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Karoline Linnert

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Karoline Linnert (2014)

Karoline „Karo“ Linnert (* 30. August 1958 in Bielefeld) ist eine deutsche Politikerin (Bündnis 90/Die Grünen). Sie war von 2007 bis 2019 Senatorin für Finanzen der Freien Hansestadt Bremen, Stellvertreterin des Präsidenten des Senats und Bürgermeisterin von Bremen.<ref>http://www.finanzen.bremen.de/sixcms/detail.php?gsid=bremen53.c.4273.de</ref>

Biografie

Ausbildung, Beruf und Familie

Nach dem Abitur 1977 erlernte Linnert bis 1979 den Beruf der Röntgenassistentin. Von 1981 bis 1988 absolvierte sie ein Studium der Psychologie an der Universität Bielefeld und der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, welches sie als Diplom-Psychologin abschloss. Anschließend war sie von 1989 bis 1991 in Bremen als wissenschaftliche Mitarbeiterin<ref name=":0">Bundesrat: Karoline Linnert. In: bundesrat.de. Bundesrat, 2021, abgerufen am 8. März 2021.</ref> für Gesundheits- und Sozialpolitik bei der Bürgerschaftsfraktion der Grünen tätig.

Sie war verheiratet mit dem Künstler Helmut Oppermann (1953–2015), hat zwei Kinder und lebt im Ortsteil Hastedt.<ref>Weser Report: Kinder und Kartoffelraritäten – Kontrastprogramm für Grünen-Farktionsvorsitzende Karoline Linnert. 4. November 2001</ref><ref>Hamburger Abendblatt: Karoline Linnert. 29. März 2007</ref>

Politik

Linnert trat 1979 in Bremen der Partei Die Grünen bei. Von 1991 bis zu ihrer Wahl zur Senatorin 2007 war sie Mitglied der Bremischen Bürgerschaft.<ref name=":0" /> Hier war sie von 2000 bis 2007 Vorsitzende der Bürgerschaftsfraktion Bündnis 90/Die Grünen und von 2003 bis 2007 auch Vorsitzende des Haushalts- und Finanzausschusses. Bei der Wahl zur Bremischen Bürgerschaft 2007 trat Linnert als Spitzenkandidatin von Bündnis 90/Die Grünen an, bei der die Partei mit 16,4 % der Stimmen ihr bis zu diesem Zeitpunkt bestes Ergebnis in einem Bundesland erzielen konnte.

Nachdem die SPD unter Bürgermeister Jens Böhrnsen sich entschied, die Koalition mit der CDU zugunsten einer Koalition mit den Grünen zu beenden, beschlossen SPD und Grüne, eine gemeinsame Koalition zu bilden. Linnert wurde 2007 als Bürgermeisterin, Senatorin für Finanzen und Senatskommissarin für den Datenschutz in den von Böhrnsen geleiteten Bremer Senat gewählt (Senat Böhrnsen II) und 2011 in diesem Amt bestätigt (Senat Böhrnsen III).<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Bürgermeister Böhrnsen wiedergewählt (Memento des Vorlage:IconExternal vom 24. September 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.focus.de, abgerufen am 30. Juni 2011</ref>

Für die stadtbremischen Listenplätze bei Bündnis 90/Die Grünen zur Bürgerschaftswahl am 10. Mai 2015 wurde sie bei der Kandidatenaufstellung am 29. November 2014 auf Platz 1 gesetzt.<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Bremer Grüne wählen Linnert zur Spitzenkandidatin (Memento vom 22. Dezember 2014 im Internet Archive)</ref> Bei der Urwahl der Spitzenkandidatin zur Bürgerschaftswahl 2019 verlor sie gegen Maike Schaefer.<ref>Urwahl-Schlappe: Linnert tritt nicht bei Bürgerschaftswahl an. In: buten un binnen. (butenunbinnen.de [abgerufen am 17. Oktober 2018]).</ref> Sie hatte vor der Urwahl angekündigt nur als Spitzenkandidatin für die Bürgerschaft zu kandidieren.

Ihre Nachfolgerin als Stellvertreterin des Präsidenten des Senats und Bürgermeisterin von Bremen wurde im August 2019 Maike Schaefer (Grüne) sowie als Finanzsenator Dietmar Strehl (Grüne).

Politische Positionen

Linnert war Deutschlands erste grüne Finanzministerin und wurde 2015 in ihrem Amt für eine dritte Wahlperiode bis 2019 bestätigt. Sie gilt als grünes Urgestein aus der Gründerzeit ihrer Partei. Bei der Sparpolitik, die angesichts der hohen Verschuldung des kleinsten Bundeslandes angesagt ist, wollte sie auf soziale Belange Rücksicht nehmen.<ref name="focus-629993">DPA-InfolineRS: Wahlen: Karoline Linnert: Grünes Urgestein mit Pragmatismus. In: Focus Online. 22. Mai 2011, abgerufen am 14. Oktober 2018.</ref> Der Versuch der CDU-Fraktion, sie anlässlich der Krise der Bremer Landesbank per Misstrauensvotum zu stürzen, scheiterte am 24. Juni 2016.<ref>Klaus Wolschner: Bremer Finanzsenatorin übersteht Attacke: Großes Vertrauen in Linnert. In: die tageszeitung. (taz.de [abgerufen am 30. August 2016]).</ref>

Die Folgen der Flüchtlingskrise in Deutschland ab 2015 bezeichnete sie als „außergewöhnliche Notsituation“, weshalb eine Ausnahme von der vom Bund verordneten Schuldenbremse zu vertreten sei.<ref name="welt-155035780">Martin Greive: Finanzen: Bremen rebelliert gegen die Schuldenbremse. In: welt.de. 4. Mai 2016, abgerufen am 7. Oktober 2018.</ref>

Funktionen

Siehe auch

Weblinks

Commons: Karoline Linnert – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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Karoline Linnert auf der Website des Deutschen Bundestages. https://www.bundesrat.de/SharedDocs/personen/DE/laender-ausgeschieden-mediathek/hb/linnert-karoline.html

Einzelnachweise

<references/>

<templatestyles src="BoxenVerschmelzen/styles.css" />

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Karoline Linnert (1991–1993), Dieter Mützelburg (1991–1993), Martin Thomas (1991–1993) | Elisabeth Hackstein (1996–1999), Dieter Mützelburg (1996–1999), Helga Trüpel (1996–1999), Ralf Fücks (1996–1999) | Karoline Linnert (1999–2007) | Matthias Güldner (2007–2015) | Maike Schaefer (2015–2019) | Björn Fecker (2019–2023) | Henrike Müller (2023–2025) | Emanuel Herold (seit 2025)

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