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Guenter Wendt

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Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 12. Februar 2026 um 12:17 Uhr durch imported>Falkmart (Auszeichnungen und Ehrungen).
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Vorlage:Hinweisbaustein Guenter F. Wendt (* 28. August 1923 in Berlin als Günter Wendt; † 3. Mai 2010 auf Merritt Island, Florida<ref name="Collectspace 3 Mai">Guenter Wendt, 86, ‘Pad Leader’ for NASA’s moon missions, dies. In: Collect Space. 3. Mai 2010, abgerufen am 3. Januar 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>) war ein deutsch-US-amerikanischer Ingenieur, der von 1967 bis 1975 die Position des Pad-Leaders im Kennedy Space Center innehatte.

Datei:John Glenn and Guenter Wendt after scrub of Mercury-Atlas 6 launch.jpg
Guenter Wendt (rechts) mit Astronaut John Glenn (1962)

Leben

Wendt wurde 1923 in Berlin geboren und studierte dort Flugzeugbau. Während des Zweiten Weltkrieges wurde er als Bordmechaniker bei der Luftwaffe eingesetzt. 1949 emigrierte er in die USA (wie zuvor sein Vater) und wurde 1955 US-amerikanischer Staatsbürger. Bis 1967 arbeitete er für McDonnell Aircraft und war während der Gemini- und Mercury-Missionen für den betriebssicheren Zustand der Raumschiffe zuständig. Nach dem tragischen Unglück von Apollo 1 wechselte Wendt zur Firma North American Rockwell, die die Apollo-Raumschiffe fertigte. Wendt war bis 1975 in der Position des Pad-leaders verantwortlich für die Startvorbereitungen der bemannten Mercury-, Gemini-, Apollo-, Skylab- und ASTP-Missionen. Er war also derjenige, der die Astronauten als Letzter verabschiedete und die Luke der Kommandokapseln verriegelte. Er ging 1989 in den Ruhestand, nachdem er sich zuletzt um die Sicherheit der Shuttle-Missionen kümmerte.

Guenter Wendt war bekannt für seinen pedantischen, aber auch warmherzigen Führungsstil und war bei den Astronauten beliebt. Er war außerdem Berater bei vielen TV- und Film-Produktionen. 2001 erschien sein Buch „The Unbroken Chain“, in dem er über seine Zeit bei der NASA schreibt.

In Astronautenkreisen war der mit deutschem Akzent gesprochene Satz „I wonder where Guenter Wendt“ (Ich frage mich, wohin Günter ging. wobei Wendt zu went (= ging) wird) ein geflügeltes Wort. Er ging auf einen Ausspruch von Donn Eisele nach dem Verriegeln der Apollo-7-Kommandokapsel zurück. Einem breiten Publikum wurde der Satz durch den Schauspieler Tom Hanks bekannt, der ihn im Spielfilm Apollo 13 spricht. In der deutschen Synchronisation wurde daraus: „Guenter Wendt – Wer Berlin nicht kennt, der hat die Welt verpennt“, wobei das ursprüngliche Wortspiel verloren ging.

Wendt starb am 3. Mai 2010 in seinem Haus auf Merritt Island an den Folgen eines Schlaganfalls.<ref name="Collectspace 3 Mai" />

Datei:Guenter Wendt and the Apollo 11 Crew.jpg
Wendt (rechts, stehend) mit der Besatzung der Apollo 11 (Collins, Aldrin, Armstrong) im LC-39A „whiteroom“

Auszeichnungen und Ehrungen

Wendt wurde von der NASA mit dem Silver Snoopy Award und dem NASA Lifetime Achievement Award ausgezeichnet. Der Hauptgürtel-Asteroid 429033 Günterwendt, der 2009 vom deutschen Astronomen Felix Hormuth am Calar-Alto-Observatorium entdeckt wurde, wurde zu seinem Gedenken benannt. Die offizielle Namensgebung wurde am 14. November 2016 vom Minor Planet Center veröffentlicht (M.P.C. 102259).<ref>(429033) Gunterwendt = 2009 CF5</ref>

Weblinks

Commons: Guenter Wendt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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