Zum Inhalt springen

Bernd-Dieter Meier

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 21. April 2026 um 22:58 Uhr durch imported>Brighida (Biographie).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Bernd-Dieter Meier (* 3. Oktober 1955 in Frankfurt am Main) ist ein deutscher Jurist und Kriminologe. Er lehrte als Universitätsprofessor<ref>https://www.jura.uni-hannover.de/de/emeriti</ref> an der Juristischen Fakultät der Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover.

Biographie

Nach dem Abitur am humanistischen Friedrichsgymnasium in Kassel 1974 studierte Meier Rechtswissenschaften an der Georg-August-Universität Göttingen. Das erste Staatsexamen legte er 1979 ab, das zweite 1985. Von 1979 bis 1982 sowie von 1985 bis 1992 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Heinz Schöch, Hochschulassistent und Hochschuldozent an der Juristischen Fakultät der Universität Göttingen. 1981 hatte Meier einen Forschungsaufenthalt an der University of California, Los Angeles. In Göttingen wurde er 1983 promoviert mit einer empirisch-kriminologischen Arbeit über die Strafzumessung bei Rückfalltätern in Deutschland und den USA. 1991 folgte die Habilitation mit einer empirischen Arbeit über die Kostenlast im Strafprozess sowie Erlangung der venia legendi für Strafrecht, Strafprozessrecht und Kriminologie.

Im Sommersemester 1992 war Meier Vertretung der Professur für Strafrecht mit Jugendstrafrecht und Kriminologie an der Universität Potsdam. Seit dem Wintersemester 1992/93 ist er Professor für Strafrecht, Strafprozessrecht und Kriminologie am Fachbereich Rechtswissenschaften der Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover. Von 1998 bis 2000 war er Dekan am Fachbereich Rechtswissenschaften, von 2002 bis 2004 Studiendekan.

Für die Initiative White IT erstellte Meier eine Studie zu den Verbreitungswegen von Kinderpornografie im Internet. Die vorläufigen Ergebnisse wurden bei einem Symposium am 24. und 25. November 2010 in Hannover vorgestellt<ref>vgl. hierzu Netzwelt-Ticker auf Spiegel Online und Heise Online: Keine Patentlösung gegen Kinderpornografie</ref>, die finale Studie am 3. Mai 2011 in der Bundespressekonferenz in Berlin.<ref>Studie: Tauschbörsen sind Hauptverbreitungskanal für Kinderpornografie Heise Online vom 2. Mai 2011</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />"Unerschöpfliches Angebot'" (Memento vom 9. Mai 2011 im Internet Archive) Süddeutsche Zeitung vom 3. Mai 2011</ref><ref>Studie – Kostenlose Tauschbörsen sind größter Markt Focus Online vom 2. Mai 2011</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Informationen zur Studie und Downloadmöglichkeit der Studie selbst (Memento vom 25. März 2012 im Internet Archive) auf der Website des Lehrstuhls an der Universität Hannover.</ref>

Literatur

  • Die Bestrafung von Rückfalltätern in der Bundesrepublik Deutschland und in den USA. Eine rechtstatsächliche und rechtsvergleichende Untersuchung zu § 48 StGB. Jur. Dissertation, Göttingen 1983.
  • Die Kostenlast des Verurteilten. Eine empirische Untersuchung zur kriminalpolitischen und fiskalischen Bedeutung des strafprozessualen Kostenrechts. Habilitationsschrift, Bundesanzeiger, Köln 1991.
  • mit D. Rössner und H. Schöch: Jugendstrafrecht. 3. Auflage, C.H. Beck, München 2013, ISBN 978-3-406-63903-6.
  • als Mitherausgeber: Jugendgerichtsgesetz. Handkommentar. 2. Auflage, Nomos, Baden-Baden 2014, ISBN 978-3-8487-0862-8.
  • Strafrechtliche Sanktionen. 6. Auflage, Springer, Berlin/Heidelberg 2025, ISBN 978-3-662-70497-4.
  • Kriminologie. 5. Auflage, C.H. Beck, München 2016, ISBN 978-3-406-69580-3.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein