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Namenlose

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Namenlose
(Namenlosbach, Lamelofe)
Datei:Oberlauf des Bachs "Namenlose".jpg
Oberlauf der Namenlosen bei Winterberg

Oberlauf der Namenlosen bei Winterberg

Daten
Gewässerkennzahl DE: 2761144
Lage Rothaargebirge

Deutschland

Flusssystem Rhein
Abfluss über Neger → Ruhr → Rhein → Nordsee
Quelle im Rothaargebirge bei Winterberg
51° 12′ 18″ N, 8° 31′ 30″ O
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dim=500 globe= name=Quelle Namenlose region=DE-NW type=waterbody
  }} 
Quellhöhe ca. 649 m ü. NHN<ref name="DE-NW_TIM">Topographisches Informationsmanagement, Bezirksregierung Köln, Abteilung GEObasis NRW (Hinweise)</ref>
Mündung in Siedlinghausen in die NegerKoordinaten: 51° 15′ 11″ N, 8° 28′ 10″ O
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Mündungshöhe ca. 444 m ü. NHN<ref name="DE-NW_TIM">Topographisches Informationsmanagement, Bezirksregierung Köln, Abteilung GEObasis NRW (Hinweise)</ref>
Höhenunterschied ca. 205 m
Sohlgefälle ca. 24 ‰
Länge 8,4 km<ref name="DE-NW_TIM">Topographisches Informationsmanagement, Bezirksregierung Köln, Abteilung GEObasis NRW (Hinweise)</ref>
Einzugsgebiet 15,376 km²<ref name="DE-NW_TIM">Topographisches Informationsmanagement, Bezirksregierung Köln, Abteilung GEObasis NRW (Hinweise)</ref>
Abfluss<ref name="AGiers" /> an der Mündung
AEo: 15,38 km²
NNQ
MNQ
MQ
Mq
MHQ
HHQ
21 l/s
47 l/s
379 l/s
24,6 l/(s km²)
2,931 m³/s
5,789 m³/s
Linke Nebenflüsse siehe unten
Rechte Nebenflüsse siehe unten

Die Namenlose (auch Namenlosbach und Lamelofe genannt, fälschlich gelegentlich namenloser Bach) ist ein 8,4 km<ref name="DE-NW_TIM">Topographisches Informationsmanagement, Bezirksregierung Köln, Abteilung GEObasis NRW (Hinweise)</ref> langer, südöstlicher und orographisch rechter Zufluss der Neger im nordrhein-westfälischen Hochsauerlandkreis.

Geographie

Verlauf

Die Namenlose entspringt und verläuft in der Region Sauerland im Rothaargebirge und im Naturpark Sauerland-Rothaargebirge. Ihre Quelle liegt auf der Winterberger Hochfläche nahe dem Nordrand der Kernstadt von Winterberg auf etwa 649 m ü. NHN<ref name="DE-NW_TIM">Topographisches Informationsmanagement, Bezirksregierung Köln, Abteilung GEObasis NRW (Hinweise)</ref>.

Die Namenlose fließt anfangs in Richtung Westen zur Einmündung der von Süden kommenden Büre. Dann verläuft sie nordwestwärts und nordwärts durch das westsüdwestlich der Nordhelle (792,2 m) liegende Silbach, einen nordwestlichen Stadtteil von Winterberg, wo sie auch Lamelofe genannt und durch die von der Nordhelle kommenden Strülleken gespeist wird. Dann fließt der Bach nach Norden und erreicht nach Einmünden der von Osten kommenden Burmecke und nach Passieren des Meistersteins (636,4 m) im Westen und des Ibergs (703,7 m) im Osten mit Siedlinghausen einen weiteren nordwestlichen Stadtteil von Winterberg.

Schließlich mündet die Namenlose in Siedlinghausen rund 110 m westnordwestlich und etwas unterhalb der Dorfkirche von Südosten kommend auf etwa 444 m<ref name="DE-NW_TIM">Topographisches Informationsmanagement, Bezirksregierung Köln, Abteilung GEObasis NRW (Hinweise)</ref> Höhe in den dort von Süden heran fließenden Ruhr-Zufluss Neger.

Zuflüsse

Zu den Zuflüssen der Namenlose gehören flussabwärts betrachtet (Daten – wenn nicht anders genannt – laut im Tabellenkopf genannten Einzelnachweisen):

Name Seite Länge
(km)<ref name="DE-NW_TIM">Topographisches Informationsmanagement, Bezirksregierung Köln, Abteilung GEObasis NRW (Hinweise)</ref>
Quell- Mündungs- Mündungs-
ort (Lage)
Mündungs-
km<ref name="Mükm" />
EZG
(km²)
GKZ
<ref name="DE-NW_GSK3C">Gewässerverzeichnis des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW 2010 (XLS; 4,67 MB)(Hinweise)</ref><ref name="GKZ" />
höhe (m ü. NHN)
Büre links 2,6 741 614 Winterberg (u) 7,60 k
Festerbach links 1,0<ref name="TimMess" /> 654 602 Silbach (o) 6,70
Rabenseifen rechts 0,9 695 598 Silbach (o) 6,55
Bach vom Hangquellmoor
am Langenberg
links 1,2 709 589 Silbach (o) 5,75
Strülleken rechts 1,5 704 534 Silbach (i) 3,50 0,904<ref name="TimMess" /> 2761144-6
Burmecke rechts 2,0 693 504 Silbach (u) 2,35 2761144-8
Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Anker“ ist nicht vorhanden.Abkürzungen (Lage und GKZ-Anmerkung):   o = oberhalb vom, i = im, u = unterhalb vom Mündungsort;     Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Anker“ ist nicht vorhanden.k = keine GKZ, weil auch als Quellarm gilt

Hydrologie

Als Nebenfluss der Neger gehört die Namenlose, deren Einzugsgebiet 15,376 km²<ref name="DE-NW_TIM">Topographisches Informationsmanagement, Bezirksregierung Köln, Abteilung GEObasis NRW (Hinweise)</ref> groß ist, zum Flusssystem der Ruhr und damit zum Einzugsgebiet des Rheins. 1999 war die Namenlose im Oberlauf in der Gewässergüteklasse I-II, ab Silbach bis zur Mündung in der Güteklasse II. Die mittlere Abflussmenge an der Mündung beträgt 0,38 m³/s.

Natur und Umwelt

Datei:NSG Namenlosetalsystem.JPG
Namenlose

Schutzgebiete

Die Quelle und der Oberlauf der Namenlose liegen im Naturschutzgebiet (NSG) Namenlose-Talsystem<ref name="HSK415" /> (CDDA-Nr. 389837; 2008 ausgewiesen; 89 ha groß). Ein kleiner NSG-Teil ist gleichzeitig als Fauna-Flora-Habitat-Gebiet Bergwiesen bei Winterberg (FFH-Nr. 4717-305; 4,87 km²)<ref name="DE_BFN-Karten">Karten und Daten des Bundesamtes für Naturschutz (Hinweise)</ref> ausgewiesen. Im NSG verlaufen auch Büre, Festerbach und Rabenseifen oder zumindest Abschnitte dieser kleinen Namenlose-Zuläufe. Kurz vor dem Ort Silbach fließt die Namenlose im Landschaftsschutzgebiet Winterberg, vom Typ A (Allgemeiner Landschaftsschutz). Danach verläuft der Bach in der Ortslage Silbach. Das nächste Stück des Bachlaufs liegt im Landschaftsschutzgebiet Talsystem der Neger, vom Typ C (Wiesentäler, bedeutsames Extensivgrünland).<ref name="HskUntLb" /> Darauf folgt, vor der in Siedlinghausen gelegenen Mündung in die Neger, noch einmal ein Bachabschnitt im Landschaftsschutzgebiet Winterberg.

Im NSG und FFH-Gebiet kommen viele seltene Pflanzen und Tiere der Roten Liste vor. Darin gibt es ausgedehnte Feucht- und Nasswiesen, die örtlich von binsen- und seggenreichen Quellsümpfen durchsetzt sind. Die Namenlose und ihre Nebenbäche sind im NSG gänzlich unverbaut. Der Bestand an Fichten wurde dort im Winter 2008/09 auf eine Fichtenparzelle reduziert. Inzwischen hat die Nordrhein-Westfalen-Stiftung mehr als 40 ha im NSG auf Antrag des Vereins für Natur- und Vogelschutz im Hochsauerlandkreis angekauft. Die Flächen dieser Stiftung werden extensiv mit Rindern nach Vorgaben des Kultur-Landschafts-Pflege-Programms des Hochsauerlandkreises beweidet.

Fauna

Eine Besonderheit im Tal, das von bewaldeten Bergflanken gesäumt wird, ist das Vorkommen des Braunkehlchens (Saxicola rubetra) und des Wiesenpiepers. Darüber hinaus ist am Bach die Wasseramsel zu finden. Der Schwarzstorch, welcher in den südlich angrenzenden Wäldern brütet, ist häufiger Nahrungsgast am Bach. Die bis Anfang der 1990er Jahre als Brutvogel vorkommende Bekassine ist im Naturschutzgebiet Namenlose-Talsystem wie im ganzen Hochsauerlandkreis als Brutvogel ausgestorben. Hingegen kann sie im Herbst und Frühjahr auf dem Durchzug beobachtet werden. Einzelne Bekassinen rasten auch längere Zeit im NSG. Sogar bei hohen Schneelagen wurden Einzelvögel an schneefreien Quellbereichen nachgewiesen.

Verkehr und Wandern

Entlang der Namenlose verlaufen die Landesstraße 740 und die Bahnstrecke nach Bestwig, die Winterberg (im Südosten) über Silbach mit Siedlinghausen (im Nordwesten) verbindet. Es verlaufen mehrere Wanderwege entlang der Namenlose und etwa 1 km südöstlich ihrer Quelle führt der Rothaarsteig durch Winterberg.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise und Anmerkungen

<references> <ref name="AGiers">Antje Giers: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Prognose und Bewertung der ökologischen Folgen wasserbaulicher Maßnahmen am Beispiel einer Talsperrenplanung im Hochsauerland (Memento vom 28. Januar 2016 im Internet Archive) (PDF; 2,9 MB), Dissertation, Ruhr-Universität Bochum, 2003 (Tab. 75, S. 262)</ref>

<ref name="HSK415">Naturschutzgebiet „Namenlose-Talsystem“ im Fachinformationssystem des Landesamtes für Natur, Umwelt und Klima Nordrhein-WestfalenVorlage:Abrufdatum</ref>

<ref name="HskUntLb">Hochsauerlandkreis – Untere Landschaftsbehörde: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Landschaftsplan Winterberg (PDF; 1,3 MB) (Memento vom 1. November 2021 im Internet Archive) (PDF; 1,3 MB) Meschede 2008, S. 133</ref>

<ref name="Mükm">Mündungslage (bei/nahe) den Zuflüssen entsprechend der Fließgewässer-kilometrierung der Namenlose</ref>

<ref name="GKZ">Zur besseren Übersicht und Sortierung flussabwärts ist pro Fließgewässer in die Gewässerkennzahl (GKZ) nach der Ziffer „2761144“, die für die Namenlose steht, jeweils ein Bindestrich eingefügt.</ref>

<ref name="TimMess">per Funktion „Messen“ im referenzierten Einzelnachweis Topographisches Informationsmanagement (TIM) ermittelt</ref> </references>