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Hohes Labkraut

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Hohes Labkraut
Datei:Galium elongatum eF.jpg

Hohes Labkraut (Galium elongatum)

Systematik
Asteriden
Euasteriden I
Ordnung: Enzianartige (Gentianales)
Familie: Rötegewächse (Rubiaceae)
Gattung: Labkräuter (Galium)
Art: Hohes Labkraut
Wissenschaftlicher Name
Galium elongatum
C.Presl

Das Hohe Labkraut (Galium elongatum), auch als Hohes Sumpf-Labkraut oder Verlängertes Labkraut bezeichnet, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Labkräuter (Galium) innerhalb der Familie der Rötegewächse (Rubiaceae). Es kommt in Mitteleuropa zerstreut vor.

Datei:Galium elongatum sl24.jpg
Blüten
Datei:Galium elongatum sl26.jpg
Fruchtknoten

Beschreibung

Das Hohe Labkraut ist eine ausdauernde, krautige Pflanze. Es unterscheidet sich vom Sumpf-Labkraut im Wesentlichen durch die längeren Laubblätter, den deutlich weißkantigen Stängel und den höheren Wuchs. Das Hohe Labkraut erreicht Wuchshöhen von bis über 100 cm. Der Stängel ist glatt und oft fast geflügelt weißkantig. Die Laubblätter sitzen von bis zu sechs Stück in einem Quirl am Stängel, wobei die mittleren Längen von etwa 15 bis 20 mm erreichen.

Das Hohe Labkraut blüht vorwiegend in den Monaten Juni bis August. Der Blütenstand hat eine breit pyramidale Form. Die vierzipfelige Blütenkrone ist weiß und besitzt einen Durchmesser von bis zu 4,5 mm.

Die 1,7 bis 2,5 mm langen Früchte sind kahl.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 96.<ref name="Oberdorfer 2001" />

Vorkommen

Das Verbreitungsgebiet des Hohen Labkrauts umfasst Europa und reicht vom Mittelmeerraum mit Nordwestafrika bis zum nordwestlichen Iran und zum westlichen Himalaja.<ref name="POWO" />

In Deutschland kommt das Hohe Labkraut sehr zerstreut bis selten vor. Es fehlt unter anderem in Norden über große Strecken. In Österreich ist diese Art ebenfalls recht selten und gebietsweise, so in den Alpen, als gefährdet eingestuft. In der Schweiz kommt Galium elongatum fast nur im Norden des Gebiets vor. Dort ist es ebenfalls nicht häufig. Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt et al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 4+w (nass aber mäßig wechselnd), Lichtzahl L = 3 (halbschattig), Reaktionszahl R = 3 (schwach sauer bis neutral), Temperaturzahl T = 4 (kollin), Nährstoffzahl N = 3 (mäßig nährstoffarm bis mäßig nährstoffreich), Kontinentalitätszahl K = 2 (subozeanisch).<ref name="InfoFlora" />

Das Hohe Labkraut wächst in Sümpfen und an Ufern von Gewässern. Es bevorzugt nasse, nährstoffreiche und oft torfige Ton- und Sumpfhumusböden. Es gedeiht in Mitteleuropa in Gesellschaften des Verbands Alnion und Magnocaricion.<ref name="Oberdorfer 2001" />

Taxonomie und Systematik

Das Hohe Labkraut wurde 1822 von Carel Bořivoj Presl in Deliciae Pragenses , Historiam Naturalis Spectantes 119-120 erstbeschrieben. Ein Synonym für Galium elongatum <templatestyles src="Person/styles.css" />C.Presl ist Galium palustre subsp. elongatum <templatestyles src="Person/styles.css" />(C.Presl) Lange und Galium palustre var. lanceolatum <templatestyles src="Person/styles.css" />Uechtr. Es besteht eine enge Verwandtschaft mit dem Sumpf-Labkraut (Galium palustre).

Quellen

Literatur

Einzelnachweise

<references> <ref name="Oberdorfer 2001"></ref> <ref name="POWO">Galium elongatum. In: POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew: Kew ScienceVorlage:Abrufdatum</ref> <ref name="InfoFlora">Galium elongatum C. Presl In: Info Flora, dem nationalen Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.</ref> </references>

Weblinks

Commons: Hohes Labkraut – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien