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Julia Jung

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Julia Jung (* 4. Oktober 1979 in Haiger) ist eine ehemalige deutsche Schwimmerin.

Datei:Julia Jung1.jpg
Julia Jung (1995)

Jung betrieb ab dem siebten Lebensjahr leistungsbezogenen Schwimmsport.<ref name=":0" /> Bei den Weltmeisterschaften 1994 gewann sie bei ihrem ersten großen Auftritt mit der deutschen 4-mal-200-Meter-Staffel die Silbermedaille. Im Jahr 1995 kam dann mit den Europameistertiteln über 800 Meter Freistil und über 4-mal 200 Meter Freistil der Durchbruch auf internationaler Ebene. Im Dezember 1995 trennte sie sich von ihrem Trainer Ralf Hermann<ref>Kurz notiert. Schwimmen. In: Hamburger Abendblatt. 19. Dezember 1995, abgerufen am 28. September 2023.</ref> und zog nach Hamburg, um am dortigen, von Jürgen Greve geleiteten Olympiastützpunkt zu trainieren. Die dortigen Trainingsbedingungen schätzte sie im Vergleich zu jenen in Dillenburg als besser ein.<ref name=":0">Mein größter Wunsch: Die Teilnahme in Atlanta. In: Hamburger Abendblatt. 22. Dezember 1995, abgerufen am 28. September 2023.</ref> Um sich vorübergehend vollständig dem Sport zu widmen und den Sprung zu den Olympischen Spielen 1996 in Atlanta zu schaffen, wurde Jung bis Mitte 1996 vom Schulbesuch befreit.<ref>Die einzige Chance der Julia Jung. In: Hamburger Abendblatt. 20. Dezember 1995, abgerufen am 28. September 2023.</ref> Sie erreichte ihre zuvor gezeigten Leistungen jedoch nicht mehr, so dass die aus dem hessischen Dillenburg stammende Jung die Qualifikation für die Olympischen Spiele 1996 verpasste<ref>Das persönliche Fiasko für Julia Jung. In: Die Welt. 15. November 2011, abgerufen am 28. September 2023.</ref> und nach Hessen zurückkehrte.<ref>Die Ruhe vor der Zukunft. In: Hamburger Abendblatt. 21. August 1996, abgerufen am 25. Dezember 2023.</ref> Wenig später beendete sie, auch durch Verletzungen zurückgeworfen, ihre Karriere. In ihrer aktiven Zeit war Ralf Scheitenberger ihr Manager (dieser betreute u. a. auch den damaligen Tennisprofi Michael Stich). Scheitenberger vermittelte Jung, die große Medienaufmerksamkeit erhielt, namhafte Unternehmen als Förderer.<ref>Ein Schwimmstar fährt auf Opel ab. In: Hamburger Abendblatt. 11. Januar 1996, abgerufen am 13. Oktober 2023.</ref>

Nach Ende ihrer Karriere begann sie ein Lehramtsstudium, heute arbeitet sie als Lehrerin im Raum Dillenburg.

Erfolge

  • Zwölffache Jugendeuropameisterin
  • sechsfache deutsche Meisterin
  • Vizeweltmeisterin mit der 4-mal-200-Meter-Freistilstaffel 1994
  • Deutschlands „Juniorsportlerin des Jahres“ 1994
  • zweifache Europameisterin 1995
  • Jahresweltbestzeit mit 4:09,24 min über 400 Meter Freistil (1995) bei den deutschen Meisterschaften gegen Franziska van Almsick und Olympiasiegerin Dagmar Hase.<ref name="welt-659763">Christian Gehrke: Jung - unverbraucht und schnell. In: Die Welt. 25. Juni 1995, abgerufen am 7. Oktober 2018.</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang 1970: Karin Neugebauer | 1974: Cornelia Dörr | 1977: Petra Thümer | 1981: Carmela Schmidt | 1983: Astrid Strauß | 1985: Astrid Strauß | 1987: Anke Möhring | 1989: Anke Möhring | 1991: Irene Dalby | 1993: Jana Henke | 1995: Julia Jung | 1997: Kerstin Kielgaß | 1999: Hannah Stockbauer | 2000: Flavia Rigamonti | 2002: Jana Henke | 2004: Erika Villaécija | 2006: Laure Manaudou | 2008: Alessia Filippi | 2010: Lotte Friis | 2012: Boglárka Kapás | 2014: Jazmin Carlin | 2016: Boglárka Kapás | 2018: Simona Quadarella | 2020: Simona Quadarella | 2022: Simona Quadarella | 2024: Ajna Késely Vorlage:Klappleiste/Ende