Zum Inhalt springen

Wakashudō

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 8. März 2023 um 16:19 Uhr durch imported>Wheeke (HC: +Kategorie:Geschichte der Kindheit; +Kategorie:Geschichte der Pädagogik).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Vorlage:Hinweisbaustein Vorlage:Hinweisbaustein

Datei:ShudoMonogatari.jpg
Zusammentreffen zweier in einem Wakashudō-Verhältnis Stehender. Aus „Erzählung des Shudō“" (衆道物語), 1661.

Wakashudō (jpn. {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), wörtlich: „der Weg der Jünglinge“), kurz auch Shudō ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) oder Nyakudō ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)), ist ein erotisches Lehrer-Schüler-Verhältnis, das zentraler Bestandteil der Ausbildung eines jungen Mannes zum Samurai war.

Gebräuchlich war auch die Bezeichnung Bidō ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), dt.: „der schöne Weg“). Im Gegensatz zur griechischen Päderastie der Antike wurde in Japan die Initiative zum Eingehen einer solchen Beziehung vom Jungen erwartet. Oft war der Schüler zu Beginn des Wakashudō jedoch sehr jung (zwischen 10 und 13 Jahren), weshalb anzunehmen ist, dass in der Regel die Eltern den Lehrer aussuchten.

Während der gesamten Lehrzeit lebten Lehrer und Schüler zusammen. Der Schüler wurde vor allem in der Kampfkunst unterwiesen und dem Bushidō, der Lebensphilosophie der Samurai, entsprechend erzogen. Die sexuelle Beziehung endete in der Regel mit dem Ende der Ausbildung im Alter von etwa 19 Jahren und das Lehrer-Schüler-Verhältnis ging dann oft in eine lebenslange Freundschaft oder Vater-Sohn-Beziehung über.

Wakashudō trat im 12. Jahrhundert erstmals in Erscheinung und war bis zum Niedergang der Samurai-Kultur im 19. Jahrhundert gängige Praxis und gesellschaftlich, nicht zuletzt aufgrund der schlechten Stellung der Frau, voll akzeptiert. Die Ursprünge dieser Praxis gehen auf ähnliche Verhältnisse zwischen Ordensbrüdern und deren Schülern zurück, wie sie in Japan um das 10. Jahrhundert erstmals schriftlich belegt sind.

Siehe auch