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Foscarnet

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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Strukturformel
Foscarnet
Allgemeines
Freiname Foscarnet
Andere Namen

Phosphonoameisensäure

Summenformel CH3O5P
Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer
PubChem 3415
ChemSpider 3297
DrugBank DB00529
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Arzneistoffangaben
ATC-Code

J05AD01

Wirkstoffklasse

Virostatikum

Wirkmechanismus

DNA-Polymeraseinhibitor

Eigenschaften
Molare Masse 126,01 g·mol−1
Sicherheitshinweise
Bitte die Befreiung von der Kennzeichnungspflicht für Arzneimittel, Medizinprodukte, Kosmetika, Lebensmittel und Futtermittel beachten
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="Sigma">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei Sigma-AldrichVorlage:Abrufdatum (PDF).</ref>
Datei:GHS-pictogram-exclam.svg

Achtung

H- und P-Sätze H: 315​‐​319​‐​335
P: 261​‐​305+351+338<ref name="Sigma" />
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Foscarnet ist ein antiviral wirksamer Arzneistoff (Virostatikum), der hauptsächlich zur Behandlung von Herpesviren bei vorliegenden Resistenzen gegen andere Virostatika eingesetzt wird. Das Wirkspektrum umfasst das Cytomegalievirus, die Herpes-simplex-Viren und das Varizella-Zoster-Virus. Foscarnet wird als Natriumsalz<ref>Externe Identifikatoren von bzw. Datenbank-Links zu Foscarnet-Trinatrium-Anhydrat: CAS-Nr.: Vorlage:CASRN, EG-Nr.: 695-653-7, ECHA-InfoCard: Vorlage:ECHA, GESTIS: Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), PubChem: 44561, ChemSpider: 40540, DrugBank: DBSALT000200, Wikidata: Q27225687.</ref> unter den Markennamen Foscavir® (CH) und Triapten® (D) vertrieben und unterliegt der ärztlichen Verschreibungspflicht.

Pharmakologie

Anwendungsgebiete

Foscarnet ist zur systemischen Behandlung einer Lebens- und augenlichtbedrohenden Erkrankung durch Cytomegalieviren sowie zur Behandlung akuter Schleimhautinfektionen durch aciclovirresistente Herpesviren bei Patienten mit AIDS zugelassen. Auch bei einer Herpes-simplex-Enzephalitis wird Foscarnet als Alternative bei bestehender Aciclovir-Resistenz eingesetzt. Die Applikation erfolgt intravenös. Die Halbwertszeit im Blut beträgt 3,3–6,8 Stunden.

Als Inhaltsstoff in Hautcremes wird Foscarnet lokal zur Behandlung von Haut- und Schleimhautinfektionen durch Herpes-Simplex-Virus Typ 1 und 2, wie Herpes labialis, Herpes genitalis und Herpes integumentalis, eingesetzt. Die Wirksamkeit dieser Anwendungsform ist jedoch nicht belegt und Nebenwirkungen werden befürchtet.<ref>Cremes gegen Lippenherpes - Mehr Spreu als Weizen, Artikel (<templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />pdf-Datei (Memento vom 5. Oktober 2021 im Internet Archive)) in der Zeitschrift Gute Pillen - Schlechte Pillen, 2008 / Ausgabe 04, S. 03.</ref>

Wirkmechanismus

Foscarnet ist ein Analogon des Pyrophosphats. Als solches blockiert es die Pyrophosphatbindungsstelle der DNA-Polymerase und der Reversen Transkriptase und ist somit ein selektiver Inhibitor dieser viralen Enzyme.

Nebenwirkungen

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein