Zum Inhalt springen

Max Kutschmann

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 28. Februar 2026 um 13:42 Uhr durch imported>44Pinguine (Werke (Auswahl)).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Datei:Max Kutschmann (1871-1943).jpg
Max Kutschmann

Max Kutschmann (* 25. Mai 1871 in Neumünster; † 1. April 1943 in Berlin) war ein deutscher Kunstwissenschaftler, Dekorationsmaler, Hochschullehrer und Vorsitzender der Reichskammer der bildenden Künste sowie der erste Vorsitzende des Reichsverbands bildender Künstler.

Leben

Max Kutschmanns Vater, Theodor Kutschmann (1843–1901), war ebenfalls ein berühmter Künstler, der zum Beispiel das Parzivalzimmer im Theater des Westens entworfen hat. Kutschmann absolvierte ein Akademiestudium und erhielt 1908 einen Lehrauftrag an der Unterrichtsanstalt des Kunstgewerbemuseums Berlin,<ref name="Werke" /> ab 1911 als Professor, ab 1924 an den Vereinigten Staatsschulen für Freie und Angewandte Kunst.<ref>Antje Kalcher, Dietmar Schenk: Vor der UdK. 1. Auflage. Universität der Künste Berlin, 2024, S. 58 und 66 (kobv.de [PDF]).</ref> In der Endphase des Ersten Weltkriegs gehörte er der nationalistischen Deutschen Vaterlandspartei an.<ref name="Klee347">Ernst Klee: Das Kulturlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945. S. Fischer, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-10-039326-5, S. 347.</ref>

Max Kutschmann trat zum 22. Oktober 1927 der NSDAP bei (Mitgliedsnummer 69.221).<ref>Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/24380613</ref><ref>siehe sogenanntes „Führerlexikon“</ref> Nach der „Machtergreifung“ der Nationalsozialisten wurde er ab 10. April 1933 Direktor der Vereinigten Staatsschulen für Freie und Angewandte Kunst, die unter seiner Leitung 1939, als er sich offiziell bereits im Ruhestand befand,<ref name="Werke" /> zur „Staatlichen Hochschule für bildende Künste in der Deutschen Reichshauptstadt“ umstrukturiert wurden. Daneben war er Fachleiter Kultur im SS-Rassen- und Siedlungshauptamt sowie Obmann für bildende Kunst im Kampfbund für deutsche Kultur.<ref name="Klee347" /> 1941 wurde ihm die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen.<ref name="Klee347" />

Max Kutschmann war ab 1933 verantwortlich für die „Gleichschaltung“ der Künstlervereine. Unter seiner Leitung wurden mehrere Professoren entlassen und Studierende zwangsexmatrikuliert. Kutschmann war verheiratet mit Ida Martha geb. Brinckmann, der Tochter von Justus Brinckmann, einem der Gründer des Museums für Kunst und Gewerbe in Hamburg. Mit ihr hatte er fünf Kinder. Tochter Marie Luise (* 22. Juli 1910; † 2006 in Berlin).<ref>Kinder auf woydt.be, abgerufen am 23. Februar 2014.</ref> Sein Grab befindet sich auf dem Parkfriedhof Lichterfelde.<ref name="Werke"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Gedenkstein für Gustav Krech (Memento vom 27. Februar 2014 im Internet Archive) auf natur-land-forum.de, abgerufen am 23. Februar 2014.</ref>

Werke (Auswahl)

Literatur

  • Christine Fischer-Defoy: Kunst Macht Politik. Die Nazifizierung der Kunst- und Musikhochschulen in Berlin. Verlag der Hochschule der Künste, Berlin 1996, ISBN 3-89462-048-X, S. 293.

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein