Securigera
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| Datei:Fabaceae 01 bgiu.jpg
Bunte Kronwicke (Securigera varia) | ||||||||||||
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Securigera (Beilwicken oder Kronwicken) ist eine Pflanzengattung in der Unterfamilie der Schmetterlingsblütler (Faboideae) innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae). Die etwa zwölf Arten sind Eurasien und in Nordafrika weitverbreitet.
Beschreibung
Erscheinungsbild und Blätter
Securigera-Arten sind ausdauernde oder einjährige krautige Pflanzen.<ref name="FloraIberica" />
Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind gestielt oder sitzend. Die unpaarig gefiederten Blattspreiten enthalten mehr als fünf Paare Fiederblättchen. Die Fiederblättchen sind ganzrandig. Es sind mehr oder weniger häutige, untereinander freie Nebenblätter vorhanden.<ref name="FloraIberica" />
Generative Merkmale
In den Blattachseln befinden sich auf deutlichen Blütenstandsschäften doldige Blütenstände mit vielen Blüten. Unter jedem Blütenstiel befindet sich ein häutiges Deckblatt.<ref name="FloraIberica" />
Die zwittrigen Blüten sind zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf kahlen Kelchblätter sind zu einem glockenförmigen Blütenkelch verwachsen, der mehr oder weniger zweilippig ist. Die Kelchröhre ist viel kürzer als die Kelchzähne. Die Kelchoberlippe ist etwa so lang oder viel kürzer als die -unterlippe. Die drei Kelchzähne der Unterlippe sind viel länger als die zwei der Oberlippe. Die Blütenkronen besitzen die typische Form der Schmetterlingsblüten. Die fünf kahlen, geöhrten Kronblätter sind gelb, violett oder rosafarben. Die Fahne kann viel kürzer oder viel länger als der Blütenkelch sein. Die Fahne ist elliptisch. Das Schiffchen ist mehr oder weniger sichelförmig gebogen. Es sind zehn Staubblätter vorhanden. Die gelben Staubbeutel sind eiförmig. Das sitzende einzige Fruchtblatt ist zylindrisch und kahl. Die Narbe ist elliptisch.<ref name="FloraIberica" />
Die Hülsenfrüchte sind elliptisch oder linealisch und enthalten zwei bis zwölf Samen.<ref name="FloraIberica" />
Die Chromosomengrundzahl beträgt x = 6.<ref name="FloraIberica" />
Systematik und Verbreitung
Die Gattung Securigera wurde 1805 durch Augustin-Pyrame de Candolle in Flore Française. Troisième Édition, 4, S. 609 aufgestellt.<ref name="Tropicos" /> Die Gattung Securigera gehört zur Untertribus Coronillinae aus der Tribus Loteae in der Unterfamilie Faboideae innerhalb der Familie Fabaceae. Lange Zeit galt Securigera als monotypische Gattung mit der einzigen Art Securigera securidaca. Per Lassen hat 1989 den Untertribus Coronillinae bearbeitet und dabei die Gattungen Coronilla, Hippocrepis und Securigera neu geordnet und gegeneinander abgegrenzt. Dabei wurde zum Beispiel die Bunte Kronwicke (Coronilla varia <templatestyles src="Person/styles.css" />L.) in die Gattung Securigera als Securigera varia <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) Lassen gestellt.<ref name="Lassen1989" /> Der Gattungsname Securigera setzt sich aus den lateinischen Wörtern securis für Beil und gero für tragen zusammen, dies bezieht sich auf die Form der Frucht der Typusart Securigera securidaca <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) Degen & Dörfl.<ref name="LOWO" />
Die Gattung Securigera kommt in weiten Teilen Eurasiens und in Nordafrika vor. Das Zentrum der Artenvielfalt ist der Mittelmeerraum.<ref name="Lassen1989" /> Manche Arten sind weltweit invasive Pflanzen.
Nach Lassens Überarbeitung 1989 werden zwölf Arten in die Gattung Securigera gestellt:<ref name="Lassen1989" /><ref name="ILDIS" />
- Securigera atlantica <templatestyles src="Person/styles.css" />Boiss. & Reut.: Sie kommt in Algerien und Tunesien vor.<ref name="ILDIS" />
- Securigera carinata <templatestyles src="Person/styles.css" />Lassen: Sie kommt in Griechenland und in der Türkei vor.<ref name="ILDIS" />
- Securigera charadzeae <templatestyles src="Person/styles.css" />(Chinth. & Tschuchr.) Czerep. (Syn.: Coronilla charadzeae <templatestyles src="Person/styles.css" />Chinth. & Tschuchr.): Sie kommt in Georgien vor.<ref name="ILDIS" />
- Securigera cretica <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) Lassen (Syn.: Coronilla cretica <templatestyles src="Person/styles.css" />L.): Sie ist im Mittelmeerraum in Italien, in Südosteuropa, in der Ägäis und in Westasien verbreitet.<ref name="ILDIS" />
- Securigera elegans <templatestyles src="Person/styles.css" />(Pančič) Lassen (Syn.: Coronilla elegans <templatestyles src="Person/styles.css" />Pančič): Sie ist in Mittel- und Südosteuropa, von Albanien und Tschechien bis zur Ukraine verbreitet.<ref name="ILDIS" />
- Securigera globosa <templatestyles src="Person/styles.css" />(Lam.) Lassen (Syn.: Coronilla globosa <templatestyles src="Person/styles.css" />Lam.): Dieser Endemit kommt nur auf Kreta vor.<ref name="ILDIS" />
- Securigera grandiflora <templatestyles src="Person/styles.css" />(Boiss.) Lassen (Syn.: Coronilla grandiflora <templatestyles src="Person/styles.css" />Boiss.): Sie kommt in der Türkei vor.<ref name="ILDIS" />
- Securigera libanotica <templatestyles src="Person/styles.css" />(Boiss.) Lassen (Syn.: Coronilla libanotica <templatestyles src="Person/styles.css" />Boiss.): Sie kommt in der Türkei und im Libanon vor.<ref name="ILDIS" />
- Securigera orientalis <templatestyles src="Person/styles.css" />(Mill.) Lassen (Syn.: Coronilla balansae <templatestyles src="Person/styles.css" />(Boiss.) Grossh., Coronilla cappadocica <templatestyles src="Person/styles.css" />Willd., Coronilla cappadocica var. balansae <templatestyles src="Person/styles.css" />Boiss., Coronilla iberica <templatestyles src="Person/styles.css" />Steven ex M. Bieb., Coronilla orientalis <templatestyles src="Person/styles.css" />Mill.): Sie ist von der Türkei über Transkaukasien bis nach Russland und den Iran verbreitet.<ref name="ILDIS" />
- Securigera parviflora <templatestyles src="Person/styles.css" />(Desv.) Lassen (Syn.: Artrolobium parviflorum <templatestyles src="Person/styles.css" />Desv., Coronilla parviflora <templatestyles src="Person/styles.css" />Willd., Coronilla rostrata <templatestyles src="Person/styles.css" />Boiss. & Spruner): Sie ist im Mittelmeerraum von Albanien über Griechenland und die Ägäis, Kreta sowie Zypern bis zur Türkei und Palästina bis Syrien verbreitet.<ref name="ILDIS" />
- Echte Beilwicke (Securigera securidaca <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) Degen & Dörfl., Syn.: Coronilla securidaca <templatestyles src="Person/styles.css" />L., Securigera coronilla <templatestyles src="Person/styles.css" />DC.): Sie ist in Südeuropa (westlich bis Frankreich), in Marokko, in der Ägäis, auf der Krim und in Vorderasien von Zypern bis zum Irak, Iran, in Pakistan und ins asiatische Russland verbreitet.<ref name="ILDIS" />
- Securigera somalensis <templatestyles src="Person/styles.css" />(Thulin) Lassen (Syn.: Coronilla somalensis <templatestyles src="Person/styles.css" />Thulin): Sie kommt nur in Somalia vor.<ref name="ILDIS" />
- Bunte Kronwicke oder Bunte Beilwicke, Rosenkronill (Securigera varia <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) Lassen, Syn.: Coronilla varia <templatestyles src="Person/styles.css" />L.): Ihr natürliches Verbreitungsgebiet ist Eurasien; sie ist in vielen Gebieten beispielsweise in Nordamerika, Neuseeland und Australien ein Neophyt.<ref name="ILDIS" />
Quellen
Literatur
- F. García Martín, S. Talavera: Securigera DC. nom. cons., S. 891–894 In: Flora Iberica, Band 7, 2, 1999: LXXXVIII. LEGUMINOSAE – CORONILLEAE. Volltext-PDF.
- S. I. Ali: Securigera. In: S. I. Ali (Hrsg.) Flora of West Pakistan 100: Papilionaceae. Stewart Herbarium, Rawalpindi 1977, S. 316, online. Securigera bei Tropicos.org. In: Flora of Pakistan. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum (engl.)
- Per Lassen: A new delimitation of the genera Coronilla, Hippocrepis, and Securigera (Fabaceae). In: Willdenowia, Band 19, Heft 1, 1989, S. 49–62. Modul:JSTOR * Modul:JSTOR:170: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
- Datenblatt bei Legumes of the World Online = LOWO von Kew. Ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 23. Juli 2021. (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )
Einzelnachweise
<references> <ref name="Tropicos"> Securigera bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="FloraIberica"> F. García Martín, S. Talavera: Securigera DC. nom. cons., S. 891–894 In: Flora Iberica, Band 7, 1999: LXXXVIII. LEGUMINOSAE – CORONILLEAE. Volltext-PDF. </ref> <ref name="Lassen1989"> Per Lassen: A new delimitation of the genera Coronilla, Hippocrepis and Securigera (Fabaceae). In: Willdenowia. Band 19, Nr. 1, 1989, S. 49–62. Modul:JSTOR * Modul:JSTOR:170: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) </ref> <ref name="ILDIS"> Datenblatt bei International Legume Database Information Service = ILDIS – LegumeWeb – World Database of Legumes, Version 10.38 vom 20. Juli 2010. </ref> <ref name="LOWO"> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Datenblatt bei Legumes of the World Online = LOWO von Kew. ( des Vorlage:IconExternal vom 22. Februar 2016 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. </ref> </references>
Weblinks
- Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland.
- Avinoam Danin: Die Gattung Securigera in der Flora of Israel online. (engl.)