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Isabella Rossellini

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Isabella Rossellini (2024)

Isabella Fiorella Elettra Giovanna Rossellini (* 18. Juni 1952 in Rom) ist eine italienisch-US-amerikanische Schauspielerin.

Leben

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Rossellini mit David Lynch auf dem Cannes Film Festival, 1990

Isabella Rossellini ist die Tochter des italienischen Regisseurs Roberto Rossellini und der schwedischen Schauspielerin Ingrid Bergman. Sie hat zwei Geschwister, einen älteren Bruder (Roberto Ingmar) und die zweieiige Zwillingsschwester Isotta, außerdem eine jüngere Halbschwester Raffaela (aus der Verbindung Roberto Rossellinis mit Sonali Dasgupta) und eine ältere Halbschwester, Pia Lindström (die Tochter aus Ingrid Bergmans erster Ehe mit Petter Lindström). Als Isabella Rossellini fünf Jahre alt war, trennten sich ihre Eltern. Sie wuchs in Rom bei einem Kindermädchen auf, in einer Wohnung, die der ihres Vaters direkt gegenüber lag. Isabella litt an Skoliose und musste daher langwierige und schmerzhafte Behandlungen über sich ergehen lassen. Sie begann als Modedesignerin und Journalistin und arbeitete damals überwiegend in New York.<ref name="news.de"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Isabella Rossellini wird Jury-Präsidentin. (Memento vom 5. September 2010 im Internet Archive) news.de, 30. August 2010.</ref>

Von 1979 bis 1982 war Isabella Rossellini mit dem Regisseur Martin Scorsese verheiratet,<ref>New York Media LLC: New York Magazine. New York Media, LLC, 9. August 1982 (google.de [abgerufen am 27. März 2020]).</ref> später mit dem Model Jonathan Wiedemann. Sie hatte zudem längere Beziehungen mit David Lynch und Gary Oldman. Sie hat zwei Kinder und besitzt neben der italienischen auch die US-amerikanische Staatsbürgerschaft.<ref>Isabella Rossellini: In Defense of Fallaci. In: The New York Times. 6. November 2001 (Online [abgerufen am 27. März 2020]).</ref>

Karriere

Von 1982 bis 1993 war sie Model für das französische Kosmetikunternehmen Lancôme. Ihr Vertrag wurde nicht verlängert; nach Ansicht von Lancôme war sie bereits zu alt. Seitdem produziert Rossellini ihre eigene Kosmetikserie.

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Mit Anthony Hopkins in Berlin, bei Dreharbeiten für den Film … und der Himmel steht still, 1993

Ihr Schauspieldebüt gab sie 1976 an der Seite ihrer Mutter in Vincente Minnellis Nina – Nur eine Frage der Zeit. Danach spielte sie in Filmen von Norman Mailer, Robert Zemeckis, Joel Schumacher, John Schlesinger, Peter Weir, Abel Ferrara und Peter Greenaway.<ref name="news.de" /> Nach ihren Anfängen mit italienischen Komödien wurde Isabella Rossellini vor allem durch die von David Lynch gedrehten Filme Blue Velvet (1986) und Wild at Heart – Die Geschichte von Sailor und Lula (1990) international bekannt. In Blue Velvet spielte sie die misshandelte Nachtclubsängerin Dorothy Vallens. Im Lied A Marriage Made in Heaven der Gruppe Tindersticks ist sie als Sängerin zu hören. 2005 drehte sie mit dem Experimentalfilmer Guy Maddin den Kurzfilm My Dad Is 100 Years Old, eine Hommage an ihren Vater Roberto Rossellini.

Ihr Regiedebüt Green Porno präsentierte sie auf der Berlinale 2008: Acht comic-ähnliche Kurzfilm-Episoden stellen das Sexualleben von Regenwürmern, Libellen, Schnecken, Bienen oder Gottesanbeterinnen dar. Isabella Rossellini spielte dabei zahlreiche Tiere selbst, u. a. eine Schnecke und ein Spinnenmännchen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Green Porno (Memento vom 11. Mai 2008 im Internet Archive) bei Sundance Channel (englisch).</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Green Porno (Memento vom 20. August 2014 im Internet Archive) im arte-Magazin Kurzschluss.</ref>

Bei der Berlinale 2011 übernahm sie den Vorsitz der Internationalen Jury, die dem iranischen Beitrag Nader und Simin – Eine Trennung den Hauptpreis zusprach. 2013 erhielt sie auf der 63. Berlinale die Berlinale Kamera.<ref>Hier kommt der Bär. In: Stern. 28. Januar 2013, abgerufen am 10. Mai 2023.</ref>

2017 veröffentlichte sie in Deutschland das humoristische Buch Meine Hühner und ich.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Meine Hühner und ich auf showroom.schirmer-mosel.com (Memento vom 26. Januar 2018 im Internet Archive).</ref>

Im Rahmen der Verleihung des Europäischen Filmpreises 2024 wurde ihr der Preis für die beste europäische Leistung im Weltkino zuerkannt.<ref>Patrick Kittler: European Film Academy ehrt Isabella Rossellini. blickpunktfilm.de, 24. September 2024, abgerufen am 25. September 2024.</ref><ref>The Academy Honours Isabella Rossellini with the EUROPEAN ACHIEVEMENT IN WORLD CINEMA Award. europeanfilmacademy.org, abgerufen am 25. September 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im Jahr darauf erhielt sie für ihre Nebenrolle als Schwester Agnes in der Literaturverfilmung Konklave eine Oscar-Nominierung zuerkannt.

Filmografie

Datei:Isabella Rossellini - at the 2005 Torino Film Festival (cropped).jpg
Isabella Rossellini auf dem Torino Film Festival, 2005

Auszeichnungen (Auswahl)

Oscar

British Academy Film Award

Critics’ Choice Movie Award

Europäischer Filmpreis

Golden Globe Award

Goldene Kamera

  • 1994: Auszeichnung in der Kategorie Schauspielerin – International für Fearless – Jenseits der Angst

Saturn Award

Publikationen

  • Isabella Rossellini: Some of Me. Autobiographische Fotodokumentation (dt.), aus dem Englischen von Marion Kagerer, Schirmer/Mosel, München 1997, ISBN 3-88814-898-7.
  • dies.: looking at me – über bilder und photgraphen. Autobiographische Fotodokumentation (dt.), aus dem Englischen von Marion Kagerer, Schirmer/Mosel, München 2002, ISBN 3-88814-609-7.
  • Isabella Rossellini, Lothar Schirmer: Ingrid Bergman. Ein Leben in Bildern. Schirmer/Mosel, München, ISBN 3-8296-0648-6.
  • Meine Hühner und ich. Mit Zeichnungen der Autorin und Fotografien von Patrice Casanova. Schirmer/Mosel, München 2017, ISBN 978-3-8296-0793-3.
  • Green Porno. Bilderbuch mit 18 Kurzfilmen, Schirmer Mosel, München 2009, ISBN 978-3-8296-0441-3.

Literatur

  • Gero von Boehm: Isabella Rossellini. 7. September 2003. Interview in: Begegnungen. Menschenbilder aus drei Jahrzehnten. Collection Rolf Heyne, München 2012, ISBN 978-3-89910-443-1, S. 316–328.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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