß für Postwertzeichen bzgl. der Neuausgabe von Briefmarken der Deutschen Bundespost.<ref>Deutscher Bundestag 1. Wahlperiode, Drucksache Nr. 597. In: dserver.bundestag.de. Abgerufen am 30. März 2026. (PDF)</ref> Bei der Serie mit Landwirtschaftsmotiven auf den Wohlfahrtsmarken der Reihe Helfer der Menschheit von 1958, die auch im Saarland erschien, kam er nochmals mit seinen eigenen Entwürfen zum Zuge.

Ebenso erfolgreich war er auf dem Feld der Gebrauchsgrafik, insbesondere im Bereich der Filmplakate. So stammen unter anderem Plakatentwürfe zu dem Film Arbeit macht glücklich (Originaltitel: Acciaio)<ref>Filmplakatentwurf zu Acciaio 01. In: www.filmportal.de. Abgerufen am 30. März 2026.</ref><ref>Filmplakatentwurf zu Acciaio 02. In: www.filmportal.de. Abgerufen am 30. März 2026.</ref> sowie Ben Hur<ref>Ben Hur (1959) auf filmposter-archiv.de</ref> von ihm. Das DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum verwahrt Nachlässe von ihm unter dem Titel Nachlass Erich Meerwald – Sammlung Hans-Jürgen Bröse sowie Nachlass Erich Meerwald – Sammlung Rolf Dietrich.<ref>Sammlungen und Nachlässe. In: www.dff.film. Abgerufen am 30. März 2026. (Buchstabe "M" anclicken)</ref> Sein Entwurf für den ersten 500-Mark-Schein wurde indes nicht angenommen.

Von 1954 bis 1961 war er Erster Vorsitzender des „Allgemeinen Postwertzeichen-Sammlervereins e. V.“ (APS) in Darmstadt und anschließend Ehrenvorsitzender. Zusammen mit seiner belgischen Ehefrau Alice Mahieu (1890–1973) bildete er ein anerkanntes Philatelistenpaar mit seltenen Ausstellungsexponaten. Insbesondere besaß er eine beachtliche Belgien-Sammlung.

Außerdem hatte das Ehepaar Meerwald großen Anteil an dem Zustandekommen der Städteverschwisterung Darmstadt und Troyes im Jahr 1958.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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