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Haus Cleff

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Datei:Remscheid - Haus Cleff 01 ies.jpg
Front mit Außentreppen (2007)
Datei:Remscheid - Haus Cleff 03 ies.jpg
Rückseite des Hauses (2007)
Datei:Remscheid - Haus Cleff 04 ies.jpg
Verzierung mit dem Wappen der Niederlande<ref>Historie. Abgerufen am 15. April 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> über der Haustür (2007)
Datei:Remscheid - Haus Cleff 06 ies.jpg
Der Bergische Löwe als Türklopfer (2007)

Das Haus Cleff in Remscheid-Hasten ist ein Patrizierhaus aus dem Spätbarock. Die Kaufleute Gebrüder Hilger ließen es 1778/79 erbauen. In den Jahren von 1811 bis 1814 diente es als Wohnhaus des Fabrikanten und Bürgermeisters Georg Heinrich Sonntag und als Rathaus von Remscheid.<ref>Hans Jürgen Roth: Geschichte unserer Stadt, Remscheid mit Lennep und Lüttringhausen. RGA-Buchverlag, Remscheid, 2009, ISBN 978-3-940491-01-5, S. 107.</ref>

Der zweigeschossige Fachwerkbau mit Mansarddach gilt als bedeutendes Beispiel des Bergischen Barock. Es gehört heute zum Historischen Zentrum der Stadt Remscheid und beherbergt das Museum Haus Cleff. 2025 wurde es nach zehnjähriger Sanierung wiedereröffnet.<ref>BauNetz: Bergischer Rokoko - Museumssanierung in Remscheid von Bernhard Bramlage Architekten. 11. April 2025, abgerufen am 18. April 2025.</ref>

Beschreibung

Das Äußere

Das Fachwerk ist mit Lehm und Staken ausgefacht. Es steht auf einem aus Naturstein gemauerten Kellergeschoss, das durch seine Hanglage die Portale um etwa eine halbe Geschosshöhe erhöht. An der Rückseite läuft das Erdgeschoss bis auf zwei Stufen auf Bodenhöhe aus.

Das Gebäude ist klar symmetrisch gegliedert. Seine beiden Portale sind durch jeweils zwei quer zum Eingang verlaufende Naturstein-Treppen zu erreichen. Das Fachwerk ist im Außenbereich mit Lärchenbrettern verschalt und wie das Mansarddach verschiefert. Alle Fassadenschmuckteile inklusive Fenster und Türen sind aus Holz. Dabei handelt es sich vorwiegend um Eichen- und stellenweise um Lärchenholz. cm Im Erdgeschoss hat sechs Fenster auf der vorderen und drei auf der rechten Hausseite. Im ersten Stockwerk sind es acht Fenster auf der vorderen und drei auf der rechten Hausseite.

Oberhalb des ersten Stocks liegt das weit ausladende Traufgesims. Das zweite Stockwerk ist als Mansarddach ausgebildet. Auf der Vorderseite befinden sich abwechselnd drei kleine Satteldachgauben und zwei große Giebelgauben. Auf der rechten Seite sind es zwei kleine Satteldachgauben außen und eine große Giebelgaube in der Mitte, über dem Mansardgeschoss an der Vorderseite zwei und an der rechten Seite eine kleine Satteldachgaube.

Innenräume

Innen bieten sich verschiedene Ansichten auf die scheinbar gerade erst von den Bewohnern verlassene, großbürgerlich-bergische Wohnkultur mit einer vollständig eingerichteten bergischen Küche um 1800, einem Zinnkabinett und einer umfangreichen Sammlung von Gemälden und anderen Arbeiten Johann Peter Hasenclevers (Düsseldorfer Malerschule, 1810–1853).

Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt ist die Ausstellungseinheit mit umfangreichen Informationen zu Leben und Werk des richtungsweisenden Gestalters bildstatistischer Zeichen und sozialkritischen Grafikers Gerd Arntz (1900–1988), die auch viele seiner wichtigsten Werke im Original zeigt.

Im Wohnhaus Cleff waren eine Zeit lang Teile des Archivs der Stadt Remscheid untergebracht, die unter anderem alte Fotos, Karten und Pläne, alte Zeitungen und eine Bibliothek enthielten. Inzwischen wurde das Archiv in ein nahegelegenes Gebäude in der Hastener Straße verlagert, wo auch die archivierten Verwaltungsakten der Stadt Remscheid und der bis 1929 selbständigen Städte Lennep und Lüttringhausen aufbewahrt werden.

Weblinks

Commons: Haus Cleff – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Koordinaten: 51° 11′ 49,9″ N, 7° 9′ 56,7″ O

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