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The Trial

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The Trial
Allgemeine Informationen
Herkunft Berlin, Deutschland
Genre(s) New Wave, Rock, Post-Punk
Aktive Jahre
Gründung 1985
Auflösung
Website www.thetrial.de
Gründungsmitglieder
αlabay
Lyrics
M. Strenge (bis 1987)
Aktuelle Besetzung
Gesang, Instrumente, Lyrics
αlabay
Pfeuti (1989–1991, seit 1996)
Gesang, Kotamo
Lady Ophreusis (seit 2003)
Ehemalige Mitglieder
Gesang, Instrumente
T. Liebscher (1988, 1997)
Schlagzeug
T. Warlo (1988–1991)
Pfeuti (1989–1991)
Keyboard, Synthesizer, E-Piano
B. Möhrle (1991–1993, 1999)
Schlagzeug
A. Schwab (1991–1993)
Bass
K. Jehle (1992–1993, 1999–2001)
A. Thoma (1994–1995, 1999)
Bass, Saxophon
S. Kerzenmacher (1994–1999)
Schlagzeug
T. Seiter (1994–1996)
Gitarre, Percussion, Synthesizer
M. Vassallo (1996–2003)
Mik@ (2003–2014)

The Trial ist eine experimentelle deutsch-türkisch-schweizerische Alternative-Band, die Musik zwischen Rock, Pop, Wave, Industrial und anderen Stilrichtungen spielt.

Bandgeschichte

Die Gruppe wurde 1985 in Berlin von M. Strenge und αlabay gegründet, die sich zu jenem Zeitpunkt hauptsächlich mit sozialkritischen Themen beschäftigten. Die musikalische Untermalung wurde von αlabay anfangs in Form von Lärm und experimentellen Klangcollagen hinzugefügt. 1987 trennten sich die beiden und αlabay fing an, strukturierte Musik zu machen. Damals gab es keine Absicht, einem bestimmten Musikstil angehören zu müssen, doch waren die Einflüsse von The Cure, Joy Division und The Sisters of Mercy prägend. 1988 verließ αlabay Berlin und zog nach Südwestdeutschland. Zwischen 1989 und 1995 folgte eine aktive Zeit mit Konzerten.

Ab 1998 entstanden über Internet und Telefon einige Alben, live trat die Gruppe jedoch nur zweimal auf. Zwischen 2001 und 2005 entstand ein Konzept-Album (Statements & Unanswered Questions), das in Zusammenarbeit mit dem Mitbegründer M. Strenge ein geplantes aber nicht realisiertes Werk von 1986 neu interpretierte. Nach einem schweren Unfall M. Strenges, 1996, wurde diese Re-Interpretation sozialkritischer Standpunkte (das Konzept des Albums) aus einer vollkommen neuen Perspektive geschrieben.<ref>Infoseite zu Statements and Unanswered Questions</ref>

2006 fiel dann die Entscheidung, wieder verstärkt als Band zu arbeiten. Das Jahr markierte außerdem einen Wendepunkt, da nun ein komplett türkisches Werk aufgenommen wurde.<ref>Infoseite zu Tuz Katedrali</ref> Bisher waren es nur vereinzelte Tracks gewesen. Der Entschluss fiel nach einem Aufenthalt in Izmir und Istanbul 2005, bei dem sich das volle Ausmaß der Veränderungen der türkischen Alternativ-Szene zeigte. Gruppen wie Replikas, Mor ve Ötesi oder Duman hatten mit der Zeit New Wave und Alternative Elemente in die Musik getragen, die bis dahin, wenn alternativ, eher Crossover- oder Metal-lastig war.

Hintergrund

The Trial wurde im West-Berlin der 1980er Jahre gegründet, einer Zeit die durch Perspektivlosigkeit des Kalten Kriegs und sozialer Spannungen geprägt war. Das Anklagende, Sozialkritische und Pessimistische der Texte ließ auch den Gedanken aufkeimen, mit der Gesellschaft in einem Gerichtsverfahren zu sein – the trial: die Gerichtsverhandlung/der Prozess (in Anspielung auf Kafkas Der Prozeß).<ref>Zeitleiste der Geschichte von The Trial</ref> Die Mehrdeutigkeit des Begriffs kam wiederum dem experimentellen Aspekt der Musik entgegen. Anfangs war M. Strenge der sozialkritischere, und αlabay schrieb eher emotionale, teilweise schon banale, typische Wave/Pop Texte. Ein besonderes Merkmal war, dass die Texte nicht nur einsprachig waren. Neben Englisch gab es auch zusätzlich deutsche, französische und türkische Texte. Dem Türkischen fiel hierbei eine besondere Rolle zu, denn damals galt diese Sprache in der alternativen Musik als exotisch. 2005/2006 bemerkte αlabay, dass sich auf Türkisch Dinge in Worte fassen lassen, die man so weder auf Englisch noch auf Deutsch denken oder fühlen könnte. Da letztendlich alles mehr oder weniger übersetzbar ist, sind (mehrere) Sprachen somit ein Werkzeug, die Enge einer einzelnen sprachlichen/kulturellen Denkweise aufzubrechen.

Instrumente

Die ersten Aufnahmen wurden mit allem Greifbaren gemacht, das in Reichweite war, angefangen bei einer akustischen Gitarre und einem kleinen Yamaha PSS-401. Ab 1988 gab es die Möglichkeit, exotischere Geräte zu benutzen: Dulcimer, Psalter, Monochord u. ä. Hinzu kamen als Hauptinstrumente Schlagzeug, Klavier und Bass. Die E-Gitarre wurde zwar auch schon vereinzelt ab 1987 benutzt, bekam aber die typische Hauptrolle der Rockmusik erst ab 1989. Es folgten Jahre mit „normaler“ Instrumentierung, ab und zu unterstützt von Geige oder Saxophon. 2000 gab es einen wichtigen Einschnitt: die Saz (Langhals-Laute) wurde als eines der Hauptinstrumente eingeführt. Seither werden mit ihr teilweise recht verfremdete Passagen eingespielt, die in dieser Form in der türkischen Rockmusik bisher noch nicht vorkamen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Dark Entries erwähnen The Trial als erste bekannte Gruppe, die Türkisches und New Wave kombinieren (Memento des Vorlage:IconExternal vom 20. Oktober 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.darkentries.be</ref> Später verwendete die Gruppe auch Computer, Mülltonnen, Kühlschränke und (unterwegs aufgenommene) Umwelt-Geräusche.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Interview mit dem Online-Magazin fudder, Freiburg, 2008 (Memento des Vorlage:IconExternal vom 27. Juli 2011 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/fudder.de</ref>

Diskografie (Auszüge)

  • 1988: Gift (Trial Communications), MC
  • 1988: Lavenderblue Dream (Trial Communications), MC
  • 1988: The Forgotten Clutch (Waldeck Sound), MC
  • 1989: Temple Of The Bergamotte (Waldeck Sound), MC
  • 1990: You’ll Never Fail Until You Stop Trying (Waldeck Sound), MC
  • 1993: Existence (Trial Communications), MC
  • 1996: Public Domain (Trial Communications), MC
  • 1998: Prænatal Postmodern (Zodiakom), 2CDr
  • 2001: Nacht der Illusion (Zodiakom), CDr
  • 2002: Dolunay (Zodiakom), CDr<ref>Dolunay Rezension im BLACK Magazin, 2002</ref>
  • 2003: The Geisterfahrer EP (Zodiakom), CD<ref>Geisterfahrer bei Discogs</ref><ref>Antimatter Playlisten 2009 (Nr. 70)</ref>
  • 2006: Statements & Unanswered Questions (Zodiakom), 2CDr
  • 2006: Lucifer Lux (Zodiakom), 2CDr
  • 2007: Mimarlar (Zodiakom), CDr
  • 2008: Feuerblume (Zodiakom), CDr
  • 2009: Tuz Katedrali (Zodiakom), CDr/MP3
  • 2011: Köln Oturumu (Zodiakom), CDr/MP3
  • 2013: Hürriyet (Zodiakom), CDr/MP3
  • 2013: Postmortem (Zodiakom), MP3
  • 2013: Esaret (Zodiakom/con-area), MP3
  • 2015: Unlustig (Zodiakom), CDr/MP3

Samplerbeiträge

Querverbindungen

Einzelnachweise

<references />

Weblinks