Zum Inhalt springen

Pepperl+Fuchs

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 8. November 2025 um 20:13 Uhr durch imported>Aka (Geschichte: Tippfehler entfernt).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Pepperl+Fuchs SE

colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | PF Logo RGB.svg
Rechtsform Europäische Gesellschaft
Gründung 1945<ref name="hb (2004)" />
Sitz Mannheim
Leitung Wilhelm Nehring (CEO), Martin Walter (CFO), Tobias Blöcher (COO), Lutz Liebers (COPA), Reiner Müller (COFA), Florian Ochs (CHRO)
Mitarbeiterzahl 6.850<ref name="pf">Unternehmen. In: Unternehmens Website. Abgerufen am 5. Januar 2025.</ref>
Umsatz 930 Mio. EUR<ref name="pf"/>
Branche Automatisierung, Sensorik, Explosionsschutz
Website www.pepperl-fuchs.de
Stand: 31. Dezember 2023

Pepperl+Fuchs ist ein deutsches Unternehmen mit Sitz in Mannheim.<ref>Unternehmensregister. Bundesanzeiger Verlag, abgerufen am 14. August 2014 (Amtsgericht Mannheim, HRB 4713).</ref> Das Unternehmen stellt elektronische Bausteine und Sensoren für die Fabrik- und Prozessautomatisierung her,<ref>Pepperl + Fuchs AG. In: Automation, abgerufen am 16. August 2014 (Unternehmensprofil).</ref> dazu zählen zum Beispiel Komponenten für Chemieanlagen und Bohrinseln oder Bauteile für die Automobilindustrie und den Maschinen- und Anlagenbau.<ref name="faz (2001)">Pepperl + Fuchs baut Weltmarktführung aus. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, Nr. 32, 7. Februar 2001, S. 26.</ref> Die Pepperl+Fuchs Gruppe wies im Jahr 2022 erstmals einen Umsatz von über 1 Milliarde Euro aus.<ref>Pepperl+Fuchs erreicht erstmals die Milliarden-Marke. 24. Januar 2023, abgerufen am 25. Januar 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Gunther Kegel, Vorstandsvorsitzender von Pepperl+Fuchs, ist gleichzeitig Präsident des ZVEI und des VDE.<ref>VDE erhält neuen Präsidenten. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, Nr. 158, 11. Juli 2014, S. 22.</ref>

Datei:Pepperl+Fuchs GmbH aerial view.JPG
Luftbild des Unternehmens Pepperl+Fuchs in Mannheim

Geschichte

Gegründet wurde das Unternehmen 1945 von Walter Pepperl und Ludwig Fuchs in Mannheim.<ref name="hb (2004)">Guido Schneider: Von der Tüftlergarage zum Global Player. In: Handelsblatt, Nr. 97, 19. Mai 2004, S. 6.</ref> Zunächst betrieb man eine Werkstatt zur Reparatur von Rundfunkgeräten, begann nach eigener Aussage aber parallel mit der Herstellung von Transformatoren.<ref name="Chronik">Chronik von Pepperl+Fuchs. Pepperl+Fuchs, abgerufen am 16. August 2014.</ref> 1958 entwickelte Pepperl+Fuchs den ersten induktiven Näherungsschalter,<ref>Pepperl+Fuchs: Induktive Näherungsschalter gestern und heute. In: SPS-Magazin, Nr. 11/2008, 23. Oktober 2008, abgerufen am 20. April 2021.</ref> welcher die Position von Gegenständen elektronisch messen kann und beispielsweise in Verpackungs- und Abfüllanlagen benötigt wird.<ref name="hb (2004)" /> Maßgeblich für die Verbreitung des Produkts war die Tatsache, dass dieses im Unterschied zu mechanischen Schaltern verschleißfrei funktioniert.<ref name="hb (2004)" /> Die Nachfrage nach dem Näherungsschalter führte dazu, dass sich das Unternehmen in der Folgezeit auf elektronische Bausteine und Sensoren spezialisierte.<ref>Tibor Krainz: Roboter mit fünf Sinnen. In: medianet, Nr. 1143, 18. April 2008, S. 37.</ref> Ab den 1970er Jahren wurden für Produktion und Vertrieb Niederlassungen im Ausland eingerichtet, darunter in China, Indien, Indonesien, Italien, Singapur und Ungarn sowie den Vereinigten Staaten.<ref name="hb (2004)" /> Zuvor war Pepperl+Fuchs von einer offenen Handelsgesellschaft in eine GmbH & Co. KG umgewandelt worden.<ref>Unternehmensregister. Bundesanzeiger Verlag, (Amtsgericht Mannheim, HRA 617), abgerufen am 16. August 2014.</ref>

Im Dezember 1987 schieden die beiden Gründer Walter Pepperl und Ludwig Fuchs aus der Geschäftsführung von Pepperl+Fuchs aus,<ref>Unternehmensregister. Bundesanzeiger Verlag, (Amtsgericht Mannheim, HRB 3437), 9. Dezember 1987, abgerufen am 16. August 2014.</ref> seitdem wurde als Rechtsform die Gesellschaft mit beschränkter Haftung geführt. Nachdem Pepperl+Fuchs zunächst in Mannheim-Sandhofen ansässig war, befindet sich der Hauptsitz seit 1971 in Schönau.<ref name="Chronik" /> In Deutschland ist Pepperl+Fuchs zum Beispiel auch in Neuhausen ob Eck präsent, wo sämtliche Drehgeber des Unternehmens entworfen und hergestellt werden.<ref>Vier Millionen für neuen Standort. In: Südkurier, 23. November 2012, S. 30.</ref> Im asiatischen Raum wird unter anderem in Vietnam produziert.<ref>Florian Willershausen: Lahme Preußen. In: WirtschaftsWoche, Nr. 33, 11. August 2014, S. 32.</ref> Beginnend im Jahr 2000 tätigte Pepperl+Fuchs mehrere Übernahmen, was für einen Anstieg des Umsatzes auf über 500 Millionen DM sorgte.<ref name="faz (2001)" /> Zu den erworbenen Firmen gehörten unter anderem Visolux aus Berlin und Elcon aus Mailand sowie die Näherungsschalter und Lichtschranken von Honeywell International.<ref name="faz (2001)" /> Größere Bekanntheit wurde dem Unternehmen zuletzt 2010 im Zuge der Übernahme des Geschäfts mit Näherungsschaltern von Siemens zuteil.<ref>Pepperl+Fuchs übernimmt Näherungsschalter von Siemens. In: Industrielle Automation, MSR Magazin, Heft 7–8, 2010, S. 6.</ref> Mit dieser Akquisition erweiterte man das Geschäft insbesondere im Bereich der Ultraschall-Sensorik.<ref>Sabine Spinnarke: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Interview Pepperl+Fuchs: Erfolg mit Ultraschall. (Memento vom 3. September 2014 im Internet Archive). In: Produktion, 4. März 2011, abgerufen am 16. August 2014.</ref> Außerdem ist Pepperl+Fuchs neben der Technischen Universität Kaiserslautern und anderen Partnern an der sogenannten Smart Factory beteiligt.<ref>Die Smart Factory, eine Erfolgsgeschichte. In: Rhein-Zeitung, 22. Mai 2014, S. 9.</ref>

Im Januar 2017 übernahm Pepperl+Fuchs die Ecom Instruments GmbH aus Assamstadt, einen Technologieführer für mobile explosionsgeschützte Geräte.<ref>Pepperl+Fuchs: ecom instruments. In: www.pepperl-fuchs.de. Abgerufen am 19. Januar 2017.</ref><ref>Pepperl+Fuchs übernimmt ecom instruments. In: chemie.de. 26. Oktober 2016, abgerufen am 8. November 2025.</ref> Zum 1. Februar 2019 hat Pepperl+Fuchs alle Gesellschafteranteile der Polyplan GmbH in Strasslach übernommen.<ref>Übernahme der Polyplan GmbH. In: Wirtschaftsmeldungen, 3. April 2019. Fachmagazin für die Polyurethanindustrie FAPU 108, ISSN 1616-0401. Auf FAPU.de, abgerufen am 20. April 2021.</ref> Im Juli 2019 wandelte sich die Pepperl+Fuchs GmbH in die Pepperl+Fuchs AG um. Dieser Schritt sei laut Vorstand eine notwendige Vorstufe, um im Jahr 2020, wie geplant, in die Pepperl+Fuchs SE umfirmieren zu können.<ref>Pepperl+Fuchs: Mehr Flexibilität für globale Aufgaben: Pepperl+Fuchs wird zur SE. 12. Juli 2019, abgerufen am 16. Juli 2019.</ref> Im Juli 2020 erfolgte anschließend die planmäßige Umwandlung in eine Europäische Aktiengesellschaft (SE).<ref>Pepperl+Fuchs: Bereit für die Zukunft: Pepperl+Fuchs schließt Umwandlung zur SE erfolgreich ab. 16. Juli 2020, abgerufen am 20. Juli 2020.</ref> Im September 2025 kündigte P+F an, die Produktion des Stammsitzes bis Mitte 2027 ins Ausland zu verlagern.<ref>Traditionsunternehmen Pepperl + Fuchs verlagert Produktion ins Ausland – Schock in Mannheim. In: wirtschaft-tv.com. 2. September 2025, abgerufen am 8. November 2025.</ref>

Produkte

Pepperl+Fuchs stellt unter anderem berührungslos wirkende Sensoren, Drehgeber, Zähler, Schaltwerke und Umformer her. Dazu kommen Feldbuskomponenten und Feldbussysteme, Datenlichtschranken, Identifikationssysteme und Sicherheitsbarrieren sowie Produkte für die Bildverarbeitung.<ref>Herstellerprofil: Pepperl+Fuchs GmbH. In: Elektro-Elektronik Einkaufsführer (ZVEI), abgerufen am 15. August 2014.</ref> Das Unternehmen selbst gliedert sein Portfolio in industrielle Sensoren und Prozess-Interfaces für die Fabrik- und Prozessautomatisierung.<ref>Produkte. Pepperl+Fuchs, abgerufen am 16. August 2014.</ref> Pepperl+Fuchs ist außerdem Anbieter von Systemlösungen für die Prozessautomation in explosionsgefährdeten Bereichen, die in den sogenannten Solution Engineering Centern unter anderem in Bühl entwickelt werden.<ref>Thomas Weichsel: Nicht gleich in die Luft gehen. In: Autocad Magazin, Nr. 5/2014, S. 56–57.</ref> Durch die Übernahme der ECOM Instruments GmbH wurden explosionsgeschützte Produkte aus den Sparten Mobile Computing, Kommunikation, Mess- und Kalibriertechnik sowie Handlampen mit ins Portfolio aufgenommen.<ref>Pepperl+Fuchs: ecom instruments | Pepperl+Fuchs. In: www.pepperl-fuchs.de. Abgerufen am 19. Januar 2017.</ref>

Neben dem europäischen Lager in Mannheim unterhält das Unternehmen jeweils ein weiteres Logistikzentrum in Amerika und Asien. Des Weiteren wurde ein Global Distribution Center in Singapur errichtet.<ref>Thomas Wöhrle: Fit für die Zukunft. In: dhf Intralogistik, Nr. 4/2014, abgerufen am 25. August 2014.</ref><ref>Näherungsschalter 1958. Abgerufen am 16. März 2025.</ref>

Würdigung

Auf der Kurpfälzer Meile der Innovationen vor dem Mannheimer Schloss erinnert seit dem 17. Juli 2018 eine Bronzeplatte an die bahnbrechende Erfindung des induktiven Näherungsschalters durch Pepperl+Fuchs im Jahre 1958.<ref>Peter W. Ragge: Mit Fleiß und Mut weltweiten Konzern geschaffen. 22. September 2017, abgerufen am 16. März 2025.</ref>

Weblinks

Commons: Pepperl+Fuchs – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Koordinaten: 49° 32′ 40,4″ N, 8° 28′ 1,1″ O

 {{#coordinates:49,544555555556|8,4669722222222|primary
   |dim=
   |globe=
   |name=
   |region=DE-BW
   |type=landmark
  }}

Vorlage:Hinweisbaustein