Zum Inhalt springen

Hohenschramberg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 14. September 2025 um 20:20 Uhr durch imported>Sokrates 399 (Typografie, Kleinigkeiten.).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Hohenschramberg
Datei:Hohenschramberg.jpg
Teilansicht Burgruine Hohenschramberg (Palas)

Teilansicht Burgruine Hohenschramberg (Palas)

Alternativname(n) Nippenburg
Staat Deutschland
Ort Schramberg
Entstehungszeit 1457
Burgentyp Höhenburg, Spornlage
Erhaltungszustand Ruine
Geographische Lage 48° 14′ N, 8° 23′ OKoordinaten: 48° 13′ 32,4″ N, 8° 22′ 42,6″ O
 {{#coordinates:48,225669444444|8,3784888888889|primary
dim=200 globe= name= region=DE-BW type=building
  }}
Höhenlage 636,2 m ü. NHN
Hohenschramberg (Baden-Württemberg)
Hohenschramberg (Baden-Württemberg)

Hohenschramberg, auch Nippenburg genannt, ist die Ruine einer Spornburg auf dem Schlossberg in Schramberg im baden-württembergischen Landkreis Rottweil.

Geographische Lage

Die Burgruine Hohenschramberg befindet sich auf dem 636,2 m ü. NHN hohen Südostsporn des Schlossberges (683,1 m), der sich im Schwarzwald steil ansteigend und nordwestlich oberhalb der in Schramberg gelegenen Einmündung des Lauterbachs in die Schiltach erhebt.<ref name="DE_BFN-Karten">Karten und Daten des Bundesamtes für Naturschutz (Hinweise)</ref> Die Burgruine bietet einen guten Ausblick auf die „Fünftälerstadt“ Schramberg.

Geschichte

Hans von Rechberg, der die Burgen Falkenstein, Schilteck und Ramstein erworben hatte und damit die Herrschaft Schramberg begründete, erwarb 1455 den mittelalterliche Burgstall und baute ihn ab 1457 zur stark befestigten Burg Hohenschramberg aus. Hohenschramberg gehört damit zu den letzten in Deutschland errichteten Burgen.

1464 belagerte Graf Eberhard im Bart vergeblich die Burg. Im Jahr 1526 ging die Herrschaft und somit die Burg an die Herren von Landenberg aus dem Thurgau in der Schweiz über. 1547 kam die Herrschaft samt Burg an den vorderösterreichischen Kanzler im Elsass, Rochus Merz von Staffelfelden. Rochus Merz baute die Burg weiter aus und erhielt 1547 von Kaiser Karl V. das Marktrecht.

Von 1583 bis 1805 verblieb in der Folge die Burg mitsamt der Herrschaft Schramberg bei Österreich (Vorderösterreich). 1633, im Dreißigjährigen Krieg, wird die Burg vom Herzog von Württemberg bzw. Konrad Widerholt belagert und eingenommen.

1648 wird die Burg und die Herrschaft an die Grafen von Bissingen und Nippenburg verpfändet. Sie wohnten zuerst auf der Burg Hohenschramberg und bauten sich 1772/73 ein erstes Schloss im Tal. Im Pfälzischen Erbfolgekrieg wird die Burg 1689 durch Truppen des Königs Ludwig XIV. von Frankreich in Brand gesetzt.

Datei:Hohenschramberg 2.jpg
Blick zum Kapellenturm

In den Jahren 1957 bis 1983 fanden zahlreiche Ausgrabungsarbeiten und Erhaltungsmaßnahmen durch die „Burgpioniere“ statt, einer Gruppe von Bürgern, die sich um die Erhaltung der Burgruine verdient gemacht hat, gefördert von der Stadt Schramberg und dem Land Baden-Württemberg.

Baubeschreibung

Die Ruine ist sehr sehenswert, da sie gut erhalten und sehr groß ist.

Erhalten sind Teile der westlichen vorgelagerten Bastion mit oberem Hof, dem Kapellenturm, das mittlere und das hintere Schloss, der Roßstall, sowie Grundmauern des Bad- und Backhauses und weiterer Gebäude an der Ost- und Nordseite.

Datei:Hohenschramberg Talstadt.jpg
Hohenschramberg von der Talstadt aus gesehen

Einzelnachweise

<references />

Literatur

  • Arthur Hauptmann: Burgen einst und jetzt – Burgen und Burgruinen in Südbaden und angrenzenden Gebieten. Verlag Südkurier, Konstanz 1984, ISBN 3-87799-040-1, S. 101–104.
  • Moritz Seeburger: Burg Hohenschramberg – Eine südwestdeutsche Frühfestung. In: Große Kreisstadt Schramberg (Hrsg.): Alte Funde in neuem Licht – Burgenarchäologie um Schramberg. Schramberg 2022 (Schriftenreihe des Stadtarchivs und Stadtmuseums Schramberg; 31), S. 28–39.
  • Moritz Seeburger: Hohenschramberg – „Familienfestung“ inmitten eines ritterschaftlichen Miniaturstaates. In: Deutsche Gesellschaft für Festungsforschung e. V. (Hrsg.): Frühe Festungen im deutschen Südwesten 1450–1620. Schnell und Steiner, Regensburg 2023 (Festungsforschung; 13), ISBN 978-3-7954-3760-2, S. 87–110.

Weblinks

Commons: Burg Hohenschramberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Schlösser: Schlösschen am Gießen | Wasserschloss Glatt (Schlösschen, Weiherschloss) | Schloss der Herren von Neuneck | Schloss Hohenstein | Schloss Leinstetten | Schloss Lichtenegg (Schloss Harthausen) | Schloss Rottweil (Königshof) | Schenkenzeller Schlössle | Schloss Schramberg | Schloss Urslingen | Schloss Wellendingen

Burgen: Burgruine Albeck | Burg Altenburg (Burg Altfalkenstein; abgegangen) | Burgruine Bernburg | Burgruine Berneck (Burg Tischneck) | Burg Beuren (abgegangen) | Burg Birnberg (abgegangen) | Burgruine Bogeneck (Burg Aistaig) | Burgruine Brandeck | Burg Dunningen (Ziegelhaus) (abgegangen) | Burgruine Falkenstein (Burg Ober- und Unterfalkenstein) | Burg Fluorn (abgegangen) | Burgruine Herrenzimmern (Untere Burg) | Ältere Burg Herrenzimmern (Obere Burg; abgegangen) | Burgruine Hohenschramberg (Nippenburg) | Burgruine Hohenstein (Burg Alt-Hohenstein) | Burgruine Irslingen (Burg Urslingen) | Burgruine Klingenburg (Schlössle, Mühlburg) | Burg Leinstetten (abgegangen) | Burgruine Lichtenfels | Burg Marschalkenzimmern (abgegangen) | Burgruine Neckarburg | Burg Neckarstetten (abgegangen) | Burg Neuburgberg (abgegangen) | Burg Nussburg (abgegangen) | Burg Oberrotenstein (abgegangen) | Burgruine Ramstein | Burg Renfrizhausen (abgegangen) | Burgruine Rotenstein (Burg Ober-Rothenstein) | Burgruine Rotenzimmern | Burgruine Schenkenberg | Burgruine Schenkenburg | Burg Schenkenzell (abgegangen) | Burgruine Schiltach (Burg Landsehr, Hohe Landesehr) | Burgruine Schilteck | Burg Suntheim (abgegangen) | Burgruine Waseneck | Burgruine Wehrstein | Burg Wildeck (abgegangen) | Burgruine Wildenstein | Burgruine Willenburg (Schlössle) | Burgruine Wittichenstein (Burg Wicktenstein)

Vorlage:Klappleiste/Ende