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Lissy Arna

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Datei:Lissy Arna Fryer.jpg
Lissy Arna (1930er)

Lissy Arna (auch Lissi Arna; * 20. Dezember 1900 als Liesbeth Helene Erna Arndt in Berlin;<ref>Landesarchiv Berlin, Geburtsregister Standesamt Berlin IX, Nr. 2348/1900 (online auf Ancestry.com, kostenpflichtig)</ref> † 22. Januar 1964 in Berlin (West)<ref>Landesarchiv Berlin, Sterberegister Standesamt Wilmersdorf von Berlin, Nr. 249/1964</ref>) war eine deutsche Schauspielerin.

Leben

Die Tochter des Lederarbeiters Max Arndt und seiner Frau Bertha, geb. Eweleit, besuchte in Berlin die Volks- und Handelsschule. Sie kam als Komparsin zum Film und spielte 1919 in einigen Kurzfilmen. 1920 heiratete sie den Regisseur Hanns Schwarz.<ref>Landesarchiv Berlin, Heiratsregister Standesamt Schöneberg II, Nr. 237/1920 (online auf Ancestry.com, kostenpflichtig)</ref> Die Ehe wurde jedoch nach zwei Jahren geschieden. 1923 erhielt sie ihre erste Hauptrolle in dem Spielfilm Abenteuer einer Nacht.

Nach einem zweijährigen Aufenthalt in Amerika wurde Lissy Arna ab 1925 häufig im deutschen Stummfilm eingesetzt. Sie verkörperte den in dieser Filmepoche populären Typ der Femme fatale beziehungsweise der verführerischen Halbweltdame. Ihre bekannteste Rolle dieser Art übernahm sie als Prostituierte in dem Film Das Frauenhaus von Rio (1927). Derselben Tätigkeit ging sie auch in Leo Mittlers Jenseits der Straße (1929) nach.

1930 spielte sie in Hollywood Hauptrollen in mehreren deutschsprachigen Versionen amerikanischer Produktionen unter der Regie von Wilhelm Dieterle. Doch schon im Jahr danach kehrte sie wieder nach Deutschland zurück und zeigte sich in der frühen Edgar-Wallace-Verfilmung Der Zinker wieder in ihrer gewohnten Rolle als gefährliche Verführerin.

Das Aufkommen des Tonfilms brachte für Lissy Arna allerdings einen deutlichen Karriereknick. Sie wandte sich nun mehr der Bühne zu und agierte in den Theatern am Kurfürstendamm und am Schiffbauerdamm. 1939 heiratete sie den Arzt Dr. Kleiber und zog mit ihm nach Venezuela, wo er eine Chefarzt-Stelle antrat. Nach dessen Tod kehrte sie gegen Ende der fünfziger Jahre nach Berlin zurück. 1961 trat sie noch einmal in einer kleinen Rolle vor die Kamera.

Lissy Arna starb 1964 im Alter von 63 Jahren an einem Krebsleiden in Berlin. Beigesetzt wurde sie auf dem Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Friedhof im Ortsteil Westend. Das Grab wurde mittlerweile aufgelassen.<ref>Das Grab von Lissy Arna. In: knerger.de. Abgerufen am 23. Oktober 2022.</ref><ref>Hans-Jürgen Mende: Lexikon Berliner Begräbnisstätten. Pharus-Plan, Berlin 2018, ISBN 978-3-86514-206-1, S. 471.</ref>

Filmografie (Auswahl)

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Literatur

  • Matias Bleckman, Jörg Schöning: Lissy Arna – Schauspielerin. In: CineGraph – Lexikon zum deutschsprachigen Film, Lieferung 15, 1989
  • Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. Die Schauspieler, Regisseure, Kameraleute, Produzenten, Komponisten, Drehbuchautoren, Filmarchitekten, Ausstatter, Kostümbildner, Cutter, Tontechniker, Maskenbildner und Special Effects Designer des 20. Jahrhunderts. Band 1: A – C. Erik Aaes – Jack Carson. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2001, ISBN 3-89602-340-3, S. 148 als Lissi Arna.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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