Zum Inhalt springen

Hormonpflaster

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 18. März 2026 um 10:45 Uhr durch imported>Ulanwp (2 fehlende Sprachparameter eingefügt).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Datei:Placebo verhütungspflaster.jpg
Verhütungspflaster für Demonstrationszwecke ohne Wirkstoff

Hormonpflaster (oder Verhütungspflaster) sind eine Verabreichungsform für Hormonpräparate. Zurzeit werden damit Geschlechtshormone verabreicht, also Testosteron bzw. Östrogene und/oder Gestagene. Der Wirkstoff wird dabei über die Haut, also transdermal aufgenommen (siehe Transdermales Pflaster).<ref name=":1">Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig ESTRADIOL TRANSDERMAL SYSTEM- estradiol patch.] In: dailymed.nlm.nih.gov. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 7. Februar 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Vorteile der Verabreichung über Pflaster statt über orale Präparate oder Spritzen ist eine sehr gleichmäßige Verteilung des Wirkstoffes sowie eine im Vergleich zur oralen Aufnahme geringere Belastung der Leber und die Vermeidung des Abbaus des Präparats im Verdauungstrakt, und dadurch bedingt eine geringere notwendige Dosis (siehe First-Pass-Effekt). Ein Verhütungspflaster erlaubt es, über einen Zeitraum Hormone abzugeben, der mit anderen Applikationsarten nicht erreichbar ist.

In großem Umfang wurden Hormonpflaster zunächst zur Behandlung von Wechseljahresbeschwerden bei Frauen eingesetzt, mittlerweile auch zur Behandlung von Hormonmangelzuständen bei Männern. Beide Anwendungen sind als Langzeitanwendungen umstritten. Weiterhin werden Verhütungspflaster auch zur Empfängnisverhütung bei Frauen eingesetzt.

Empfängnisverhütung bei Frauen

Zur Empfängnisverhütung funktioniert das Hormonpflaster ähnlich wie die Pille. Es wird siebenmal hintereinander zehn Tage lang auf die Haut geklebt und dann folgt eine Woche ohne Pflaster.<ref>Jana Abelovska: Evorel Sequi Patches. Abgerufen am 4. März 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Die Sicherheit ist so hoch wie bei der Pille (Pearl-Index 0,88). Die Nebenwirkungen sind denen der Pille ähnlich, es kann zusätzlich zu Hautirritationen und einer schmerzhafteren Regel kommen. Dafür ist es bei Durchfall/Erbrechen sicherer als die Pille. Das Pflaster soll nicht auf die Brust oder die Innenseiten der Arme und Beine geklebt werden und die Klebestellen sollen gewechselt werden, da die Gefahr einer Hautirritation sonst erhöht ist.

Wegen möglicherweise erhöhter Thrombogenität gegenüber der Pille soll laut der amerikanischen Arzneimittelzulassungsbehörde (FDA) bei Vorliegen von Risikofaktoren für thrombembolische Ereignisse im individuellen Fall die Anwendung anderer Verhütungsmaßnahmen geprüft werden.<ref>FDA: FDA News, January 18, 2008</ref> Eine andere Studie fand allerdings kein höheres Thromboserisiko im Vergleich zur Pille.<ref name="Contraception">Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref>

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

Wiktionary: Verhütungspflaster – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Vorlage:Hinweisbaustein