Michael Weckler
Michael Weckler, bürgerlich: Michael von Düring-Weckler<ref name=":0">Ausschuss für Adelsrechtliche Fragen der Deutschen Adelsverbände, Deutscher Adelsrechtsausschuss, Deutsches Adelsarchiv (Hrsg.): Genealogisches Handbuch des Adels. Band 60. C. A. Starke Verlag, Limburg an der Lahn 1975, S. 206.</ref>, Pseudonym: Jens Kersten, (* 26. Juli 1942 in Schweidnitz (Niederschlesien)<ref name=":0" />; † 10. Mai 2008 in Hamburg) war ein deutscher Schauspieler, Regisseur und Synchronsprecher.
Leben
Michael Weckler absolvierte von 1961 bis 1963 eine Schauspielausbildung in Hamburg und hatte von 1961 bis 1974 zahlreiche Engagements an mehreren Hamburger Theatern, z. B. dem Ohnsorg-Theater, Ernst Deutsch Theater oder dem Deutschen Schauspielhaus Hamburg.<ref>Deutscher Bühnenverein (Hrsg.): Deutsches Bühnen-Jahrbuch. Band 80. Druck und Kommissionverlag F. A. Günther & Sohn, Berlin 1972, S. 339.</ref><ref>Deutscher Bühnenverein (Hrsg.): Deutsches Bühnen-Jahrbuch. Band 98. Druck und Kommissionverlag F. A. Günther & Sohn, Berlin 1990, S. 193.</ref>
Von 1974 bis 1981 war Weckler als Regisseur und Produzent von Hörspielen bei den Labeln Phonogram/Philips und Peggy tätig.<ref>Börsenverein des Deutschen Buchhandels (Hrsg.): Börsenblatt für den deutschen Buchhandel. MVB GmbH, Frankfurt a. M. 4. Oktober 1980, S. 7682.</ref> Als Sprecher wirkte er auch bei zahlreichen Produktionen der Labels Europa, Karussell, TELDEC und Maritim mit, des Öfteren auch unter dem Pseudonym Jens Kersten. Bei einigen Hörspielproduktionen von Hans-Joachim Herwald führte gemeinsam mit diesem die Dialogregie.<ref>Matthias Mohn: Die Inszenierung von Furcht und Schrecken im Hörspiel: Eine interdisziplinäre Untersuchung der Grundlagen, Mittel und Techniken der Angsterregung in der elektroakustischen Kunst. Waxmann Verlag GmbH, Münster 2019, S. 259.</ref>
Zu seinen bekanntesten Produktionen gehörte das Kinderhörspiel zur Fernsehreihe Maxifant und Minifant mit den Puppenspielern Rudolf Fischer und Wolfgang Buresch. Außerdem agierte er unter anderem als Regisseur für das auf dem Buch Bambi. Eine Lebensgeschichte aus dem Walde basierende Kinderhörspiel Bambi (1974).<ref>Bambis Kinder - hoerspieltipps.net. Abgerufen am 22. Mai 2022.</ref>
Von 1976 bis 1977 hatte Weckler mit Kleiner Mann im Ohr eine eigene Fernsehserie für Kinder, in der er die Hauptrolle spielte. Er mimte darin einen geplagten Zeitgenossen, in dessen Ohr sich ein kleiner Mann eingenistet hatte. Der kleine Mann wurde von Wolfgang Buresch gesprochen, dieser war aber in der Serie selbst nicht zu sehen.<ref>imfernsehen GmbH & Co KG: Kleiner Mann im Ohr. Abgerufen am 22. Mai 2022.</ref>
Ab 1981 war Weckler freischaffender Schauspieler, Synchronautor, Synchronsprecher und Regisseur in Hamburg. Er ist der Vater von Saskia Weckler.
Filmografie
- 1963: Eine dumme Sache – Party um Mitternacht
- 1969: Alma Mater
- 1975: Motiv Liebe – Heimkehr
- 1976–1977: Kleiner Mann im Ohr (Kinderserie)
- 1983: Tatort – Der Schläfer (Fernsehreihe)
- 1984: Ein Kriegsende
- 1984: Tatort – Haie vor Helgoland
- 1991: Die Eisprinzessin
- 1994: Freunde fürs Leben
- 1996: Adelheid und ihre Mörder
- 2000: Tatort – Blaues Blut
- 2005: Die Rettungsflieger (Fernsehserie)
Hörspiele
- 1970: Der Wildtöter, Kinderhörspiel von Konrad Halver nach James Fenimore Cooper als Chingachgook (Europa-Label)
- 1972: Maxifant und Minifant, Kinderhörspiel zur gleichnamigen Fernsehreihe
- 1974: Bambi (BASF; Peggy-LP Nr. 63 152)<ref name="Bambi74">Hörspiel von 1974 (BASF; Peggy-LP Nr. 63 152), Info laut www.musik-sammler.de</ref>, Kinderhörspiel – Regie und Sprecher (Stimme von Gobo)
Weblinks
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Weckler, Michael |
| ALTERNATIVNAMEN | Kersten, Jens (Pseudonym) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Schauspieler, Regisseur und Synchronsprecher |
| GEBURTSDATUM | 26. Juli 1942 |
| GEBURTSORT | Świdnica |
| STERBEDATUM | 10. Mai 2008 |
| STERBEORT | Hamburg |