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Mosvik

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Mosvik
Datei:Mosvik 2001 4.jpg
Blick auf den Ort Mosvik
Geographische Lage
Mosvik (Erde)
Mosvik (Erde)
Koordinaten 63° 48′ 0″ N, 11° 0′ 0″ OKoordinaten: 63° 48′ 0″ N, 11° 0′ 0″ O
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Lage Südöstlicher Teil der Halbinsel Fosen
Gewässer 1 Trondheimsfjord
Gewässer 2 Verrasund
Gewässer 3 Skarnsund
Datei:Coat of arms of NO 1723 Mosvik.svg
Wappen der ehemaligen Gemeinde Mosvik

Mosvik ist eine Halbinsel im norwegischen Fylke Trøndelag.

Geografie

Die Halbinsel Mosvik liegt am Nordende des Trondheimsfjordes und wird im Norden vom Verrasund begrenzt. Im Osten trennt sie der Skarnsund, über den die 1010 Meter lange Skarnsundbrua führt, von der Halbinsel Inderøya. Im Südosten trennt sie der Nordviksund von der Nachbarinsel Ytterøy.

Die höchste Erhebung von Mosvik ist das Hårfjellet mit 551 Metern Höhe am nordwestlichen Ende der Halbinsel an der Grenze zwischen den Kommunen Inderøy und Indre Fosen.

Auf der Halbinsel liegt der See Meltingvatnet, der eine Fläche von 8,61 km² einnimmt und als Speicher für das Mosvik kraftverk dient.<ref>Meltingvatnet. In: NVE Atlas. Norges vassdrags- og energidirektorat, abgerufen am 8. April 2021.</ref> Der Fluss Mossa, der den See vom nordöstlichen Ende entwässert wurde beim Bau des Wasserkraftwerkes 1984 stark reguliert und führt heute erheblich weniger Wasser, als vor der Regulierung. Dadurch verschwand ein Großteil des Lachsbestandes, der früher im Fluss zu finden war. Als Teil der Konzessionsauflagen setzen die Betreiber des Kraftwerkes jährlich 20  000 Jungfische in den unteren, weniger regulierten Teil des Flusses auszusetzen um so den Lachsbestand am Leben zu halten.<ref>Bjørn Ove Johnsen und Nils Arne Hvidsten: Krav til vannføring i sterkt regulerte smålaksvassdrag. (PDF) Norges vassdrags- og energidirektorat, April 2004, S. 17, abgerufen am 8. April 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Bevölkerung

Der Großteil der Bevölkerung lebt im Ostteil der Halbinsel. Die größte Ortschaft ist Mosvik mit 280 Einwohnern (Stand Januar 2020<ref>Tettsteder. Folkemengde og areal, etter kommune. Statistisk sentralbyrå, 6. Oktober 2020, abgerufen am 8. April 2021.</ref>) Des Weiteren finden sich kleinere Ortschaften entlang des Beitstadfjordes im Norden und des Trondheimsfjordes im Süden, sowie um den See Meltingvatnet. Die Bevölkerungszahlen sind seit Jahren leicht rückläufig.<ref name="SNL" />

Infrastruktur

Verkehr

Mosvik ist durch den Fylkesvei (Provinzstraße) 755 über die Skarnsundbrücke mit Inderøy und der Europastraße 6 verbunden. In westlicher Richtung verläuft die Straße weiter über den südlichen Teil der Halbinsel Fosen bis nach Vanvikan, von wo aus eine Fährverbindung nach Trondheim besteht. Im Norden verläuft der Fylkesvei 6918 entlang des Verrasundes.

Wirtschaft

Mosvik ist zu 63 % von Nutzwald bedeckt und folglich ist die Forstwirtschaft wichtigster Wirtschaftszweig der Gegend. Die Wälder der Halbinsel werden zudem zur Jagd auf Elch und Reh genutzt.<ref name="SNL" /> Daneben spielt die Viehwirtschaft und vor allem die Milchproduktion eine wichtige Rolle. Der wichtigste Grundbesitzer ist das Gut Vinje Bruk. Mosvik hat zwei größere Industriebetriebe, die beide lokale Rohstoffe veredeln. Einer der Betriebe stellt Sperrholzplatten her, der andre veredelt Schlachtabfälle.<ref name="SNL" />

Ein bedeutender Anteil der Bevölkerung pendelt in die umliegenden Städte Trondheim, Levanger, Steinkjer und das in Fosen gelegene Leksvik.<ref>03321: Sysselsatte (15-74 år) per 4. kvartal. Pendlingsstrømmer, etter arbeidsstedskommune, bostedskommune, statistikkvariabel og år. In: ssb.no. Statistisk sentralbyrå, abgerufen am 9. April 2021.</ref>

Geschichte

Etwa einen Kilometer südlich von Venneshamn am Skarnsund befinden sich die jungsteinzeitlichen Felsritzungen von Kvennavika. Dargestellt sind mehrere Heilbutte. Die Kommune gehörte in alter Zeit dem Frostathing an.

Kommune Mosvik

1867 wurde die neue Mosvik og Verran kommune aus der heute zu Levanger gehörenden Kommune Ytterøy ausgegliedert. 1901 wurde die Kommune in Mosvik und Verran geteilt. Der zur Halbinsel Mosvik gehörende Teil von Verran wurde 1967 wieder mit Mosvik vereint.<ref name="SNL">Morten Olsen Haugen: Mosvik. Store norske leksikon, 19. September 2019, abgerufen am 25. März 2021.</ref> Der Sitz der Verwaltung war in der Ortschaft Mosvik. Das Gemeindewappen bestand aus zwei grünen Spitzen auf dem silbernen Grund, die die Forstwirtschaft als wichtige Einnahmequelle der Gemeinde symbolisierten und gleichzeitig den Buchstaben M formten.<ref name="SNL" /> Am 1. Januar 2011 zählte Mosvik 814 Einwohner und hatte eine Fläche von 219 km². Zum 1. Januar 2012 wurde die Gemeinde mit Inderøy vereinigt.

Persönlichkeiten aus Mosvik

Weblinks

Commons: Mosvik – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />