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Hans-Peter Feldmann

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Datei:Hans-peter feldman.jpg
Hans-Peter Feldmann (2006)

Hans-Peter Feldmann (* 17. Januar 1941 in Hilden<ref>Konzeptkünstler Hans-Peter Feldmann gestorben. In: Süddeutsche Zeitung. 4. Juni 2023, abgerufen am 7. Juni 2023.</ref>; † 26. Mai 2023 in Düsseldorf<ref>Helga Meister: Nachruf auf einen Anti-Helden. Rheinische Post, 4. Juni 2023, abgerufen am 4. Juni 2023.</ref><ref>Traueranzeigen. In: lebenswege.faz.net, 3. Juni 2023, abgerufen am 13. Juni 2023.</ref>) war ein deutscher Konzeptkünstler.

Leben und Werk

Hans-Peter Feldmann wuchs in Hilden bei Düsseldorf auf und besuchte das dortige Helmholtz-Gymnasium.<ref>Barbara Steingiesser: Zu Besuch bei einem scheuen Kunst-Star. Rheinische Post, 12. Februar 2016, abgerufen am 13. Juni 2023.</ref> In den 1960er-Jahren studierte Feldmann Malerei an der damaligen Kunstschule Linz, heute Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung Linz.

Seit 1968 arbeitet er konzeptuell mit Fotografie. Zumeist verwendet er alltägliche, „geknipste“ Bilder, die er zum Teil selbst erstellte, zum Teil sammelte. Er fügte sie zu kleinen Serien zusammen, die er in Heften und Büchern edierte. Feldmann stellte in seinem Œuvre ein Repertoire alltäglicher Dinge und Handlungen zusammen. Zwischen 1968 und 1974 schuf er etwa 35 „Bilderhefte“. Zwei dieser Hefte wurden 1973 in Nr. 13 der Zeitschrift AQ publiziert.<ref>http://aq-verlag.de/aq-situationen-der-zeitgen%C3%B6ssischen-kunst-und-literatur/aq-13-photos/ </ref> 1980 erschien ebenda sein Telefonbuch, das seine letzte künstlerische Arbeit sein sollte.<ref>http://aq-verlag.de/kunst-art/hans-peter-feldmann/telefonbuch/</ref> 1974 gründete er den Verlag Drei Möwen. Ab 1998 publizierte er auch im Feldmann-Verlag. Feldmann war Mitbegründer der Zeitschrift Ohio, Photographie wie noch nie (1995–1998) und der Zeitschrift cahiers d’images zusammen mit Céline Duval. Feldmann lebte in Düsseldorf. Er wurde 2010 mit dem achten Hugo Boss Prize ausgezeichnet. Eine Ausstellung im Solomon R. Guggenheim Museum folgte im Mai 2011.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig German Artist Wins $100,000 Prize.] New York Times, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 4. November 2010 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Werke im öffentlichen Raum

2007 nahm Hans-Peter Feldmann an Skulptur.Projekte in Münster mit der WC-Anlage am Domplatz teil. Dazu wurde die öffentliche Toilette am Domplatz in Feldmanns Auftrag – „in enger Kooperation mit einem städtischen Angestellten“ – mit moderner Badkeramik, farbigen Fliesen und zwei großformatigen Bildern ausgestattet und neu gestaltet.<ref>www.skulptur-projekte.de: Hans-Peter Feldmann</ref>

Feldmanns Skulptur David, eine Nachbildung von Michelangelos gleichnamigem Werk, aus Metall und Epoxidharz gefertigt, befand sich 2006 auf dem Heinrich-Böll-Platz in Köln hinter dem Museum Ludwig. Nach einem Zwischenaufenthalt in Düsseldorf gehörte Feldmanns Kopie von Michelangelos Florenzer Marmorarbeit seit dem April 2010 zum Bestand des Kant-Parks in Duisburg.<ref>David. In: nrw-skulptur.net. Abgerufen am 28. November 2022.</ref> Die Skulptur wurde nach Witterungsschäden im Sommer 2016 eingelagert und ihr Sockel im Winter 2018 abgebrochen, da sich das Lehmbruck-Museum, zu dessen Sammlung sie zählt,<ref>Gottlieb Leinz, Hans-Peter Feldmann, David, 2006. In: Skulpturensammlung Lehmbruck Museum Duisburg, hrsg. von Gottlieb Leinz, Duisburg 2012, ISBN 978-3-89279-681-7, S. 192.</ref> die wetterfeste Restaurierung „nicht leisten wollte“,<ref>Stefan Endell: Lehmbruck-Museum will eine wetterfeste David-Skulptur. In: Westdeutsche Allgemeine Zeitung. Funke Mediengruppe, 20. August 2016, abgerufen am 26. April 2019.</ref><ref>Der David ist weg. In: xtranews. 4. Dezember 2016, abgerufen am 15. September 2019.</ref> und 2019 durch eine computeranimierte LED-Installation von Julian Opie ersetzt.<ref>Julian Opie: Sam, Amelia, Jeremy, Teresa. Kulturraum.NRW, abgerufen am 2. Januar 2023.</ref>

Ein auf dem Dach parkendes Auto des Künstlers Hans-Peter Feldmann auf dem Parkplatz der Deichtorhallen, Hamburg, während dessen Ausstellung vom 1. März bis 2. Juni 2013

März 2013, Hamburg
März 2013, Hamburg

Einzelausstellungen (Auswahl)

Gruppenausstellungen

  • 1972: documenta 5, Kassel
  • 1975: Biennale de la Jeneusse, Paris
  • 1977: 150 Jahre Fotografie documenta 6, Kassel<ref>Katalog zur documenta 6: Band 2, Seite 162: Fotografie/Film/Video, 1977, ISBN 3-920453-00-X</ref>
  • 2003: Biennale di Venezia, Venedig
  • 2010: Ruhrblicke, Zeche Zollverein, Essen
  • 2014: Happy Birthday! 20 Jahre Sammlung Goetz. (Gruppenausstellung), Sammlung Goetz, München,<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Seite zur Ausstellung (Memento vom 24. Mai 2014 im Internet Archive), abgerufen am 23. Mai 2014.</ref> Katalog.
  • 2015: Sob As Nuvens: Da Paranoia Ao Sublime Digital, Museu Serralves, Porto
  • 2018: I’m a Believer. Pop Art und Gegenwartskunst aus dem Lenbachhaus und der KiCo Stiftung, Städtische Galerie im Lenbachhaus, München.<ref>Lenbachhaus | I’m a Believer. Abgerufen am 18. März 2019.</ref> Die hier präsentierte Installation „Laden 1975–2015“ gehört seit 2015 zum Sammlungsbestand der städtischen Institution.<ref>Detail. Abgerufen am 18. März 2019.</ref>
  • 2026: GERMAN POP ART - Zwischen Provokation und Mainstream. Die Sammlung Heinz Beck zu Gast in der LUDWIGGALERIE, LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen, 25. Januar 2026 bis 3. Mai 2026

Literatur (Auswahl)

  • Hans-Peter Feldmann: Die Toten: 1967–1993: Studentenbewegung, APO, Baader-Meinhof, Bewegung 2. Juni, Revolutionäre Zellen, RAF … Feldmann Verlag, Düsseldorf 1998.
  • Hans-Peter Feldmann. Portrait. Schirmer/Mosel München 1994.
  • Hans-Peter Feldmann: Voyeur. 2. Auflage, König, Köln 1997.
  • Céline Duval, Hans-Peter Feldmann: cahier d’images. 7 Magazine 2001.
  • Hans-Peter Feldmann: Bilder / Pictures. 2002.
  • Hans-Peter Feldmann: Birgit. Contemporary Art Gallery, Vancouver 2006.
  • Hans-Peter Feldmann: Smoke. Walther König, Köln 2007.
  • Hans-Peter Feldmann: Interview zusammen mit Hans Ulrich Obrist. Walther König, Köln 2009.
  • Christina Irrgang: Hans-Peter Feldmann. In: dies.: Düsseldorf und Fotografie, ein Bericht. Landeshauptstadt Düsseldorf, der Oberbürgermeister, Kulturamt, Düsseldorf 2022, S. 32f.
  • Sandra Abend: Hans-Peter Feldmann, die Kunst des Jagens und Sammelns. In: Dies., Hans Körner (Hrsg.): Weltbilder. Kunst- und Wunderkammern. morisel-Verlag, Asbach 2024, ISBN 978-3-943915-62-4, S. 90–99.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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