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Flucht aus Absolom

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Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1994
Länge 118 Minuten
Altersfreigabe
Stab
Regie Martin Campbell
Drehbuch Michael Gaylin,
Joel Gross
Produktion Gale Anne Hurd
Musik Graeme Revell
Kamera Phil Meheux
Schnitt Terry Rawlings
Besetzung

Flucht aus Absolom (No Escape) ist ein US-amerikanischer Action-Thriller aus dem Jahr 1994 unter der Regie von Martin Campbell mit Ray Liotta in der Hauptrolle. Er entstand nach dem Roman Die Strafkolonie von Richard Herley und beschreibt die Fiktion eines möglichen zukünftigen Sanktionssystems für Straftäter. Der Film startete am 14. Juli 1994 in den deutschen Kinos.

Handlung

Dank überbordender Kriminalität hat sich der privatisierte Strafvollzug in der Welt des Jahres 2022 zu einer florierenden Branche entwickelt. Der Ex-Soldat J.T. Robbins verbüßt eine Haftstrafe für den Mord an dem ihm vorgesetzten General. Aufgrund seines rebellischen Verhaltens verlegt ihn der sadistische Gefängnisdirektor in das Hochsicherheitsgefängnis Absolom.

„Absolom“ ist eine einsame Insel im Ozean, bewacht von einem Satellitensystem und bewaffneten Einheiten, die jegliches Entkommen verhindern. Der Direktor lässt hier die gefährlichsten Kriminellen auf niedrigstem Lebensstandard ums nackte Überleben kämpfen. Diese haben sich in zwei Lager aufgespalten: die Outsider, brutale Schläger und Kannibalen unter Führung des unbarmherzigen Walter Marek, sowie die friedfertigen Insider, welche unter der Leitung ihres Vater genannten Leiters ein befestigtes Dorf aufgebaut haben.

Robbins wird kurz nach seiner Aussetzung auf der Insel von den Outsidern gefangen und in ihr Lager gebracht. Zur Belustigung der Männer lässt Marek Robbins ein Arenaduell auf Leben und Tod gegen einen seiner stärksten Männer bestreiten. Trotz massiver Nachteile kann Robbins den Kampf klar für sich entscheiden. Marek ist verblüfft und bietet Robbins an, für ihn zu arbeiten. Durch ein Täuschungsmanöver kann Robbins ihn entwaffnen und vor seiner Truppe demütigen, indem er ihn in das Wasserbecken wirft und dann mit Mareks High-Tech-Waffe flieht.

Bei der Jagd durch den Dschungel tötet Robbins mehrere Outsider, verletzt sich aber am Bein. An einem hohen Wasserfall treffen ihn Betäubungspfeile. Er fällt die Schlucht hinunter und wird entkräftet am Ufer angespült, wo ihn die Insider retten.

In deren Dorf gesundgepflegt, schmiedet Robbins einen Fluchtplan und freundet sich mit dem jungen Casey an. Die Dörfler möchten, dass er einer von ihnen wird.

Robbins erfährt, dass eine Handvoll Dörfler unter dem Kommando des Vaters heimlich ein Gefährt bauen, um die überwachten Gewässer um die Insel sicher zu verlassen. Beim ersten Test überwindet das Tauchboot die thermoüberwachte Todeszone, wird dann aber durch Kampfhubschrauber zerstört. Robbins, der Vater, der Bastler Dysard und einige andere können gerade noch in Deckung gehen, bevor die Gefängnisaufseher die Küste beschießen. Nach diesem Fehlschlag erfährt Robbins vom „Vater“, dass der Gefängnisdirektor wohl einen Spion im Dorf eingeschleust hat.

Während der Weihnachtsfeier der Insider wollen die schlecht versorgten Outsider das Dorf ausplündern. Eine blutige Schlacht beginnt, in der der Vater verletzt und von seinem Diener in Sicherheit gebracht wird. Allerdings folgt ihnen Marek. Robbins kommt dem Vater zu Hilfe. Nach einem kurzen Handgemenge flieht Marek, und die Outsider ziehen sich zurück.

Am nächsten Morgen beseitigen die überlebenden Dörfler die Spuren des Überfalls. In Dysards Werkstatt sieht Robbins einen V8-Motor in gutem Zustand, dem lediglich der Verteiler fehlt. Robbins ermutigt Dysard, ein weiteres Gefährt zu bauen und verspricht, ihm den Verteiler aus dem Lager der „Outsider“ zu besorgen – im Gegenzug für eine Mitfahrgelegenheit in die Freiheit. Casey folgt ihm, und beide werden von den Outsidern gefangen. Marek lässt Robbins ein Duell gegen Casey führen. Casey opfert sich für Robbins, um diesem das Leben zu retten. Anschließend soll Robbins enthauptet werden. Durch die Hilfe eines ausgestoßenen „Insiders“ entkommt er mit dem Verteiler und erfährt, dass Marek das Insiderdorf endgültig erobern will, weil die angespannte Versorgungslage seine Autorität untergräbt.

Im Insider-Dorf erfährt Robbins, dass der Vater aufgrund einer Krebserkrankung bald sterben wird. Er unterrichtet die Insider über den bevorstehenden Angriff. Man beschließt, das Dorf zu evakuieren und den Outsidern eine Falle zu stellen. Dysard soll das zweite Schiff mit dem instandgesetzten V8-Motor als Antrieb bauen.

Robbins arrangiert einen Hinterhalt auf dem Marktplatz, wo er zahlreiche Angreifer mit Mareks High-Tech-Waffe in die Luft sprengt. Die übrigen Outsider flüchten in den Dschungel. Marek kann „Vater“ noch schwer verletzen, wird aber dann von Robbins von einem Turm in die Tiefe gestoßen. Der sterbende Vater bittet Robbins, seinen Platz einzunehmen, der lehnt jedoch ab. Er habe seinen Vorgesetzten getötet, weil er in einem Kampfeinsatz dazu benutzt wurde, ein Dorf voller Frauen und Kinder zu zerstören. Mit dieser Last kann Robbins nicht leben, die Welt muss die Wahrheit erfahren. Der Vater bittet ihn, sein Tagebuch über die Insider mitzunehmen und die Machenschaften des Gefängnisdirektors aufzudecken.

Während der Schlacht wurde Dysard getötet und sein nahezu fertiges zweites Schiff zerstört. Er konnte seinem Mörder noch eine Halskette entreißen, durch die der Spion entlarvt wird. Mit dessen erzwungener Hilfe lockt Robbins den Direktor nach „Absolom“ und kapert seinen Helikopter. Ihm und einigen Insidern gelingt die Flucht von der Insel, wo sie den Direktor und seinen Spion den lauernden Outsidern überlassen.

Kritiken

„Aus einschlägigen Genre-Vorbildern zusammengeschusterte Action-Geschichte, die mehr auf ausgespielte Grausamkeiten und ein perfides Bild von "Charisma" setzt, als auf Glaubwürdigkeit der Story und Charaktere. Überzeugend: die Besetzung der Nebenrollen.“

– <templatestyles src="Person/styles.css" />Lexikon des internationalen Films<ref>Flucht aus Absolom. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 2. März 2017.</ref>

Auszeichnungen

Der Film wurde im Jahr 1995 für den Saturn Award als bester Science-Fiction-Film nominiert.

Trivia

  • Obwohl der Film die FSK-Klassifizierung „ab 18“ bekam, stand er von 1995 bis September 2020 auf dem Index und wurde aufgrund diverser Gewaltdarstellungen vielfach in einer gekürzten FSK-16-Version auf den Markt gebracht.
  • In den USA spielte der Film ca. 15 Millionen US-Dollar ein.
  • Als Wachposten hat David Wenham eine Minirolle. Er wurde später als Faramir in den Herr-der-Ringe-Verfilmungen bekannt.
  • Die Rollen des Films wurden ausschließlich mit männlichen Schauspielern besetzt.
  • Synchronstimme von Ray Liotta war Christian Tramitz.
  • Samples aus dem Film werden von dem Musikprojekt Feindflug in den Liedern „Lagerhaft“ und „Kahle Bedrohung“ verwendet. Am Anfang des Liedes „Immune“ der Rock-Band Godsmack ist ein Zitat des Gefängnisdirektors zu hören.
  • Robbins erwähnt im Film, im Jahre 2011 bei einem Einsatz in Libyen dabei gewesen zu sein.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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